Griechenlands „Partner“ wollen den Kopf des Finanzministers

19. Februar 2015 / Aufrufe: 4.101

Die sogenannten Partner Griechenlands scheinen unbedingt den Kopf des Finanzministers Yanis Varoufakis auf dem Tablett serviert bekommen zu wollen.

Die „Partner“ Griechenlands scheinen Finanzminister Yanis Varoufakis einem „Spießrutenlauf“ unterziehen zu wollen, allen voran Jeroen Dijsselbloem, der sich ein weiteres Mal zu ihm beugte und ihm ins Ohr wisperte „You just run out of money„, also „Euch ist gerade das Geld ausgegangen, die Hähne schließen„.

Varoufakis antwortete ihm mit seiner bekannten, für seine Gegner enervierenden Gelassenheit mit einem Vers aus einem Song der Beatles, den Paul McCartney: „Money can’t buy me love„, also „Liebe lässt sich nicht mit Geld kaufen„.

Die vermeintlichen Herren Europas fühlen sich in die Ecke gedrängt

Varoufakis‘ Widersacher schäumen vor Wut, ihn zum Straucheln zu bringen und geben ihren Senf zu allem ab, was er tut und sagt … . Wie bornierte Nachbarschafts-Tratschen! Was sie sagen, geht auf keine Kuhhaut … . Hör endlich auf, unverschämter, ungezogener, absurder Revoluzzer, Du hast ja keine Ahnung weder von Märkten noch von Politik. Sie gehen sogar so weit, den deutschen Touristen zu raten, ihre Buchungen für Griechenland nicht schon jetzt zu tätigen, weil sie einen Grexit nebst Abwertung der Drachme und folglich billigere Urlaubspakete erwarten!

Und natürlich dürfen wir hierbei auch nicht die inländischen politischen Stars – „Gönner“ vergessen, die im Gleichklang mit Deutschland ihre „Angefressenheit“ über Varoufakis mit nichts verbergen! Und all dies geschieht natürlich im Rahmen der aus Kreisen der Kanzleramts angeordneten kommunikativen Destruktion, damit sie seine Persönlichkeit, aber auch seine Argumentation so schnell wie möglich zu demontieren, um ihn fertigzumachen … . Sogar auch mit Zügen hinter den Kulissen zwecks Schaffung des Eindrucks, er sei das große Problem in der Verhandlung … . Sie hatten sich eben an griechische Yes-Men-Finanzminister gewöhnt!

Hinter den – die Form einer Schneelawine angenommen habenden – Erklärungen des „schwergewichtigen“ Schäuble und des ungebildeten Dijsselbloem mit seinen gefälschten Studientieteln nicht nur gegen Varoufakis, sondern nunmehr auch gegen die Regierung und das gesamte griechische Volk verbirgt sich natürlich nichts anderes als die Tatsache, dass die vermeintlichen Herrscher Europas sich zum ersten Mal in die Ecke gedrängt fühlen. Die mutige Haltung ganz Griechenlands bringt ihre Galle sogar für ihre Gesundheit gefährlich zum Anschwellen …

(Quelle: To Pontiki)

Relevante Beiträge:

  1. Wildkatze
    19. Februar 2015, 09:02 | #1

    Der Grieche ist zwar arm, aber cooool! Nicht aufgeben! Diese Finanzmafia, angeführt von Schäuble und Dijsselbloem, wird schon einknicken. Die lassen ihr Geld nicht freiwillig den Bach runter schwimmen.

  2. CYR
    19. Februar 2015, 12:05 | #2

    Yanis Varoufakis lässt Schäuble, Dijsselbloem und viele anderen aussehen wie bornierte Ideologen, oder um den Nobelpreisträger Paul Krugman zu zitieren „die europäischen Kreditgeber seien [] Idioten“. Ehrlich gesagt, je mehr ich aus anderen Quellen mitkriege wie dort verhandelt wird, zweifle ich an die psychische Gesundheit der EU Bürokraten. Im Fachjargon nennen wir es schizophrenes Verhalten. Und wer einen guten Beleg haben möchte, sollte den Artikel im Spiegel online nachlesen über Schäuble Kommentar zum Verlauf des Rettungsprogramm für Griechenland.

  3. Stipsi Fan
    19. Februar 2015, 12:05 | #3

    Ich bin wirklich fassungslos! Dass man der Presse und den Politikern nicht so recht trauen kann, war mir schon klar. Aber dass Herr Schäuble seit Wochen sich vor die Kameras setzt und gebetsmühlenartig sagt: „Die sollen doch mal sagen was sie wollen, ich weiß das immer noch nicht usw“, das verschlägt mir nach Kenntnis von Varoufakis Rede einfach den Atem! Dann auch noch verschnupft zu behaupten, eine solche Veröffentlichung sei „unüblich“, ich kriege Schnappatmung. Das war reine NOTWEHR. Es wird deutlich, dass die Griechen genau sagen was sie wollen und das auch noch in einem sehr moderaten Tonfall.
    Ich habe vor 16 Jahren mal als Bediensteter einer Kommune mit einem guten Anwalt dem RWE unser kommunales Stromnetz per Gerichtsbeschluss abgejagt. Es kann sich keiner vorstellen, welche Ängste ich damals ausgestanden habe und welche Kampagnen da gefahren wurde. Zum Schluss war psychotherapeutische Behandlung nötig. Darum habe ich eine leise Vorstellung davon, was diese beiden Lichtgestalten im Moment durchmachen. Ich leide körperlich darunter, dass ich so rein gar nichts als Hilfestellung beitragen kann. Völlige Machtlosigkeit beim Zuschauen. Mein ganzes Herz und alle meine Gedanken sind bei diesen beiden mutigen und aufrichtigen Menschen mit Visionen, die die meisten Deutschen auch unterstützen würden, wenn sie die denn jemals im Fernsehen erläutert bekämen. Ich fürchte aber, dass selbst die Veröffentlichung der Papiere von nur wenigen Menschen gelesen wird und die EU Technokraten die Ermordung der „Wiege der Demokratie“ unbehelligt fortsetzen werden. Hoffentlich müssen die das nochmal bitter bereuen.

  4. Sabine
    19. Februar 2015, 12:29 | #4

    Don’t give up Yanis! Mögen sich die Herren etablierten Politiker eher die Zähne an ihm ausbeißen, als dass er aufhört!

  5. Iannis
    19. Februar 2015, 13:02 | #5

    Sie wollen partout den Kopf von Yanis. Umso wichtiger ist es jetzt nicht nachzugeben. Der von Varoufakis vorgeschlagene Weg ist begehbar und wird beiden Seiten helfen. Dijsselbloem hat offenbar sadistische Freude daran, Griechenland aus dem Euro zu befördern. Wie ein solcher Vollpfosten auf einen solchen Posten kommen kann, werde ich im Leben nicht verstehen.

  6. windjob
    19. Februar 2015, 13:04 | #6

    Im Prinzip zeigt dies doch nur, wieviel Respekt um nicht zu sagen Angst diese Leute vor Herrn Varoufakis haben. Herr Varoufakis, weiter so lassen sie sich nicht beeindrucken.

  7. Petra
    19. Februar 2015, 16:49 | #7

    Da kann man nur hoffen, dass Yanis so viel Kraft hat, das durch zuhalten. Einen Gruß nach Griechenland, bitte bitte nicht aufgeben. Bleibt auf Eurer Linie.

  8. Omnipraesent
    19. Februar 2015, 16:54 | #8

    Dijsselbloem ist eben ein tyischer Buerokrat, diese Leute reiten den Amtsschimmel so lange bis sie herunter fallen, als Beispiel kann man auch diesen Schulz nehmen, der brachte auch *nichts* zu wege als Buergermeister in Wuerselen.

  9. Christian
    19. Februar 2015, 17:09 | #9

    Wo ist mein Kommentar?

  10. Team
    19. Februar 2015, 17:41 | #10

    @ Christian
    An der Adria 😉

  11. Realist
    19. Februar 2015, 17:54 | #11

    Ich bin zwar kein Ökonom, aber ist doch einsichtig, dass ein Schuldner nicht durch noch mehr Schulden geheilt werden kann. Hier geht es auch nicht um die Rettung Griechenlands, sondern um die Vermeidung einer Kettenreaktion in der Eurozone. Wenn Griechenland zahlungsunfähig wird, belastet das 1. die Haushalte der anderen Mitgliedsstaaten, führt das 2. zu einem Vertrauensverlust der internationalen Anleger in den Euroraum und 3. zu einer nachhaltigen Depression in ganz Europa. Wenig kapitalkräftige, schwache Banken werden dann möglicherweise zahlungsunfähig und dann ist der Salat da! Ich kann auch nicht die Situation in Griechenland beurteilen, aber die Ursachen der Krise dort liegen ja wohl nicht nur in einer Verschuldung der öffentlichen Hand, sondern auch in der der lokalen Banken und Privatkunden. Soll heißen: Was hilft es griechische Banken zu „retten“, wenn sie das Geld, das sie bekommen haben, gar nicht anlegen können, weil das Land ohnehin am Boden liegt? Antwort: Dies dient nur alles dazu, die Gläubiger zu stabilisieren. Wir wissen alle ganz genau, dass die Griechen Milliarden ins Ausland transferieren. Um Wachstum in Griechenland geht es da nicht mehr, sondern um den Euro selbst.
    Kurz und gut: Es kommt alles noch viel schlimmer!

  12. Werner
    19. Februar 2015, 18:48 | #12

    Hut ab vor Menschen wie Alexis und Yanis, die wirklich Vertreter des griechischen Volkes sind. Ich habe vorher den Brief von Miki Theodorakis (spricht von Verschwörung gegen Griechenland) gelesen und er führt darin aus, dass damals im Mai 2010 lediglich ein einziger Minister das Moratorium unterzeichnet hätte, aber nach griechischem Recht eine Zustimmung von 3 Fünftel des Parlaments notwendig gewesen wäre. Für ihn ist und war der Vertrag illegal.

  13. Jürgen
    19. Februar 2015, 18:57 | #13

    Schäuble bleibt stur. Er hat den Auftrag für Deutschland die Ressourcen-Zugänge zu sichern: Flughäfen, Stromnetze, Telekom, Straßen und Schienen. Wenn das nicht läuft „ist halt over“ – so einfach ist das!

  14. LiFe
    19. Februar 2015, 19:21 | #14

    Viele Kommentare aus Österreich und Deutschland reagieren äußerst positiv auf Alexis und Yanis. Sie sind die einzigen Politiker, die das Volk vertreten.

  15. Bernhard
    19. Februar 2015, 19:34 | #15

    Ich entschuldige mich bei allen Griechen für die Arroganz der deutschen Bundesregierung, insbesondere für das diktatorische Gehabe von Finanzminister Schäuble. Es geht um ein klares Machtkalkül: Varoufakis soll öffentlich sichtbar einknicken, er wird gedemütigt und damit alle Griechen! Mein Rat: nehmen Sie das Angebot Russlands und Chinas an, 2% Verzinsung ist nicht unmöglich zu leisten. Wechseln Sie die Seiten: weg von der Finanzdiktatur der Europäer. Zusammen mit den Türken könnten Sie eine hervorragende Allianz schmieden. Russland braucht außerdem Ihre Nahrungsmittel. Nutzen Sie Ihre Ölvorkommen und sonstigen Rohstoffe und zeigen Sie den Diktatoren in Berlin und Brüssel einen aufrecht stehenden dicken mittleren Finger!

  16. Wildkatze
    19. Februar 2015, 19:57 | #16

    Soviel Borniertheit wie Schäuble an den Tag legt, müsste strafbar sein! So ein Mensch gehört sofort seiner sämtlichen Ämter enthoben. Wie heisst es doch: „Schuldest Du der Bank 100 Euro, und Du kannst nicht bezahlen, hast Du ein Problem. Schuldest Du der Bank 100 Millionen Euro, und Du kannst nicht bezahlen, hat die Bank ein Problem.“ – Die „schwäbische Hausfrau“ wird ja wohl inzwischen das Rechnen nicht verlernt haben.

  17. Kleoni
    19. Februar 2015, 20:07 | #17

    So etwas nennt man (unverschämte) Einmischung in eine demokratisch gewählte Regierung eines Landes! Ich wünsche Herrn Varoufakis viel Kraft und Durchhaltevermögen. Griechenland hat diese Regierung gewählt und nach X-Jahren Vetternwirtschaft ist es notwendig mit alten Gepflogenheiten aufzuräumen – Günstlinge = meistens auch – nicht nur griechische – Lobbyisten, raus, Gerechtigkeit rein.

  18. Gunni
    19. Februar 2015, 21:06 | #18

    Ich bin der Meinung, dass das Duo Tsipras und Varoufakis keine Finanzhilfen aus Europa braucht. Die griechische Bevölkerung ist so stolz, klug, innovativ und fleißig, dass sie sich alleine aus der Krise hilft. Ein griechisches Wirtschaftswunder unter der SYRIZA ist garantiert.

  19. BravoZulu
    19. Februar 2015, 21:50 | #19

    Ich kann diesen überheblichen sticken Holländer Dijsselbloem nicht leiden. Yanis Varoufakis wird ihm zeigen, wo der Hammer hängt.

  20. Ronald
    19. Februar 2015, 22:24 | #20

    Ich wünschte, Varoufakis wäre nicht Finanz- sondern Wirtschaftminister … . In Brüssel wird er nichts bewegen, weil Kassenwarte neue Ideen nicht mögen, in Griechenland könnte er was bewegen, weil Griechenland neue Ideen braucht

  21. GR-Block
    19. Februar 2015, 22:31 | #21

    Jetzt hat das Affentheater ein Ende! Juncker begrüßt den Antrag GRs, Bloomberg unterstützt die griechische Position gegen D. Man weiß also nicht wer gemeint ist mit: „Griechenlands ‚Partner‘ wollen den Kopf des Finanzministers“ – Vorsichtshalber lenkt da der Schäuble lieber ein.

  22. totty
    19. Februar 2015, 22:34 | #22

    Ich beobachte nicht nur die Kommentare aus Österreich und Deutschland, ich beobachte es auch aus Belgien sowie die französische Presse; es wird nicht mehr lange dauern, bis der sture Schäuble nachgeben muss. Ich wünsche den beiden auch viel Erfolg im Sinne eines sozialeren Europas.

  23. LiFe
    20. Februar 2015, 07:14 | #23

    Herr Schäuble muss auch dran erinnert werden, dass viele Städte und Kommunen Deutschlands sich in der Schweiz mit Franken-Krediten erheblich verzockt haben. Also bitte fair bleiben und nicht auf Griechenland herabschauen. Ein jeder kehre vor seiner Haustür.

  24. kalima
    20. Februar 2015, 16:18 | #24

    Für mich einzigartig, wie spürbar es ist, wie die Griechen ihrer beraubten Würde, durch Yanis und Alexis,wieder zurück bekommen haben. Welches Land hat schon so was mal erlebt. Diese wieder erworbene Würde, wird die Griechen wieder auferstehen lassen. Diese wunderbar pulsierende Kraft vor dem Paramentsgebäude, neulich, war für mich unbeschreiblich. Ich hätte mittanzen können.
    Was sagte Yanis neulich. „Erschiesst mich, wenn ich mich ändern solle“. Welcher Politiker hat schon so was schon mal gesagt. Ein Glückstreffer für ganz Europa! Es kommt Transparenz und wir stecken alle in der Sackgasse. Aber schaffen wir es auch so, wie die Griechen, sich nicht klein kriegen zu lassen?

  25. Dr.Matzinger
    20. Februar 2015, 22:08 | #25

    Ein soziales Europa wird es nicht geschenkt geben. Dazu braucht es den Druck von unten, von uns allen! Mischen wir uns ein! Griechenland braucht gerade in Deutschland politische Unterstützung. Wer kritisiert zum Beispiel die unsäglich zerstörerische Haltung der deutschen konservativ – neoliberalen Elite zum als Erfolg gefeierten Exportüberschuss? Genau deshalb verschulden sich doch die anderen Länder. Ziel einer funktionierenden Währungsunion muß eine ausgeglichene Handelsbilanz (Import = Export) sein, sonst kommt es immer wieder zu derlei Verwerfungen. Deutschland muss als erstes von den immensen Überschüssen runter, sonst wird der Euro auseinanderbrechen.

  26. Mark
    21. Februar 2015, 04:54 | #26

    Bravo an Varoufakis und Tsipras, die wahrscheinlich einzigen Politiker, die wir in unserer jüngsten Geschichte je hatten und gewagt haben, sich gegen die faschistische EU zu erheben und „Nein“ zu sagen, zu gunsten des Volkes. Es wurde endlich mal Zeit, den Deutschen einen großen Schlag zu verpassen, so arrogant und stur wie sie sind. Um Missverständnisse mit eventuell deutschen Lesern zu vermeiden, gemeint sind eure Politiker und nicht ihr, schließlich habt ihr ja aufgrund der Merkel-Politik auch schon innerlands eine Menge Probleme; Zeit, euren Machthabern zu zeigen, dass ihr es auch satt habt und eine positive Wende ersehnt.
    Was diesen Djisselbloem angeht, der soll mal keine so große Schnauze haben, er regiert ja schließlich nicht über Europa. In einer nicht allzu fernen Zukunft wird er es wieder mit Südeuropäern zutun haben, die für Turbulenzen sorgen werden … gemeint sind die Spanier, die – wie es aussieht – in den im Herbst anstehenden Wahlen höchstwahrscheinlich die Podemos (sagen wir mal die spanische Version der griechischen SYRIZA) ins Amt wählen werden …

  27. jenny
    12. April 2015, 03:37 | #27

    Varoufakis und Tsipras, Ihr seid moderne Helden, lasst Euch von den Illuminaten der Neuen Weltordnung, dessen Versuchsfeld Griechenland ist, bloß nicht einschüchtern. Nur Mut, lässt Euch nicht mit Schuldgefühlen kleinmachen. Zerschlagt das totalitäre NWO-System und diese IFW-Illuminaten

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