Deutsche Presse nennt Finanzminister Griechenlands Pop-Star

29. Januar 2015 / Aufrufe: 2.191

Deutsche Medien charakterisieren den neuen Finanzminister in Griechenland als Pop-Star der griechischen Wirtschaftswissenschaftler.

Hinsichtlich der Zusammensetzung der neuen Regierung in Griechenland fokussieren sich die deutschen Medien auf die Person des neuen Finanzministers Yanis Varoufakis, wobei die Süddeutsche Zeitung ihn sogar „Pop-Star der griechischen Wirtschaftswissenschaftler“ nennt.

Unter Berufung auf ältere Erklärungen des neuen Ministers vertritt die Zeitung, er wolle „all jene Fundamente zerstören, auf die sich die Oligarchie stützt„.

Letztendlich wird Deutschland zahlen müssen …

Der Artikel bezieht sich auch auf die Selbsternennung des Herrn Varoufakis zum Finanzministerium. „Er war nicht mehr zurückzuhalten. Der 53-jährige Grieche gab seine Ernennung zum Finanzminister auf seinem persönlichen Blog bekannt. (…) Der Mensch, der sich bald mit seinem deutschen Amtskollegen Wolfgang Schäuble gegenüber setzen werden muss, ehrt seit dem ersten Tag seines Amtsantritts das Image des Revolutionärs. Varoufakis, der nicht Mitglied der SYRIZA ist, gilt als der Pop-Star der griechischen Wirtschaftswissenschaftler. (…) Der leidenschaftliche Redner hat in vielen seiner Interviews die Austeritäts-Pläne für Griechenland verurteilt. Er kündigte ebenfalls an, als Minister die Fundamente zerstören zu werden, auf die sich die griechische Oligarchie stützt. Varoufakis hat jedoch auch noch erklärt, Griechenland müsse im Euro bleiben. Er will also Vorschläge unterbreiten, die Änicht einmal Wolfgang Schäuble zurückweisen können wird‘„, berichtet die Redakteurin.

In der Zeitung Frankfurter Allgemeine und unter dem Titel „Schwerwiegende Äußerungen gegen Deutschland“ wird betont, Herr Varoufakis „provoziere“, und in dem Artikel wird betont, er drohe: „Zum Schluss wird Deutschland zahlen müssen.“ Der linke Wirtschafts-Professor bezeichnet die Austeritäts-Politik als „fiskales waterboarding“ und sagt, Frankreich tanze zusammen mit Deutschland einen „Tanz des Todes“. Der Autor des Artikels schätzt sogar ein, die Erklärung des Herrn Varoufakis, „was auch immer Deutschland sagt oder tut, es wird auf jeden Fall bezahlen müssen„, höre sich wie eine Drohung an … . „Er meint offensichtlich, Deutschland und die anderen Länder der Eurozone und die Institutionen werden entweder  Griechenland mit einem Schuldenerlass dienen oder sich ganz einfach mit einem Bankrott Griechenlands konfrontiert sehen„, lautet es charakteristisch.

Die erste Reaktion in Berlin kam von dem AFD-Vorsitzenden Bernd Lucke, der erklärte: „Es ist ein Witz, jedoch möglicherweise auch wahr.„, während er betonte, Griechenland dürfe kein Schuldenschnitt gewährt werden und danach in der Eurozone bleiben, da etwas Derartiges entsprechende Forderungen auch anderer Länder schaffen würde.

(Quelle: huffingtonpost.gr)

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  1. Ronald
    30. Januar 2015, 08:58 | #1

    Herr Varoufakis wird einen ziemlichen Schock erleben wenn er sieht, was die Regierung Samaras‘ ihm da hinterlassen hat. Die haben nicht nur im Regierungssitz die Seife mitgehen lassen … Ich fürchte, Herr Varoufakis wird mangels finanzieller Handlungsfähigkeit zum „One-Hit-Wonder“ werden.

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