SYRIZA wird in Griechenland alles in die Luft jagen

28. Dezember 2014 / Aufrufe: 3.142

Der ehemalige Premierminister Konstantinos Mitsotakis warnt, die SYRIZA werde im Fall der Übernahme der Regierung in Griechenland alles in die Luft jagen.

Das Volk ist reifer als seine Führung. Die politische Führung hinkt ihm nach. Alle Hoffnungen liegen bei dem Volk, das den Kurs zum Schlimmeren verhindern kann. Es darf keine Illusionen darüber geben, was geschehen wird, wenn die SYRIZA an die Regierung kommt. Sollte sie nur einen kleinen Teil ihrer Versprechungen realisieren, wird sie alles in die Luft jagen„, merkte gegenüber der Zeitung „Parapolitika“ Konstantinos Mitsotakis angesichts der aktuellen Entwicklungen in Griechenland und der kritischen Abstimmung am 29 Dezember 2014 im Parlament über die Wahl eines neuen Staatspräsidenten und der offen stehenden Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen an.

SYRIZA stellt keine Lösung für eine Regierung dar

Der Altpolitiker und ehemalige Premierminister ist sehr beunruhigt über den Kurs Griechenlands, sofern das Land – wie alles zeigt – in vorgezogene Neuwahlen geführt wird. Konstantinos Mitsotakis glaubt, diese Entwicklung werde das Land in eine Prüfung führen, und zwar mit der Gefahr, dass alles verloren geht, was in den letzten Jahren unter großen Opfern der griechischen Bürger erreicht worden ist. Er meint sogar, die SYRIZA stelle aus drei Gründen keine Regierungslösung dar:

Erstens habe sie nicht den notwendigen Anteil des griechischen Volkes hinter sich, da selbst die unter den besten Voraussetzungen für die Partei erfolgenden Demoskopien zeigen, dass sie die Stimme (nur) eines Drittels der Griechen hat.

Zweitens sei die SYRIZA keine neue Partei, da ihre 40% erreichende „neo-kommunistische Opposition“ einen signifikanten Teil von ihr darstelle.

Drittens habe sie keine Verbündeten, um eine Koalitionsregierung bilden zu können.

Der ehemalige Premierminister glaubt, Griechenland werde im Fall des Überwiegens der SYRIZA in eine gefährliche Periode der Regierungslosigkeit geraten, die er noch mehr als eine schlechte Regierung fürchtet.

Vorsprung der SYRIZA wird geringer

Die politische Lage angesichts der dritten Abstimmung zur Wahl des Staatspräsidenten wollen derweilen die in den Zeitungen veröffentlichten Ergebnisse zwei neuer Meinungsumfragen abbilden, die zeigen, dass die „Schere“ zwischen Nea Dimokratia (ND) und SYRIZA sich zwischen 2,5 und 3,3 Prozentpunkten bewegt, die Mehrheit der Bürger jedoch keine vorgezogenen Neuwahlen wünscht.

Laut einer in der Zeitung „To Vima“ publizierten Erhebung der Kapa Research wollen 58,2% der (befragten) Bürger die Wahl eines Staatspräsidenten und die Abwendung von Neuwahlen. Laut der selben Demoskopie schließt sich bei der Wahlabsicht die „Schere“ auf 2,5 Prozentpunkte, wobei die SYRIZA mit 27,2% vor der 24,7% erreichenden ND 24,7% liegt. Es folgen PASOK mit 6,1%, die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) mit 5,8%, die Partei POTAMI mit 5,8%, die rechtsradikale Chrysi Avgi mit 5,5% und die Unabhängigen Hellenen (ANEL) mit 2,5%.

Gemäß einer in der Zeitung „Proto Thema“ publizierten Umfrage der ALCO vereinigt dagegen die SYRIZA 28,3% auf sich, gegenüber 25% der ND. Es folgen Chrysi Avgi mit 5,2%, PASOK mit 4,6%, POTAMI mit 4,4%, KKE mit 4,2% und ANEL mit 3%.

Laut der Kapa Research wird Antonis Samaras von 44,1% der Befragten als der geeignetste Premierminister beurteilt, gegenüber 34,4%, die sich für Alexis Tsipras aussprechen. Als die geeignetste Regierung wiederum, um Griechenland aus der Krise hinauszuführen, wird von 44,4% der Befragten eine sich in ihrem Stamm aus der ND rekrutierende Regierung unter Antonis Samaras betrachtet.

(Quellen: newsbeast.gr, newsbeast.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Rovcanin Boban
    28. Dezember 2014, 12:23 | #1

    Bitte um eine Stellungnahme von den Betreibern dieser Seite. Ist dies wirklich eine verkappte Euro-Fascho-Seite? Seid ihr noch zu retten? Egal unter welcher Partei die Griechen sich von der EU-Sklaverei befreien, Hauptsache sie befreien sich und sind wieder Herr im eigenen Haus und nicht dieses Faschoschweins auf Rädern, das über Wohl und Leid der Griechen entscheidet.
    Bitte bezieht Stellung, damit die Leser wisssen, mit wem oder was sie es hier zu tun haben. So einen kranken und selbstversklavenden Bericht über die armen Griechen habe ich selten gehört und hoffe, dass euch beim nächsten Anflug dieser faschistoiden Art über Mitmenschen, die der Sklaverei zum Opfer gefallen sind, zu schreiben und urteilen, dies in euren Hälsen stecken bleibt. LG an alle, die noch an die Freiheit glauben!

  2. Juri
    28. Dezember 2014, 14:15 | #2

    Interessant: 44,4,% der der Griechen sehen also einen korrupten Mafia-Clan als „geeignetste Regierung“ 😉 Ohne die permanente multimediale Stimmungsmache gegen Syriza würde die Sache ganz anders aussehen …

  3. knochen
    28. Dezember 2014, 16:50 | #3

    Vielleicht würde ich die sogar wählen, damit endlich alles zusammen bricht, man aus dem Euro ausscheidet und irgendwie neu anfängt. Vielleicht schliesst man sich den Brics-staaten an?

  4. Michael
    28. Dezember 2014, 21:26 | #4

    Was wurde unter der Troika erreicht? Für Kostas Normalgrieche kann nicht viel rausgekommen sein. Mögen die Griechen ihre Zukunft „wählen“. Sie haben keine, wenn sie im Euro bleiben. Bei der Prognose kann man sich nicht irren.

  5. H.Bosse
    28. Dezember 2014, 23:08 | #5

    Der EURO-Beitritt war ganz sicher falsch, aber warum wollte denn Griechenland in den Euro-Raum? Warum sollte es den armen Menschen in Griechenland nun ohne Euro besser gehen? Ich sehe hier keine Gründe dafür. Wenn alle Armen SYRIZA wählen wollen, dann müssten die Vorhersagen mit wesentlich höheren Prozentanteilen vorliegen.
    Ich als Deutscher 🙁 empfinde, dass SYRIZA hier mit unrealisierbaren Wünschen und einer Gesinnung, welche nicht die Mehrheit der EURO-Partner akzeptieren wird, in der Euro-Zone auf verlorenem Fuß steht. Auch stelle ich mir die Frage, mit welchen Parteien will / kann die SYRIZA regierungsfähige Mehrheiten erzielen. Hat SYRIZA sich denn diese Frage schon gestellt?

  6. LiFe
    28. Dezember 2014, 23:58 | #6

    Meine Befürchtung: Sollte Syriza regieren – Griechenland würde keine Kredite mehr erhalten – Das Land würde pleite gehen. Griechenland braucht dringend eine stabile Regierung. Stabilität lockt Investoren an.

  7. Team
    29. Dezember 2014, 00:08 | #7

    @ Rovcanin Boban
    Was muss man sich reinpfeifen, um einen solchen Kommentar zu verfassen? Ist der „Stoff“ legal oder nur „unter der Hand“ erhältlich? Wir bitten ebenfalls um „Stellungsnahme“ … .

  8. Heiwa
    29. Dezember 2014, 00:35 | #8

    Aber sicher würde Greichenland weiter Kredite bekommen, einerseits weil Syriza sich schnell den „Märkten“ anpassen wird, andererseits (und vor allem) weil schon die Russen und andere bereit stehen, und die wollen ebenfalls Geschäfte mit Greichenlsand, das wird Europa auf jeden Fall zu verhindern wissen, koste es was wolle. Mit Syriza ist Greichenland einfach in der besseren Verhandlungsposition, deswegen drücke ich ihnen die Daumen. Links, post-sozialistisch oder was auch immer die sein wollen, es kann für die Mehrheit der Griechen nur besser werden mit Tsipras.

  9. GR-Block
    29. Dezember 2014, 02:55 | #9

    Die Regierung Samaras / Venizelos ist kein korrupter Mafia-Clan, sondern die einzige von der EU gestützte Regierung. Für alle Wähler, die keinen griechischen Alleingang wagen, also die einzige Alternative. Das Maß der Korruption, so glaubt man, entspricht den Gepflogenheiten erfolgreicher EU-Konzerne und muss deshalb akzeptiert werden. Eine nicht-genehme Regierung hat in GR wenig Chancen, so glaubt man. Lambrakis lässt grüßen.
    Die einzig mögliche Alternative sei der ehemalige amerikanische Ministerpräsident GRs. Papandreou hat noch viele alte Sympathisanten und betreibt jetzt die Gründung einer neuen Partei. Diese könnte durchaus die 10%-Marke anvisieren. Dann wäre sie ein möglicher Koalitionspartner für den widerspenstigen Tsipras und Washington wäre wieder im Rennen. Deshalb die EU-Attacken gegen Tsipras, eine Fortsetzung des Interessenkonflikts innerhalb der Troika zwischen dem IWF und der EU.

  10. Dendro
    29. Dezember 2014, 05:24 | #10

    Dass dieser Blog dankenswerterweise Artikel aus den griechischen Medien übersetzt, scheint Meinungsfaschisten zu hoch zu sein.

  11. Domink Escher
    29. Dezember 2014, 10:03 | #11

    Es ist an der Zeit, dass Griechenland aus dieser gottverdammten EU austritt. Die gesamte EU dient lediglich als Mittel und Zweck für die amerikanischen Ausbeuter Europa zu schwächen, um sich so Konkurrenz fern zu halten bzw. noch mehr europäische Firmen und Konzerne für Spottbeträge aufkaufen zu können und billig an Ressourcen (Griechenland, Ukraine etc.) zu gelangen. Amerika ist kein Segen sondern Mega-Fluch!

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