Positionen der Partei Potami in Griechenland

31. Dezember 2014 / Aufrufe: 1.091

Stavros Theodorakis, Vorsitzender der Partei Potami in Griechenland, stellte unter anderem klar, der Euro sei für seine Partei nicht verhandelbar.

Der dritte Auftrag zur Regierungsbildung an die Potami ist eine große Verantwortung. Dies ist die große Wette. Dass zum ersten Mal eine frische Bewegung dem Volk einen Vorschlag zur Regierungsführung macht.“ Mit diesen Worten setzte Stavros Theodorakis das Ziel für die Wahlen im Januar und machte klar, es sei der dritte Platz, den die Partei Potami anzielt.

Der Parteivorsitzende präsentierte die Positionen, die während der Wahlkampfperiode zu Gehör kommen werden. Die erste Sitzung des Wahlkampfkomitees erfolgte in der Einrichtung Michalis Kakogiannis und beinhaltete Attacken gegen die Parteien, welche die abtretende Regierung bilden, aber auch gegen die SYRIZA. „Sie soll uns jetzt sagen, welche Haltung sie in der Verhandlung über die Verschuldung einnehmen wird. Die anderen gingen mit gesenktem Kopf. Was wird Tsipras tun?„, betonte Stavros Theodorakis charakteristisch und unterstrich, „der Euro ist für die Potami nicht verhandelbar und wir werden den Plünderungspropheten, welche die Drachme und nicht den Euro wollen, nicht helfen, ihre Show abzuziehen„.

Nein zu Privilegien und Polit-Klüngel

Bei der Veranstaltung anwesend waren die fraktionslosen Abgeordneten Niki Founta und Grigoris Psarianos, aber auch Styros Lykoudis, der auf der landesweiten Kandidatenliste der Potami stehen wird. Die grundsätzlichen Änderungen, welche die Potami vorschlagen wird, sofern es ihr das Wahlergebnis gestatten wird, werden unter anderem umfassen:

  • Unvereinbarkeit einer leitenden Position auf dem öffentlichen Sektor mit dem Mandat als Abgeordneter.
  • Nein zu Steuerprivilegien und Polizeischutz für Abgeordnete.
  • Vereinfachung des Gesetzgebungswerks.
  • Abschaffung der Staatssekretäre, stellvertretenden Minister und Generalsekretäre. Es wird einen Minister und ständige Staatssekretäre oder Generalsekretäre mit ökumenischen Charakteristika geben.
  • Jährliche Anhebung der Löhne um 5%, sofern es positive Wachstumsrhythmen geben wird, bis sie die Niveaus vor der Krise erreichen.
  • Gelegenheit zur Legalisierung „schwarzer“ Bankguthaben im Ausland, unter Entrichtung einer  (Steuer-) Anzahlung in Höhe von 7% des Betrags und Zahlung von jährlich 1% über 10 Jahre. Die Einnahmen sollen für Wartung und Errichtung von Schulen in das Bildungswesen fließen.

Hinweis: Eine deutsche Übersetzung der Mitschrift des von Stavros Theodorakis anlässlich des ersten Zusammentretens des Wahlkampfkomitees bekannt gegebenen Wahlprogramms der Potami wird zeitnah in einem weiteren Beitrag publiziert werden.

(Quelle: protagon.gr)

  1. H.Bosse
    31. Dezember 2014, 14:25 | #1

    Wäre wirklich gut für einen Neuanfang mit klaren und realisierbaren Konzepten.

  2. herbert
    31. Dezember 2014, 22:01 | #2

    Zuckerbrot und Peitsche – nur diesmal andersherum. Klare Worte von Herrn Stavros Theodorakis, und das in einer Zeit einer äußerst prekären und angespannten wirtschaflichen Situation Griechenland. Zumindest einer, der den Mut hat, den Karren mit vernünftigen Vorschlägen aus dem Dreck zu ziehen. Der unentschlossene und mündige Wähler wird es ihm danken. Man könnte auch sagen „Butter bei dem Fisch“ Herr Syriza. Versprechungen jeder Art jeglicher Couleur sind genug gesprochen. Das griechische Volk lässt sich nicht für dumm verkaufen. Auch nicht von einem Herrn Syriza. Auch über das BlaBla einiger hoch dotierter Volkswirte und Ökonomen in Deutschland, man sollte den Griechen die Drachme wieder einführen lassen, kann man nur den Kopf schütteln.
    Ich jedenfalls bin sehr gespannt über diese äußerst spannende Wahl. Es könnte ein Wahlkrimi werden.

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