Griechenland nimmt Immobilienhaie und Schattenmakler ins Visier

22. Oktober 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 930

Steuerfahndung und Polizeibehörden in Griechenland nehmen sogenannte Real-Estate-Krähen und Schattenmakler ins Visier.

Der Geruch von Skandalen der „Schattenmaklerkreise“ auf dem Immobilienmarkt in Griechenland mobilisiert nicht nur die offiziellen Transaktionsvermittler, sondern auch die Justiz. Informationen zufolge befinden sich im Visier der Polizeibehörden „Scharlatane“ und „inexistente“ Maklerbüros, die Immobilieneigentümer tangieren, um ihnen ihr Vermögen zu einem Spottpreis abzuluchsen, oder sie schließen Vereinbarungen ab, bei denen „Schwarzgelder“ fließen, die nirgendwo deklariert werden.

Im selben Moment sind auf dem gebeutelten Immobilienmarkt verschiedene Schlitzohren wie Krähen eingefallen, die billige und sofortige Kredite versprechen und häufig gegenstandslose Provisionen einstreichen oder letztendlich untragbare Bedingungen aufzwingen.

Illegal agierende Immobilienmakler, Schattenbanken, Schwarzgelder …

Berufsmakler und Polizeibehörden haben die Kreise der „Schattenmaklerei“, aber auch der Schattenbanken ins Visier genommen. In Thessaloniki wurden neulich sogar „heiße“ Fakten über die „Pseudo-Makler“ an die Leiter des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) und die neu gegründete Dienststelle für Ermittlungen und Sicherstellung öffentlicher Einnahmen (YEDDE) gegeben.

In der Co-Hauptstadt wird eine Explosion des Phänomens beobachtet, dass Makler sich bei der Handelskammer löschen lassen und danach „schwarz“ weiterarbeiten und Honorare einstreichen, die sie nirgendwo deklarieren, und auch keine Steuern zahlen. Entsprechend ist das Phänomen auch in Athen und in Provinzstädten, mit Maklern ohne Büros, die per Internet agieren oder aus einem Cafe arbeiten. Das größte Problem jedenfalls, das Dimensionen anzunehmen tendiert, bezieht sich auf die Kreise, die sich auf die eine oder andere Weise Immobilien unter den Nagel zu reißen versuchen.

Die Informationen führen an, dass Schattenmakler-Kreise agieren, die Personen vertreten, die über Geld verfügen und darauf aus sind, den Bürgern deren Vermögen in Ausnutzung ihrer Not für ein „Butterbrot“ abzuluchsen. Im Internet kursieren Anzeigen, in denen allen Eigentümern, die ihre Immobilien unter dem Einheitswert zu verkaufen akzeptieren, sofort bares Geld geboten wird – ohne ernsthafte Expertise und mit einzigem Geschädigten den Verkäufer. Die „Schattenmakler“ versprechen, sich der Immobilien der Verkäufer anzunehmen und Vereinbarungen abzuschließen, und zwar ohne jede Verzögerung und mit Barzahlung, wobei sie jedoch nur sehr niedrige Preise bieten.

Der Kreis, der sich die Immobilien zu außerordentlich niedrigen Preisen „unter den Nagel reißt“, verspricht ebenfalls sichere Kunden aus dem Ausland, und hat sogar Eigentümer von Ferienwohnungen tangiert, um ihnen diese für Rechnung von Ausländern abzukaufen.

Intrigen und Tricks der Immobilienhaie

Informationen zufolge haben die „Krähen“, die sich auf den gebeutelten Markt gestürzt haben, bereits diverse Verkaufsgeschäfte erzielt, die zwar legal sind, jedoch nicht dem wirklichen Wert des Vermögens entsprechen. Sie ähneln einer Art „Versteigerung“, nur dass der Preis üblicherweise sehr niedrig ist. Sie versprechen Verträge mit zügigsten Abläufen, um den Bürgern zu „dienen“, die Geld benötigen, und ihnen gleichzeitig nicht die Gelegenheit bieten, bessere Käufer zu erzielen, die ihnen einen Preis bieten, der dem tatsächlichen Wert ihres Vermögens näher kommt.

Ein zweiter auf dem Immobilienmarkt stattfindender Skandal ist die Zusage verschiedener Kreise bezüglich der Gewährung von Krediten mit … Pfand die Immobilie. Viele „Umtriebige“ tangieren in den beiden letzten Jahren verzweifelte Immobilieneigentümer und bieten ihnen Liquidität an, unter Verpfändung eines Vermögensteils. Auf der selben Wellenlänge liegen auch Internet-Anzeigen, die Kredite mit einem Zinssatz von 3%, einer tilgungsfreien Periode von 2 Monaten und anderen … „Gimmicks“ vergeben, sogar auch an Arbeitslose.

Charakteristisch ist eine Anzeige, in der es lautet: „Hallo. Mein Name ist Eric Adams. Ich bin ein privates Kreditinstitut, das einen Kredit mit einem Zinssatz von 3% bietet. Befinden Sie sich in irgendeiner wirtschaftlichen Schwierigkeit? Brauchen Sie einen Kredit um ein Haus zu bauen? Wir gewähren eine tilgungsfreie Periode von zwei Monaten und Sie wählen, wie Sie zahlen werden … .

Kungeleien zur Sicherstellung von Visen für Käufer aus Drittländern

Der dritte Kreis bezieht sich auf Häuser im Wert von über 250.000 Euro, die von Ausländern gekauft werden um ein griechisches Visum zu erhalten. Informationen zufolge sind Büros aufgetaucht, die für Rechnung von Ausländern die Verkäufer tangieren. Sie kaufen ihnen das Haus zu dem vereinbarten Preis ab, allerdings unter der Voraussetzung, dass im Vertrag ein Kaufpreis von wenigstens 250.000 + 1 Euro angeführt wird, damit das Visum sichergestellt wird. Der ausländische Käufer mag diesen Betrag gegeben haben, jedoch ist die Immobilie in Wirklichkeit für z. B. 200.000 Euro verkauft worden und den übrigen Betrag stecken sich die in Rede stehenden Büros ein.

Schließlich gibt es in vielen Gebieten Griechenlands auch zahlreiche illegal arbeitende „Schattenmakler“. Speziell in Thessaloniki setzen in den letzten Monaten Makler, die ihre Lizenzen zurückgegeben und sich bei ihren Berufsverbänden löschen lassen haben, ihre Tätigkeit rechtswidrig fort, ohne irgendwo in Erscheinung zu treten, und werden für ihre Dienste „schwarz“ bezahlt.

Die Zunahme des „Schattenmaklertums“ ist groß, da sich in den letzten Jahren in ganz Griechenland tausende Makler „löschen“ ließen, von denen jedoch viele weiterhin (nunmehr „schwarz“) arbeiten, ohne Steuern und Versicherungsbeiträge zu zahlen. Die illegalen Makler werben über Webseiten und Anzeigen im Internet und auf Immobilienseiten. SDOE und das Dezernat für Cyber-Kriminalität versprachen den Berufsmaklern in Thessaloniki, umgehend gegen die Schattenmaklerei und die per Internet agierenden Kreise vorgehen zu werden.

(Quelle: Imerisia)

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