Griechenland an der Spitze „investitionsfeindlicher“ Länder

31. Oktober 2014 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.423

Auf einer Liste der Weltbank rangiert Griechenland 2014 an der Spitze der Länder, in denen sich Investitionen praktisch verbieten.

Griechenland erreichte einen weiteren traurigen Spitzenplatz, da es auf der Liste der Weltbank unter den Ländern, die sich nicht für Investitionen empfehlen, an erster Stelle figuriert.

Wie aus dem nachstehenden Diagramm hervorgeht, folgen Griechenland auf den nächsten Plätzen Slowenien, Italien und Zypern.

Abschluss eines Kooperationsvertrags braucht bis zu vier Jahre

Der „Economist“, der die Liste präsentiert, führt in einer einschlägigen Analyse an, nach der Ausbreitung der Krise bestehe für die Peripherie Europas ein intensiv negatives Klima. Weiter wird angemerkt, Kriterium für eine Investition sei, dass ein flexibles System für den Empfang des Investors und nicht ein gesetzeslastiges, lethargisches Regime wie das in Griechenland oder Slowenien besteht, wo bis zu vier Jahre nötig sind, um einen Kooperationsvertrag mit einem ausländischen Unternehmen zu unterzeichnen.

Ease of doing business 2014

(Quelle: Büchse der Pandora)

Relevante Beiträge:

  1. Götterbote
    31. Oktober 2014, 12:27 | #1

    Das muss doch erstunken und erlogen sein. Schließlich wird genau auf diesem Grund seit Jahren der Bevölkerung ein Korsett aufgezwängt, dass einzig und alleine dazu da ist, das Land wettbewerbsfähig in die Zukunft zu führen. Wann werden endlich die am Baum aufgeknüpft, die tatsächlich für die Misere zuständig sind?

  2. Wildkatze
    31. Oktober 2014, 15:03 | #2

    Was Investoren vor allem benötigen, ist Stabilität und RECHTSSICHERHEIT. Daran sollte in GR gearbeitet werden.

  3. Klaus Kastner
    31. Oktober 2014, 15:10 | #3

    The Economist und viele andere haben übersehen, den letzten Doing Business Report der Weltbank in den richtigen Zusammenhang zu bringen. Zu Beginn der Krise lag Griechenland and 108. Stelle und jetzt liegt es an 61. Stelle. Eine enorme Verbesserung. Wenn Griechenland trotzdem noch an (fast) letzter Stelle in Europa steht, dann zeigt das nur, wieweit Griechenland hinten lag und dass auch andere Länder sich verbessert haben.

    The Ease of Doing Business in Greece

  4. Ronald
    31. Oktober 2014, 19:51 | #4

    Das Beispiel der Länder, in denen zu hohen Löhnen gearbeitet wird zeigt, dass ein investitionsfreundliches Klima keinesfalls von niedrigen Löhnen abhängig ist. Was nützt es, die Mindestlöhne in GR zu senken, wenn jeder Investor in GR an der Bürokratie scheitert?
    Nicht die armen Malocher und Rentner hätte man rasieren müssen, sondern diesen verdammten Staatsapparat … aber da geht auch in den nächsten zwei Legislaturperioden keiner dran. Armes Griechenland

  5. Ottfried Storz
    31. Oktober 2014, 19:52 | #5

    Der Weltbank-Index („Doing Business“ oder „Ease of Doing Business“) ist ja nur einer von vielen Indizies. Weitere wichtige Länderrankings sind z.B. der Global Competitiveness Index oder der Korruptionsindex. Allen gleich: Griechenland hat sich die letzten Jahre verbessert – aber rangiert leider unverändert an letzter Stelle aller EU-Staaten. Korruption, ineffizientes Justiz- und Genehmigungswesen, die Grundbuchproblematik und unklare Besteuerung sind die Hauptkritikpunkte. Daneben minimale Förderung von Jungunternehmen.

  6. LiFe
    1. November 2014, 01:26 | #6

    Wer weiß, vielleicht war es sogar Glück, dass noch niemand in GR investiert hat. So seriös werden manche Geschäfte nicht abgewickelt.

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