UBS weist Steuerhinterziehern aus Griechenland die Tür

28. September 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 831

Laut Bloomberg strebt die schweizerische Bank UBS an, speziell auch Steuerhinterziehern aus Griechenland die Tür zu weisen.

Laut Bloomberg hat die schweizerische UBS von ihren in europäischen Ländern ansässigen Kunden Bescheinigungen über die steuerliche Legalität des bei der Bank geführten Vermögens gefordert, wozu der Leiter der Direktion für Vermögensverwaltung der Bank neulich einschätzte, dass die meisten Kunden der Bank dies bis Ende des laufenden Jahres getan haben werden – unter Ausnahme solcher aus Italien und Griechenland.

Es ist anzumerken, dass die von Griechen bei schweizerischen Banken geführten Guthaben laut internationalen Organisationen, die Daten der Zentralbank analysieren, auf ungefähr 60 Mrd. Euro veranschlagt werden. Parallel „verflüchtigten“ sich aus Griechenland auf Basis einschlägiger Schätzungen internationaler Organisationen (Global Financial Integrity) in dem Zeitraum 2003 – 2011 ungefähr 261 Mrd. Dollar, welche Beträge mit Fällen der Korruption und kriminellen Aktivität in Zusammenhang zu stehen scheinen.

UBS scheint „kalte Füße“ zu bekommen …

Was die Bemühungen des griechischen Fiskus betrifft, aus den Bankguthaben in der Schweiz Einnahmen abzuschöpfen, sind die Erwartungen zusammen mit der „Einfrierung“ des (von Griechenland angestrebten) bilateralen Abkommens über eine pauschale Besteuerung „auf Eis“ gelegt worden. Parallel ist anzumerken, dass Schätzungen ausländischer Organismen zufolge die Anzahl der Milliardäre griechischer Identität von neun im Jahr 2013 in diesem Jahr auf elf anstieg, wobei der Wert ihres Vermögens auf 18 Mrd. Dollar geschätzt wird, gegenüber 16 Mrd. Dollar im Jahr 2013.

Wie Bloomberg berichtet, ist die UBS mit gerichtlichen Verfolgungen aus Frankreich und anderen Ländern wegen „Geldwäsche“ und Erleichterung der Steuerhinterziehung durch Kunden von ihr konfrontiert. Ein Berufungsgericht in Paris bestätigte sogar ein im Juli gesprochenes Urteil, laut dem die schweizerische Bank 1,1 Mrd. Euro als Kaution gegen die Strafe hinterlegen muss, die möglicherweise wegen der Beschuldigung der „Geldwäsche“ gegen sie verhängt werden wird. „Die UBS ist von dem Urteil sehr enttäuscht„, erklärte die Bank in einer Bekanntmachung und fügte an, sie werde das Urteil anfechten und der Ermittlung begegnen, die sie abwertend als als ein „außerordentlich politisiertes Verfahren“ charakterisierte, das nicht einmal „elementare Rechtsaspekte“ befolgt.

Die UBS zahlte in diesem Jahr ungefähr 300 Mio. Euro an das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen um eine Ermittlung darüber beizulegen, ob sie ihren Kunden bei der Steuerhinterziehung behilflich war, während die Bank auch mit einer anderen Ermittlung der Mannheimer Behörden konfrontiert ist. Belgien führt ebenfalls eine Ermittlung gegen die UBS mit dem Verdacht auf Geldwäsche und organisierte Kriminalität durch.

(Quelle: Imerisia)

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  1. GR-Block
    28. September 2014, 19:47 | #1

    Es wird Zeit, dass sich GR seinen Anteil sichert bei der Schlachtung ungeliebter Banken. Die EU-Staaten haben angefangen Schweizer Banken wegen der bei ihren Bürgern inzwischen verhassten Geldwäsche auseinander zu nehmen. Hoffentlich bleibt noch etwas für die Griechen bevor UBS in Konkurs geht. Wenn das geklappt hat, dann geht’s auf EU-Banken los. Denn da versteckt sich noch viel mehr unversteuertes Geld. Laut Financial Secrecy Index (FSI 2013) gehören auch UK, LUX und D zu den Top10 des Planeten. Die Hoffnung, dass auch Banken solcher Länder sich vergleichen und zahlen, ist durchaus berechtigt. Denn würden Banken bei einer Klage den Prozess verlieren, dann dürften sie in Ländern wie den USA nie wieder bei staatlichen Ausschreibungen teilnehmen. Das schafft Motivation.
    Also liebe Landsleute, sobald Tsipras an die Macht kommt, kann’s losgehen, Samaras darf das nicht tun. Er hat ja seine Seele an den tEUfel der Banken und Konzerne verkauft.

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