Steiler Anstieg der Wirtschaftskriminalität in Griechenland

3. August 2014 / Aufrufe: 492

Laut der griechischen Polizei verzeichnete in Griechenland die Wirtschaftskriminalität im ersten Halbjahr 2014 einen Anstieg um über 40 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2014 wurde in Griechenland ein erheblicher Rückgang um 21,5% bei den Basiskategorien der Verbrechen – Raubüberfälle, Diebstähle – Einbrüche, Morde – aber auch ein steiler Anstieg um bis zu 41,6% bei der Wirtschaftskriminalität verzeichnet.

Laut den von der griechischen Polizei (ELAS) veröffentlichten Daten wurden im Vergleich zum 1. Halbjahr 2013 insgesamt 653 Raubüberfälle, 3.912 Diebstähle – Einbrüche, 3.327 Fahrzeugdiebstähle und 18 Morde weniger verzeichnet. In dem selben Zeitraum behandelte die griechische Polizei 411 Fälle der Verbreitung von Falschgeld, 246 Fälle von Fälschungen, 236 Fälle von Schwarzhandel und 10 Fälle des Schwarzhandels mit Altertümern mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Steuerhinterziehung

Auf dem Sektor der Bekämpfung der Steuerhinterziehung und der Stärkung der Wirtschaft Griechenlands wurden von den Dienststellen der griechischen Polizei im gesamten Staatsgebiet 717 Personen wegen Verletzungen der Steuergesetzgebung und Schulden an den Fiskus verhaftet. Es wird angemerkt, dass die entsprechenden Verbindlichkeiten sich auf den Gesamtbetrag von 480 Millionen Euro belaufen.

Detaillierter wurden auf dem Bereich des Sozial- und Versicherungsschutzes 30 Kontrollen in Arztpraxen und Dentallabors durchgeführt und in 25 Fällen Verfahren eingeleitet, die sich hauptsächlich auf Straftaten der Steuerhinterziehung bezogen, während im Rahmen staatsanwaltlicher Bestellungen 13 Verfahren bearbeitet wurden.

324 Kontrollen – Beschäftigung ohne Versicherung

Zusätzlich wurden im Rahmen der Bekämpfung der nicht versicherten Arbeit 324 Kontrollen in Firmen durchgeführt und in 77 Fällen Verstöße festgestellt. Der Gesamtbetrag der wegen der einschlägigen Verstöße von den gemeinsam zuständigen Dienststellen (IKA/ETAM und SEPE) verhängten Geldstrafen beläuft sich auf 53.562,30 Euro.

Organisierte Wirtschaftskriminalität

Auf dem Sektor der Bekämpfung der organisierten Wirtschaftskriminalität klärte die Direktion der Wirtschaftspolizei vier signifikante Fälle auf, in deren Rahmen fünf kriminelle Organisationen ausgehoben wurden, und zwar konkret:

  • Eine kriminelle Organisation, die zur fiktiven Versicherung von Beschäftigten bei Scheinfirmen schritten.
  • Zwei kriminelle Organisationen, die in Fälschungen und Betrügereien verwickelt waren, mittels der Ausstellung und Einreichung gefälschter oder ungenehmigter Bankgarantien.
  • Eine kriminelle Organisation, die mit originalgetreuen Produktkopien (Taschen, Gürtel, Schuhe usw.) sehr bekannter ausländischer Hersteller handelten.
  • In Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden eine kriminelle Organisation, deren Mitglieder an dem Betrug tausender Bürger mittels angeblicher Verlosungen und einer Lotterie beteiligt waren.

Schwarzhandel

Auf dem Sektor des Schwarzhandels verzeichnete die griechische Polizei im 1. Halbjahr 2014 signifikante Ergebnisse. Spezieller führten Kontrolleinheiten 68.263 Kontrollen durch, in deren Rahmen insgesamt 2.480 Verstöße festgestellt wurden (fehlende Wandergewerbe-Genehmigungen, fehlende Wochenmarkt-Genehmigungen, Verletzungen der Gesetzgebung über Schwarzhandel und Warenzeichen u. a.), während mehr als 1.195.000 Schwarzhandelsartikel beschlagnahmt wurden (Kleidung, optische Artikel, CDs – DVDs usw.).

Der größte Teil der vorstehenden beschlagnahmten Schwarzhandelsartikel wurden in dreiundsechzig (63) großen Lagerräumen und Räumlichkeiten mit hunderten Quadratmetern gefunden, die von den Polizeibehörden ausfindig gemacht worden waren.

(Quelle: newmoney.gr)

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