An den Schulen in Griechenland fehlen tausende Lehrer

21. August 2014 / Aufrufe: 795

Das neue Schuljahr 2014 – 2015 wird in Griechenland mit zigtausenden unbesetzten Lehrerstellen an Grundschulen und Oberschulen beginnen.

Von Seite des Bildungsministeriums in Griechenland fehlen Mittel für die Einstellung von rund 3.000 Lehrern. Bisher sind Gelder für die Einstellung von 19.500 Grund- und Oberschulaushilfslehrern sichergestellt worden, die leeren Positionen werden jedoch auf 22.500 veranschlagt.

Die Lehrerverbände schätzen bereits ein, dass das neue Schuljahr 2014 – 2015 mit tausenden Lücken an den Schulen beginnen wird, da bis zum Beginn des neuen Schuljahrs am 11 September 2014 das Verfahren der Platzierung der Aushilfskräfte nicht vollendet sein wird.

Lehrer sollen auch in anderen Fächern Unterricht erteilen

Das Problem mit den unbesetzten Stellen im Bildungssystem verschlimmerte sich in den letzten Jahren. Es gab zwar eine Welle von Pensionierungen von Grund- und Oberschullehrern, wegen der Memorandums-Verpflichtungen Griechenlands zum Abbau von Stellen im öffentlichen Dienst erfolgten jedoch keine Neueinstellungen unbefristet beschäftigter Lehrkräfte.

Gemäß den vor einigen Tagen von dem Bildungsministerium an den parlamentarischen Ausschuss für Bildungsthemen gegebenen Daten wurden 2013 insgesamt 6.200 Lehrkräfte pensioniert und 2014 werden weitere 11.200 aus dem Dienst ausscheiden, ohne dass in dem selben Zeitraum (dauerhafte bzw. unbefristete) Einstellungen erfolgen.

Gesundheitsminister Andreas Loverdos bezog sich am vergangenen Montag (18 August 2014)  im Gespräch mit dem Radiosender Vima FM erneut auf das Thema der 3.000 unbesetzten Positionen, die sich ergeben haben, aber auch auf die Formel, derer das Ministerium sich wahrscheinlich zur Deckung der Lücken bedienen wird. Wie der Minister sagte, veranschlagte das Ministerium, mit den diesjährigen Pensionierungen 22.500 Aushilfslehrer zu benötigen. Laut den Erklärungen des Ministers sollen die Lücken durch „parallele Übertragungen“ gedeckt werden – also indem von Grund- und Oberschullehrern verlangt wird, in ihrem Fachgebiet naheliegenden Fächern Unterricht zu erteilen.

(Quelle: To Pontiki)

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