Verzögerung der Bescheide zur Immobiliensteuer in Griechenland

4. Juli 2014 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 1.033

Die Feststellung der Immobiliensteuer 2014 in Griechenland ist wegen anhängiger Ministerialbeschlüsse weiterhin nicht möglich.

Es bleibt nach wie vor unbekannt, wann in Griechenland endlich die Bescheide zu der neuen „Einheitlichen Immobilienbesitzsteuer“ (ENFIA) ergehen werden. Obwohl die gesetzlichen Rahmenbestimmungen bereits Anfang 2014 in Kraft traten, ergingen bisher immer noch nicht die erforderlichen Ministerialbeschlüsse bzw. Runderlasse, um die Interpretationslücken hinsichtlich der Festsetzung der Immobilienwerte in den Fällen „nachzubessern“, in denen keine Baugenehmigung existiert.

Dies hat zum Ergebnis, dass auch die ursprünglich ab dem 18 Juni 2014 geplante Feststellung der Steuer nicht erfolgen kann. Das griechische Finanzministerium beharrt allerdings trotzdem darauf, dass die Fristen für die Zahlung der Steuer sich nicht ändern werden und die erste der insgesamt (maximal) sechs Monatsraten bis Ende Juli 2014 zu entrichten ist.

Immobilienbesitzer werden 2014 mit über 4 Mrd. Euro zur Kasse gebeten

Es sei angemerkt, dass die Feststellung von Einnahmen aus der ENFIA in Höhe von über 3 Mrd. Euro vorgesehen ist und mit der Beitreibung von wenigstens 2,65 Mrd. Euro gerechnet wird. Im Finanzministerium wird jedoch wegen der hohen Möglichkeit einer Unterbewertung des Einheitswerts der Immobilien der Steuerzahler eine positive Überraschung in Form erheblich höherer Einnahmen nicht ausgeschlossen.

Weiter ist in Erinnerung zu rufen, dass in diesem Jahr die Steuerpflichtigen aufgefordert sind, Immobiliensteuern in Höhe von insgesamt über 4 Mrd. Euro zu entrichten, da sie außer der ENFIA bereits auch zwei Raten der „Abzocke (EETIDE / EETA), aber auch zwei Raten der – aus den Vorjahren herrührenden – Immobiliensteuer (FAP) entrichtet haben.

Last but not least sei darauf hingewiesen, dass die Frist für die Abgabe der diesjährigen „Immobiliendeklaration“ (E9) mit einer an eine jüngst dem Parlament zur Ratifizierung  vorgelegte Gesetzvorlage des Gesundheitsministeriums (!!) „angehängten“ Novelle bis zum 14 Juli 2014 verlängert wurde …

(Quellen: Capital.gr, Medienberichte)

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