Rückgang des Inlandstourismus in Griechenland

29. Juli 2014 / Aktualisiert: 07. September 2014 / Aufrufe: 641

Während in Griechenland der Strom ausländischer Touristen Rekorde verzeichnet, geht der Inlandstourismus kontinuierlich zurück.

Eine von dem Institut für touristische Forschungen und Prognosen (ITEP) durchgeführte Studie zeigt, dass im Gegensatz zu dem Tourismus aus dem Ausland eintreffenden Tourismus der Inlandstourismus schrumpft. Die Übernachtungen von Griechen in den Hotels gingen 2012 im Verhältnis zu 2011 um 18,6% zurück, während gemäß dem Eurobarometer 74% der Griechen erklären, 2013 nicht in Urlaub gefahren zu sein.

Aus den bisherigen Daten scheint sich unter der Last der wirtschaftlichen Rezession die selbe Tendenz auch 2014 fortzusetzen. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass der Inlandstourismus weniger saisonal geprägt ist als der aus dem Ausland eintreffende Tourismus. Allgemein ist der saisonale Charakter des Tourismus jedoch im Verhältnis zu konkurrierenden Ländern wie Spanien, Italien, Zypern und Portugal ausgeprägter.

Seit 2008 gingen in der Branche über 30.000 Arbeitsplätze verloren

Laut den sich aus der Felduntersuchung des ITEP ergebenden Schätzungen waren in den griechischen Hotels im Mai 2013 insgesamt 93.523 und im August 121.557 Personen beschäftigt. Im Verhältnis zu 2012 zeigte sich die Beschäftigung im Monat Mai um 0,9% niedriger und im August um 1,3% höher. Die prozentualen Schwankungen der Beschäftigung zeigen, dass die Hotelbranche als Wall zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit fungiert. Hinsichtlich der Gesamtwirtschaft sank im dritten Quartal 2013 die Beschäftigung im Verhältnis zu dem entsprechenden Quartal des Jahres 2012 um ungefähr 3%.

Ab 2008 bis 2013 gingen auf dem Sektor der Unterbringung – Gastronomie insgesamt 20.400 Arbeitsplätze verloren, was einem Rückgang der Beschäftigung um 6,6% entspricht. Dieser Prozentsatz ist der viertniedrigste prozentuale Rückgang der Beschäftigung unter den Sektoren der Wirtschaft.

Hotelanlagen und Betten

Schließlich zeigen die Daten der Hotelkammer Griechenlands, das Griechenland Ende Dezember 2013 über 9.677 Hotelanlagen mit einer Gesamtkapazität von 773.445 Betten verfügte.

2013 waren über 63% der Hotels den drei höchsten Kategorien zugeordnet, während dieser Anteil sich 2009 auf ungefähr 60% belief. Die durchschnittliche Größe der Hotels zeigt eine konstant steigende Tendenz: 1990 waren es 35 Zimmer, 2009 waren es 40,1 Zimmer und 2013 waren es 41,4 Zimmer.

Anstieg der Auslastung in Attika

Positiv, jedoch nicht imposant schloss laut dem Verband der Hoteliers von Attika – Athen (EXAA) das erste Halbjahr 2014 für die Athener Hotels ab. Die Auslastung stieg von 55,2% in der entsprechenden Periode des Jahres 2013 auf 68,3% in diesem Jahr (2014), während einen Anstieg um 4,9% auf Jahresbasis auch der durchschnittliche Zimmerpreis (ARR) zeigt, der laut der „European Benchmark“ in Athen im ersten Halbjahr 2014 auf 83,69 Euro stieg, gegenüber 79,75 Euro im Jahr 2013.

Der Verband betont, Athen sei im ersten Halbjahr weiterhin die günstigste Hauptstadt in Europa geblieben. Die entsprechenden Beträge der Konkurrenten waren:

  • Amsterdam: 136,10 Euro
  • Barcelona: 119,32 Euro
  • Istanbul: 135,65 Euro
  • London: 167,17 Euro
  • Madrid: 84,22 Euro
  • München: 115, 67 Euro
  • Paris: 248,14 Euro
  • Rom: 146,55 Euro
  • Wien: 94,16 Euro

Der Juni 2014 schloss gegenüber 2013 mit einer um 18,4 höheren durchschnittlichen Auslastung ab, während in den vorherigen Monaten die steigende Tendenz besser verlaufen zu sein scheint. (Anmerkung: In den vergangenen Monaten wurden Pressemeldungen zufolge in Athen Auslastungen von bis zu 100% verzeichnet.)

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Bisher keine Kommentare
Kommentare sind geschlossen