Pfändungsschutz für Bankkonten in Griechenland

28. Juli 2014 / Aufrufe: 742

Jede in Griechenland steuerpflichtige natürliche Person kann fortan per TAXISnet ein konkretes Bankkonto deklarieren, um dieses vor Pfändungen des Fiskus zu schützen.

Ab dem 29 Juli 2014 wird in dem griechischen Steuerportal TAXISnet eine neue elektronische Anwendung freigegeben, damit die Steuerpflichtigen der Zentrale für öffentliche Einnahmen unbürokratisch ihr (je Person) einziges pfändungsgeschütztes Bankkonto melden können.

Dies sieht ein Beschluss der neuen Generalsekretärin für öffentliche Einnahmen, Katerina Savvaidou, bezüglich des Schutzes von Bankkonten bis zu einem Guthaben von 1.500 Euro vor Pfändungen wegen Verbindlichkeiten an den Fiskus vor.

Jeder Steuerpflichtige kann ein (1) Konto vor Pfändungen schützen lassen

Für Arbeitnehmer und Rentner muss das pfändungsgeschützte Konto obligatorisch jenes sein, auf das ihr Lohn / ihre Rente überwiesen wird. Jede natürliche Person, die in Griechenland besteuert wird, ist berechtigt, ein (1) Einzel- oder Gemeinschaftskonto bei einer (1) Bank zu führen, auf dem Guthaben in Höhe von bis zu 1.500 Euro vor (in der Regel wegen Steuerschulden betriebenen) Pfändungen des Fiskus geschützt sind.

Die von der zuständigen Direktion täglich aktualisierte Liste mit den Nummern der pfändungsgeschützten Konten wird für die Banken zugänglich sein, die zur Recherche und Verifizierung der Daten (Steuer-ID, IBAN) der von den Steuerpflichtigen deklarierten pfändungsgeschützten Konten zu schreiten haben.

 Ergänzend sei angemerkt, dass der in Rede stehende Pfändungsschutz sich ausschließlich auf – in der Regel von den Finanzämtern – betriebene Kontopfändungen wegen fälliger Verbindlichkeiten an den Fiskus bezieht. In der Praxis wird damit nicht zuletzt verhindert, dass Konten, von denen Daueraufträge / Einzugsermächtigungen (Strom, Wasser, Versicherungsbeiträge usw. sowie speziell auch Ratenzahlungen an den Fiskus) bedient werden, völlig „leergeräumt“ werden, was letztendlich nur in neuen fälligen Verbindlichkeiten an den Fiskus resultieren würde.

(Quelle: Medienberichte)

Relevante Beiträge:

  1. Petra
    28. Juli 2014, 22:42 | #1

    Wir sind jetzt 8 Jahre in Griechenland und sobald wird sich nichts ändern, gestern haben sie mein Konto gesperrt wegen 348,- Steuerschulden. Im Finanzamt haben sie dann denn fehlenden Betrag gefunden und mir gesagt dass ich ein Guthaben haben soll aha? Die Beamten sind schon arm dran , wer soll sich in so einem Kabuff noch auskennen. Ja mein Konto ist wieder offen bin gespannt wie lange.

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