Illegaler Zigarettenhandel in Griechenland nimmt Dimensionen an

5. Juli 2014 / Aktualisiert: 13. März 2016 / Aufrufe: 1.168

Laut einer Studie der KPMG erreichte in Griechenland im Jahr 2013 der Marktanteil illegaler Zigaretten fast 18 Prozent.

Laut einer von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG LLP (KPMG) für Rechnung der Firmen British American Tobacco (BAT), Imperial Tobacco, Japan Tobacco International (JTI) und Philip Morris International (PMI) in allen Ländern Europas durchgeführte Studie nimmt der illegale Handel mit Zigaretten in Griechenland beachtliche Dimensionen an.

Rasanter Anstieg sogenannter „Illicit Whites“

Die Hauptbefunde der in Rede stehenden Studie für Griechenland umfassen:

  • Auf das gesamte Jahr 2013 bezogen nahm der illegale Zigarettenhandel um 4,4 Prozentpunkte zu und erreichte 17,8%.
  • Die überwältigende Mehrheit der Zigaretten sind sogenannte „Illicit Whites“ (7 von 10), die 2013 im Vergleich zu 2012 um 63% zunahmen. Es wird angemerkt, dass in Griechenland die zweitgrößte Menge Illicit Whites in Europa ausfindig gemacht wurde. Die Studie SUN 2013 der KPMG definiert die Illicit Whites als: Zigaretten, die üblicherweise legal in einem Land / auf einem Markt zum Hauptzweck ihres illegalen Vertriebs produziert werden. Obwohl sie manchmal aus bestimmten Ländern ebenfalls legal exportiert werden, werden sie illegal grenzüberschreitend bis zu dem Markt verschoben, der ihr endgültiges Ziel darstellt, auf dem es für sie einen beschränkten oder gar keinen legalen Vertrieb gibt und sie ohne Abführung von Steuern verkauft werden.
  • Auf Basis des Vorstehenden wird laut der selben Studie veranschlagt, dass die 2013 aus dem illegalen Zigarettenhandel entgangenen Steuern 565 Mio. Euro tangierten.

Auf EU-Ebene war 2013 eine von zehn konsumierten Zigaretten illegal. Laut der Studie der KPMG waren davon wiederum 33% sogenannte Illicit Whites, die eine aufsteigende Form illegaler Zigaretten darstellen, die zu dem einzigen Zweck ihres illegalen Vertriebs produziert werden. Insgesamt wurden in der EU 58,6 Mrd. illegale Zigaretten konsumiert – eine Menge, die dem gesamten legalen Zigarettenmarkt Spaniens und Portugals entspricht – und es wird geschätzt, dass den EU-Regierungen ungefähr 10,9 Mrd. Euro entgingen.

Obwohl laut der selben Studie die 2013 konsumierten Illicit Whites im Verhältnis zu 2012 um 15% zunahmen, ging der illegale Zigarettenhandel in der EU von 11,1% im Jahr 2012 auf 10,5% im Jahr 2013 leicht zurück. Dieser Rückgang beruht auf dem signifikanten Rückgang der illegalen Zigaretten um 26,7% und ist das Resultat der intensiven Anstrengungen, welche die Industrie, die Regierungen und die Verfolgungsbehörden zur Bekämpfung dieser illegalen Aktivität unternehmen.

Tabakindustrie engagiert sich in Bekämpfung des Schwarzhandels

Trotz des insgesamt verzeichneten Rückgangs bleibt der Schwarzhandel mit Tabakprodukten in der EU eine signifikante Quelle von Einnahmeverlusten für die Regierungen und stellt eine ernsthafte Konkurrenz für die legalen Lieferketten (Industrie und Handel). Diese illegale Aktivität hat nicht nur wirtschaftliche Kosten, sondern verstärkt ebenfalls die Kriminalität in den lokalen Gemeinschaften. Abgesehen von den Verpflichtungen, die sich aus den mit der Europäischen Kommission getroffenen Vereinbarungen ableiten, stellen BAT, Imperial, JTI und PMI weiterhin erhebliche Mittel für die Bekämpfung dieses Phänomens bereit und sind überzeugt, dass die effizienten Lösungen eine enge Zusammenarbeit zwischen den Regierungen, den Verfolgungsbehörden, der Industrie und dem Handel erfordern.

In Griechenland führen die vier Tabakprodukt-Firmen eine breite Kampagne zur Informierung der Konsumenten über den illegalen Handel mit Zigaretten und losem Tabak durch, der in unserem Land eine neue steigende Tendenz darstellt. Die Kampagne unterstützen die Ministerien für Entwicklung und Wettbewerb, öffentliche Ordnung und Zivilschutz, Seefahrt und Ägäis, das SDOE, die Kommunen Athen und Thessaloniki, der panhellenische Verband der Verarbeitungsbetriebe und Handelsgesellschaften für Tabak und der panhellenische Verband der Mieter von Kiosken und an Behinderte vergebener Cafeterien.

Die vier Firmen haben ebenfalls dem Finanzministerium einen Vorschlag mit fünf Punkten zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Tabakprodukten unterbreitet. Unter anderem haben sie ihre Absicht erklärt, die Schaffung und Zertifizierung durch einen unabhängigen Träger eines vollständigen Datenverarbeitungssystems zur Bekämpfung des illegalen Tabakhandels zu finanzieren, das auch ein System zur digitalen Kennzeichnung und Verfolgbarkeit dieser Produkte umfasst, parallel zu den existierenden Steuerbanderolen, und vollständig mit den Bestimmungen der EU-Verordnung über die Tabakprodukte in Einklang stehen wird.

Die KPMG arbeitet diese Studie seit 2006 jedes Jahr aus, als Teil der Kooperationsvereinbarung zwischen der Philip Morris International, der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten der EU. 2013 wurde die Studie zum ersten Mal für Rechnung auch der vier großen Tabakindustrien – British American Tobacco plc (BAT), Imperial Tobacco plc (Imperial), Japan Tobacco International (JTI) und Philip Morris International Inc. (PMI) – durchgeführt. Die Studie der KPMG für das Jahr 2013 bezüglich des illegalen Zigarettenkonsums in der EU ist auf der Internetpräsenz der KPMG verfügbar.

(Quelle: Sofokleous10.gr)

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