Griechenland: 4 Gründe der Beunruhigung ausländischer Investoren

17. Juli 2014 / Aufrufe: 659

3 + 1 Gründe, die alle beunruhigen, die direkt oder indirekt in die Millionen-Investitionen in Griechenland involviert sind.

Vier Hauptgründe bereiten allen, die direkt oder indirekt in die Millioneninvestitionen in Griechenland Land involviert sind, besondere Sorgen. Alle vier Gründe stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation des Landes und den Auswirkungen, die eine negative Wende auf dieser Ebene auf die zentrale politische Szene haben kann.

Obwohl sie sich nicht an erster Stelle des Tagesgeschehens steht, hat die Hauptquelle der Beunruhigung mit dem großen anhängigen Thema der Verschuldung zu tun. Die Tatsache, dass die Troika bisher dreimal einen Rückzieher von ihrer anfänglichen Zusage über eine Regelung gemacht hat, wirft große Fragen auf.

Regierung will weiteren politischen Verschleiß vermeiden

Es sei in Erinnerung gerufen, dass das Thema der griechischen Verschuldung ursprünglich im November vergangenen Jahres nach der endgültigen Feststellung des primären Überschusses gelöst werden sollte. Danach wurde es auf April 2014 verschoben, nach der offiziellen Bestätigung (des Primärüberschusses) durch die Eurostat, dann wurde es auf nach den doppelten Wahlen im Mai 2014 verschoben und nun geht es mit Volldampf auf Ende des Jahres zu. Wie natürlich ist, beunruhigt die Tatsache die Gesamtheit der Analytiker, die befürchten, hinter der Verzögerungstaktik verbergen sich möglicherweise andere, gewichtigere Gründe.

Einen weiteren Grund zur Beunruhigung stellt die Reformmüdigkeit dar, die inzwischen offensichtlich die griechische Regierung ergriffen hat. In Brüssel wird der Verdacht gehegt, dies geschehe mit der Zustimmung des Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Parteizentrale der Nea Dimokratia – ND) , das keinen weiteren politischen Verschleiß erleiden möchte und deswegen das Tempo gebremst hat. Es wird damit gerechnet, dass die Regierung sich bis Ende des Jahres im Leerlauf bewegen wird, um festzustellen, ob sie letztendlich die Klippe der vorgezogenen Wahlen vermeiden und im weiteren Sinn die (regulär Mitte 2016 auslaufende) Legislaturperiode ausschöpfen wird.

Angst vor dem Ausgang der Stresstests

Angst herrscht auch bezüglich des von Seite Europäischen Zentralbank (EZB) im Gang befindlichen Banken-Stresstests. Athen mag sich beruhigend geben, in Brüssel wird jedoch nicht verborgen, dass man Zweifel an dem Endergebnis hat.

Natürlicherweise beeinflusst all das Vorstehende auch die politischen Entwicklungen. Wie bereits an anderer Stelle geschrieben wurde, wird außerdem die Regierung keinerlei ernsthafte Initiativen in irgendeine Richtung ergreifen, solange keine Klarheit bezüglich des Themas der (im April 2015 anstehenden) Wahl des Staatspräsidenten herrscht. (Anmerkung: Für die Wahl des Staatspräsidenten ist eine Mehrheit von wenigstens 3/5 bzw. 180 Stimmen der insgesamt 300 Abgeordneten des griechischen Parlaments erforderlich. Kommt diese Mehrheit nicht zustande, müssen Parlamentswahlen ausgerufen werden.)

(Quelle: Voria.gr)

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