Griechenland will kein drittes Hilfspaket!

28. Juni 2014 / Aufrufe: 458

In einem Interview an das deutsche Handelsblatt erklärte Premierminister Antonis Samaras, Griechenland brauche kein drittes Hilfspaket.

Athen will kein drittes Hilfspaket“ lautet der Titel eines vorab in der elektronischen Ausgabe der Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“ veröffentlichten Auszugs eines Interviews des Premierministers Antonis Samaras.

In dem Interview beharrt der Premierminister darauf, dass Griechenland die Rezession hinter sich lässt, zeigt sich positiv hinsichtlich der Reduzierung der Verschuldung und erklärt bezüglich der aktuellen Diskussion über eine mögliche Lockerung des Stabilitätspakts: „Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum gehen miteinander her.

Alle Beteiligten müssen ihre Verpflichtungen erfüllen

Der griechische Premierminister erwartet, dass sein Land die Rezession hinter sich lässt. Und was die Reduzierung der Verschuldung betrifft, sieht der griechische Premierminister einen Fortschritt. Dies bedeutet für sein Land weiterhin Arbeit„, führt die Zeitung in ihrem Vorwort an und fährt fort: „Nach dem Auslaufen der Hilfszahlungen der EU in diesem Jahr braucht Griechenland laut der Aussage des Premierministers Antonis Samaras kein drittes Hilfspaket. Er sieht für die nächsten zwei Jahre keine Finanzierungslücke, die weitere Hilfskredite notwendig machen würde.

Wir stützen uns auf das Wachstum der Wirtschaft„, unterstrich Herr Samaras und erwartet – laut der Zeitung -, dass sein Land die Rezession hinter sich lassen wird. Und – wie der Redakteur betont – was die Reduzierung der Verschuldung betrifft, sieht der griechische Premierminister einen Fortschritt. Griechenland wird – wie mit den Gläubigern vereinbart wurde – den Prozentsatz der Verschuldung von derzeit 175% des BIP bis 2020 auf unter 110% senken, fährt der Artikel fort, „unter der Voraussetzung, dass alle Beteiligten ihre Verpflichtungen einhalten werden„, wie der Premierminister klarstellt.

Für Griechenland bedeutet dies, dass es fortfahren wird, an den (von der Troika verlangten …) strukturellen Reformen zu arbeiten und seine erfolgreiche volkswirtschaftliche Politik fortsetzen wird, merkt die Zeitung sich auf den Premierminister beziehend an. Entsprechend – betont Herr Samaras – müssen die Gläubiger ihre Zusage in die Praxis umsetzen, über Erleichterungen der Verschuldung zu sprechen. „Vorstellbar wären niedrigere Zinssätze, längere Tilgungszeiten und eine zusätzliche tilgungsfreie Periode„, erläutert der Premierminister.

Was die aktuelle Diskussion über eine mögliche Lockerung des Stabilitätspakts betrifft, erklärt Herr Samaras: „Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum gehen miteinander her. Ich sehe dies nicht als Dilemma.“ Der griechische Premierminister spricht sich für die Beibehaltung der Grundstrukturen des Stabilitätspakts aus, endet der Auszug des Interviews.

(Anmerkung: es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der vorstehende Beitrag den nachstehend verlinkten Artikel der Naftemporiki wiedergibt!)

(Quellen: Naftemporiki, Handelsblatt)

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