Griechenland will 7 Mrd Euro Entschädigung für U-Boote

14. Juni 2014 / Aufrufe: 4.810

Laut der britischen Telegraph fordert Griechenland 7 Milliarden Euro Entschädigung für die bis heute noch nicht übergebenen deutschen U-Boote.

Wie die britische Zeitung Telegraph in einer exklusiven Reportage enthüllt, die sich auf einen an das Gericht geschickten 200 Seiten umfassenden Schriftsatz beruft, fordert die griechische Regierung mit ihrer Beschwerde vor dem Internationalen Schiedsgericht (ICC – International Court of Arbitration) Entschädigungen in Höhe von 7 Milliarden Euro.

Die Telegraph publiziert ein Foto der U-Boote, die immer noch in der Werft Skaramagkas liegen, 15 Jahre nach der „komplexen Vereinbarung“ über ihre Bestellung, die – wie es lautet – „zu einem Symbol für die wirtschaftlichen Probleme des Landes wurde„.

Sensibilität des Themas würde noch höhere Entschädigung rechtfertigen

Nun kann enthüllt werden, dass die griechische Regierung gegen die ThyssenKrupp Marine Systems und die Abu Dhabi Mar eine Klage auf eine Entschädigung von 7 Mrd. Euro erhoben hat„, berichtet die Reportage und fügt an: „Der an das Internationale Schiedsgericht übermittelte 200 Seiten umfassende Schriftsatz führt an, dass aus dem Scheitern der Belieferung mit den U-Booten die internationale Position Griechenlands aufs Spiel gesetzt und seine Position in der Nato untergraben wurde.

Eine zuverlässige Quelle erklärte gegenüber der britischen Zeitung, „das Thema ist dermaßen sensibel, dass es eine noch höhere finanzielle Entschädigung durch die Araber und Deutschen rechtfertigen würde, weil die U-Boote mit der geostrategischen Lage Griechenlands, seiner Position innerhalb der NATO und der Tatsache in Verbindung stehen, dass das Land die Festsetzung der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) erwartet, die viele Investoren hergebracht hat, die in die natürlichen Ressourcen der Zone zu investieren wünschen„.

Die Zeitung merkt an, dass die griechischen Streitkräfte vor der Krise Reaktionen hervorgerufen hatten und der Fall der U-Boote zu einem Symbol für die Verschwendung geraten ist. Griechenland – merkt sie an – war der größte Importeur von Waffensystemen in Europa und wendet 4% des BIP für Rüstung auf: „Es verfügt über 1.300 Kampfpanzer – mehr als doppelt so viele wie im Verhältnis zu England.“ Die „umstrittene Vereinbarung“ über die U-Boote, ergänzt die Telegraph, führte zur Strafverfolgung eines Verteidigungsministers (des Akis Tsochatzopoulos) und zum Rücktritt eines höheren Offiziers der Kriegsmarine.

Das internationale Schiedsgericht löst Handelsdifferenzen. Die ThyssenKrupp Marine verweigerte eine Stellungnahme mit der Begründung, die Gesellschaft habe noch keine Details der Beschwerde eingesehen.

(Quelle: in.gr, The Telegraph)

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