Auf Immobilienmarkt in Griechenland herrscht Barzahlung vor

1. Juni 2014 / Aufrufe: 1.111

Die seit Anfang 2014 in Griechenland erfolgten Wohnungskäufe wurden überwiegend in bar abgewickelt und bezogen sich zu über einem Viertel auf Ausländer.

Eine am Donnerstag an die Öffentlichkeit gegebene und von dem Verband der Makler und Anerkannten Sachverständigen Griechenlands (EPPA) durchgeführte Untersuchung versucht das Profil des heutigen Wohnungskäufers zu umreißen. Die konkrete Erhebung untersucht, wer, wo, wie und zu welchem Zweck derzeit in Griechenland Immobilien gekauft werden, während die Ergebnisse sich auf reale Transaktionen stützten, die in den ersten fünf Monaten des Jahres 2014 in 11 Verwaltungsbezirken abgeschlossen wurden.

Die Ergebnisse der Untersuchung präsentierten der Vorsitzende der GSEVEE, Georgios Kavvathas, der Cluster-Koordinator N. Manomenidis und die Herren D. Samaras der Gesellschaft Samaras und Partner AG, Theologos Mposdas, stellvertretender Vorsitzender der EPPA, D. Mpiniaris, Vertreter der Immobilienmakler bei der Handelskammer Athen, und Theodoros Seremetakis, Berater des IME GSEVEE.

Die verfügbare Liquidität

Die wenigen Immobilienkäufer gehören der dynamischen Altersgruppe von 30 bis 55 Jahren an, während die Käufer in bar bezahlen, grundsätzlich Altbauwohnungen bevorzugen und im Durchschnitt über eine Liquidität in der Größenordnung von 110.000 Euro verfügen.

Bargeld ist derzeit King, da 84% der seit Anfang des Jahres realisierten Verkaufsgeschäfte in bar abgewickelt und jedenfalls nicht mit einem Bankkredit finanziert wurden„, führte der Makler Nikos Manomenidis bei der Präsentation der Untersuchung an.

Das Profil der Käufer

2/3 der Käufer von Immobilien in Griechenland sind verheiratet und befinden sich im produktiven Alter von 30 – 55 Jahren, während einer von vier über 55 Jahre alt ist. 59% von ihnen sind graduiert, während sich aus der Summe der von dem Maklerverband ausgewerteten Transaktionen 28% auf Geschäfte mit Ausländern beziehen (die Hälfte davon aus der EU).

Was die Sparte der Ferienwohnung betrifft, wird Bewegung verzeichnet, da ungefähr eine von fünf gekauften Immobilien (ein Anteil von 17%) ein Feriendomizil darstellt, wobei im Verwaltungsbezirk Nordägäis seit Anfang des Jahres 2014 alle Käufer Europäer waren.

Warum heutzutage Immobilien gekauft werden

Was die Frage betrifft, warum heutzutage die Bürger zum Kauf von Immobilien schreiten, ist Grund Nummer eins die Absicherung ihrer Gelder.

Die seit Anfang 2014 bis heute in Griechenland verkauften Immobilien sind in ihrer Mehrzahl Altbauwohnungen, mit einem Anteil von 77%, während die restlichen 23% bis zu 5 Jahre alte Neubauten oder bis zu 7 Jahre alte „Erstbezugsobjekte“ darstellen.

Die Kaufpreise

Laut der Untersuchung entspricht der Durchschnittspreis einer 2014 gekauften Altbauwohnung 110.000 Euro (auf Basis von der Erhebung untersuchter realer Verkaufsgeschäfte), wogegen der entsprechende Wert der selben (imaginären Durchschnitts-) Immobilie 2009 bei 181.000 Euro lag. Die Makler kommen also zu der Schlussfolgerung, dass in der Periode der Krise die selbe (Durchschnitts-) Immobilie 38% ihres Wertes verloren hat.

Für die 2014 gekauften Neubauten lag der Durchschnittspreis bei 130.000 Euro, gegenüber 200.000 Euro für die selbe (Durchschnitts-) Immobilie im Jahr 2009, womit sie einen Wertverlust um 34% erfuhr.

Last but not least ist anzumerken, dass für „Otto-Normal-Inländer“ die Schlupflöcher zur „Geldwäsche“ per Immobilienkauf inzwischen weitgehend verbaut wurden, wogegen es ein offenes Geheimnis ist, dass ausländische Käufer, die weitgehend nicht dem in Griechenland geforderten „Vermögensnachweis“ unterliegen, ungeniert Schwarzgelder anlegen können.

(Quelle: zougla.gr)

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