Griechenland deblockiert Immobilientransaktionen

29. April 2014 / Aufrufe: 590

In Griechenland sind ab Mai 2014 endlich wieder Immobilienverkäufe möglich, nachdem wegen fehlender Ministerialbeschlüsse 4 Monate lang alle Transaktionen blockiert waren.

Nachdem in Griechenland seit Anfang 2014 wegen der Verzögerungen bei dem Erlass der erforderlichen Ministerialbeschlüsse zur Erhebung der neuen Immobilien-Zugewinnsteuer vier Monate lang alle Immobilien-Transaktionen eingefroren waren, ist ab dem 29 April 2014 die Abwicklung von Immobiliengeschäften endlich wieder möglich.

Die Zugewinnsteuer wird mit einem Satz von 15% auf den Gewinn erhoben, der sich aus der Differenz zwischen dem Preis des Erwerbs und dem Preis des Verkaufs einer jeden Immobilie ab dem 01 Januar 2014 und nachfolgend ergibt.

Einzelheiten zur Erhebung der neuen Immobilien-Zugewinnsteuer

Bei der Erhebung der Zugewinnsteuer ist ein Steuerfreibetrag von 25.000 Euro vorgesehen, sofern der Steuerpflichtige bzw. Veräußerer seine Immobilie wenigstens fünf Jahre lang in seinem Besitz hatte. Weiter sind Minderungsquotienten analog zu der Zeit des Besitzes der Immobilie vorgesehen, die sich ab 98,2% für eine Besitzzeit von wenigstens 2 Jahren bis zu 60% für eine Besitzzeit von 26 Jahren und mehr staffeln. Alle Eigentümer, die Immobilien übereignen, die sie seit vor 1995 in ihrem Besitz haben, werden dagegen völlig von der Zugewinnsteuer befreit.

Als Preis des Erwerbs und des Verkaufs einer Immobilie gelten die Preise, die in den entsprechenden Verträgen angeführt werden (also nicht die inzwischen überwiegend völlig utopischen „Einheitswerte“!). Handelt es sich dagegen um eine Immobilie, die infolge einer Erbschaft erworben wurde, wird der Preis des Erwerbs auf Basis der entrichteten Erbschaftssteuer ermittelt. In jedem anderen Fall, in dem der Preis des Erwerbs nicht auf Basis öffentlicher Dokumente ermittelt werden kann (wie z. B. im Fall in Eigenleitung errichteter oder nach dem sogenannten „Gegenleistungsprinzip“ erworbener Immobilien), wird dieser auf Basis einer mathematischen Formel ermittelt, unter Berücksichtigung der Inflationsrate der Jahre, die zwischen dem Erwerb und dem Verkauf lagen.

Schließlich ist anzumerken, dass sich im Fall eines negativen Zugewinns keine steuerliche Belastung ergibt, der Verlust aber – im Gegensatz zu den ursprünglichen Bestimmungen – nicht zur Verrechnung mit zukünftigen Verbindlichkeiten aus der Zugewinnsteuer vorgetragen wird. Auf Null beläuft sich außerdem die Zugewinnsteuer auch in dem Fall, in dem der Gewinn aus dem Verkauf der Immobilie unter den 25.000 Euro des Steuerfreibetrags liegt.

(Quelle: Voria.gr)

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