Rezeptbetrug zu Lasten der IKA in Griechenland aufgedeckt

20. März 2014 / Aufrufe: 409

Ein Kassenarzt in Griechenland soll zusammen mit einem Pharmareferenten und vier Apothekern den Versicherungsträger IKA um über 100000 Euro geschädigt haben.

Nach einer von der griechischen Versicherungsanstalt IKA erstatteten Strafanzeige wegen eines Betrugs, der dem Träger einen Schaden von über 100.000 Euro verursacht haben soll, wurde ein Strafverfahren wegen der Fälschung von Rezepten für hochpreisige Medikamente für Versicherte der Kasse eingeleitet, wobei ein Arzt der Kasse die Hauptrolle spielte.

Laut der in der Sache errichteten Anklageschrift fälschten ein Arzt der IKA, ein sogenannter Pharmareferent und vier beteiligte Apotheker auf den Namen ahnungsloser Versicherter ausgestellte Rezepte über sehr teure Medikamente für eine konkrete Erkrankung (an der die angeblichen Patienten jedoch niemals litten), führten die gefälschten Rezepte aus und fügten der Kasse damit einen erheblichen finanziellen Schaden zu.

Gewerblich und gewohnheitsmäßig verübter Betrug

Das in der Sache eingeleitete Strafverfahren bezieht sich auf:

  1. Gemeinschaftlich, gewerblich und gewohnheitsmäßig verübte Fälschung von Dokumenten und deren Verwendung, mit einem 30.000 Euro übersteigenden Vermögensvorteil und entsprechenden Schaden.
  2. Fortgesetzter, gewerblicher und gewohnheitsmäßiger Betrug mit einem 30.000 Euro übersteigenden Vermögensvorteil und entsprechenden Schaden.
  3. Direkte gemeinschaftliche Mittäterschaft bei der unter b) benannten Tat.
  4. Gewerblich und gewohnheitsmäßig verübte Verwendung eines gefälschten Dokuments, mit einem 30.000 Euro übersteigenden Vermögensvorteil und entsprechenden Schaden.

Die Klageschrift wurde zur Durchführung einer Hauptuntersuchung einem Untersuchungsrichter angetragen, der die involvierten Apotheker und den Arzt zur Aussage vorladen wird.

(Quelle: in.gr)

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