Kosten des Schuldendienst Griechenlands bis 2030

15. März 2014 / Aktualisiert: 02. Oktober 2017 / Aufrufe: 851

Die Daten der Public Dept Management Agency legen die jährlichen Aufwendungen für die Bedienung der öffentlichen Verschuldung Griechenlands bis 2013 offen.

Auf eine parlamentarische Anfrage der Abgeordneten der Demokratischen Linken (DIMAR), Maria Giannaki, übermittelte der Träger für die Verwaltung der öffentlichen Verschuldung (ΟΔΔΗΧ bzw. PDMA) eine Auflistung der bis 2030 veranschlagten Tilgungen und Zinsen für die Bedienung der öffentlichen griechischen Verschuldung.

In seinem Schreiben stellt der Träger klar, „die zukünftigen Zinsen, welche das Portefeuille der Verschuldung belasten, das zu einem Anteil von 78% variable Zinssätze umfasst, werden in Zukunft entweder von den einschlägigen variablen Zinssätzen oder den Kosten der Kreditaufnahme der internationalen Träger gestaltet werden, welche die Griechische Republik finanzieren. Aus diesem Grund stellen die angeführten Zinsbeträge Schätzungen dar, die jedoch allgemein akzeptierten Methodologien – wie der Anwendung der Kurven zukünftiger Zinssätze – folgen.

Verteilung der Zahlungen gestaltet das „Finanzierungsloch“

Laut der von dem PDMA übermittelten Aufstellung gestalten sich die geschätzten Aufwendungen für den Schuldendienst Griechenlands bis 2030 folgendermaßen:

Jahr Tilgung (Mrd. €) Zinsen (Mrd. €)
2013 12,890 5,887
2014 24,900 6,026
2015 16,018 5,878
2016 7,075 6,028
2017 7,480 6,405
2018 4,672 6,590
2019 9,949 6,622
2020 7,052 6,360
2021 7,169 10,956
2022 8,873 24,489
2023 11,186 17,551
2024 10,864 13,641
2025 8,795 9,030
2026 8,569 8,642
2027 8,453 8,215
2028 8,060 7,779
2029 7,308 7,290
2030 7,329 6,853

Die DIMAR-Abgeordnete Maria Giannaki, welche die Daten verlangt hatte, betont, dass abgesehen von der Höhe der Verschuldung die Verteilung der Tilgungen gleichermaßen bedeutsam – wenn nicht sogar noch signifikanter – ist, da eine kurzfristig orientierte Verteilung die Notwendigkeit zur umgehenden Erzielung eines hohen volkswirtschaftlichen Überschuss und umgekehrt mit sich bringt. In Kombination mit der Höhe des volkswirtschaftlichen Ergebnisses bestimmt folglich die Verteilung, ob es eine volkswirtschaftliche Lücke gibt und wie groß diese sein wird.

(Quelle: Imerisia.gr)

  1. Ernst
    16. März 2014, 23:17 | #1

    Bis zum Schnürsenkel wird alles mobilisiert, um die Schulden zu begleichen. Und wenn das nicht klappt, schaut die Großmutter in der Mülltonne nach, alles für Europa. Die Folge: Nationalismus und zwar radikal.

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