In Griechenland umgesetzte Austerität ist katastrophal

15. Februar 2014 / Aufrufe: 953

Die OECD gesteht ein, speziell auch in Bezug auf Griechenland falsche Einschätzungen und Prognosen über die Krise und deren Auswirkung angestellt zu haben.

In ihrem Bericht mit dem Titel „Die Prognosen des OECD während und nach der Wirtschaftskrise: Die Obduktion“ spricht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von falschen Berechnungen bezüglich der in Bezug auf die Entwicklung des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) in ihren Mitgliedsländern.

Konkret gesteht die OECD ein, den Grad der Übertragung der Wirtschaftskrise falsch einschätzte zu haben, und merkt an, ihre Einschätzungen bezüglich des Wachstums in der Periode 2008 – 2012 waren nicht richtig.

Prognosen über Verlauf der Wirtschaft und des BIP waren falsch

Parallel führt die Organisation an, dass eine signifikante Rolle dabei das Unvermögen der Führer der Eurozone hatte, der Krise und spezieller in Griechenland in der Periode 2010 – 2011 effizient zu begegnen, welche Tatsache zu falschen Prognosen führte.

Unsere Prognosen schafften es nicht, völlig die vor dem Ausbruch der Krise stattgefundenen gestiegenen Globalisierung zu reflektieren, die eine größere und weitere Übertragung der wirtschaftlichen Schocks zum Ergebnis hatte„, merkt die OECD an und unterstreicht: „Die wiederholte Vertiefung der Schuldenkrise in der Eurozone überraschte uns, wegen der stärker als erwarteten Wechselwirkung zwischen Bankenkrise und volkswirtschaftlicher Krise, welcher Umstand uns zu falschen Prognosen über den Aufschwung in den ersten Jahren der Krise führte.

Zusätzliche revidierte die Organisation die Prognosen über den Verlauf der Wirtschaft im Zeitraum 2007 – 2012 und gab bekannt, dass ihre Prognosen bezüglich des Wachstums im nächsten Jahr um 1,4% über dem realen liegen.

OECD unterschätzte die Auswirkungen der Austerität in Griechenland

Sich auf den Fall Griechenlands beziehend betonte die OECD, dass die Umsetzung der Austerität eine Rolle bei der falschen Prognose des BIP spielte, und fügte an, „die Organisation rechnete nicht damit, dass die volkswirtschaftlichen Multiplikatoren kleiner waren„.

Die Hauptbefunde der Untersuchung der OECD in Details:

  • Der Anstieg des BIP war in dem Zeitraum 2007 – 2012 im Durchschnitt überschätzt worden, wobei nicht nur die Fehler in der Berechnung der Wirtschaftskrise, aber auch Fehler bei der Berechnung des Wachstums reflektiert wurden.
  • Die Falschprognosen waren größer in Ländern, die für externe Entwicklungen offener und folglich Störungen aus anderen Wirtschaften ausgesetzt sind.
  • Die größten Fehler in den Prognosen der Periode 2007 – 2012 sind bei den Ländern ausfindig gemacht worden, die vor der Krise strengere Regelungen auf den Sektoren der Arbeit und Produkte hatten.
  • Der Aufschwung war im Verhältnis zu den Prognosen in den Ländern schwächer, in denen die Banken vor der Krise eine niedrige Kapitaldeckung hatten.
  • Die negative Auswirkung der volkswirtschaftlichen Angleichung auf den Anstieg des BIP (volkswirtschaftliche Multiplikatoren) wird nur in gewissen Jahren und nur festgestellt, wenn Griechenland in das Muster einbezogen wird..
  • Die signifikanteste Fehlerquelle war die mehrfach wiederholte Ansicht, dass die Eurokrise mit dem Verlauf der Zeit abklingen wird und Anleiherenditen sinken werden.

(Quelle: Voria.gr)

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