Griechenland nimmt Krankenhausgebühr zurück

8. Januar 2014 / Aufrufe: 648

Die neue Krankenhausgebühr in Griechenland wurde eine Woche nach ihrer Einführung zurückgenommen und stattdessen eine Sonderabgabe auf Tabakprodukte beschlossen.

Die am 01 Januar 2014 in Kraft getretene Erhebung einer Krankenhausgebühr in Höhe von 25 Euro von den Versicherten des EOPYY wurde mit einem am Dienstagabend (07 Januar 2014) ergangenen Runderlass des Gesundheitsministers Adonis Georgiadis zurückgenommen.

Parallel wurde als gleichwertige Maßnahme die Erhöhung der Preise aller Tabakprodukte um 5 Cent als „Steuer zu Gunsten des Nationalen Gesundheitssystems (ESY)“ beschlossen.

Sonderabgabe auf Tabakprodukte soll 40 Mio. € einbringen

Mit dem ergangenen Runderlass werden die drei vorherigen Erlasse widerrufen, die vorsahen, dass die Patienten für die Einweisung in ein Krankenhaus eine Gebühr in Höhe von 25 Euro zu entrichten hatten. Die Rücknahme dieser neuen Maßnahme wurde am Dienstagnachmittag bei einer Begegnung des Premierministers Antonis Samaras mit dem Regierungsstellvertreter Evangelos Venizelos im „Megaro Maximou“ beschlossen und anschließend telefonisch dem griechischen Gesundheitsminister Adonis Georgiadis und einer Delegation der PASOK-Partei bekannt gegeben, die zur selben Stunde ebenfalls ein Treffen hatten.

Wie Adonis Georgiadis erklärte, wurden zusammen mit dem Finanzminister drei Vorschläge für gleichwertige Maßnahmen untersucht, die dem Fiskus die 40 Millionen Euro einbringen, die im Haushalts als Einnahmen aus der Krankenhausgebühr vorgesehen sind. Man entschied sich schließlich für die Erhebung einer Abgabe in Höhe von 5 Cent auf alle Tabakprodukte, die rechnerisch genau das selbe volkswirtschaftliche Ergebnis hat.

PASOK-Funktionäre sprachen nach der Begegnung mit dem Gesundheitsminister von einer „sehr bedeutenden Entwicklung im Rahmen unseres anfänglichen Beschlusses und des Kampfes, den wir ausgefochten haben„. Die Rücknahme der Krankenhausgebühr wurde auch von der Athener Ärztekammer begrüßt.

Ergänzend sei angemerkt, dass die ebenfalls auf heftige Proteste stoßende neue Rezeptgebühr in Höhe von 1 Euro pro Rezept zu Lasten der Versicherten ab dem 08 Januar 2014 wie vorgesehen erhoben wird.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Bisher keine Kommentare
Kommentare sind geschlossen