2014 wird für Griechenland das Jahr des Aufschwungs sein

1. Januar 2014 / Aufrufe: 1.175

Laut Premierminister Samaras wird in Griechenland 2014 der Aufschwung beginnen und das Land nicht mehr jeden Monat ausländische Kredite benötigen, um zu überleben.

Ein Signal des Optimismus für das neue Jahr sendete am Montagnachmittag (30 Dezember 2013) Premierminister Antonis Samaras und betonte, 2014 werde das Griechenland den ersten großen Sprung tun um aus dem Memorandum heraus zu gelangen. In seiner Neujahrsansprache bedankte der Premierminister sich bei dem griechischen Volk für die von ihm erbrachten Opfer und hob besonders hervor, dass diesen die positiven Ergebnisse zu verdanken seien, welche die Wirtschaft verzeichnet.

2014 werden wir auch den großen Schritt tun, aus dem Memorandum herauszukommen. Jetzt beginnt sich nur einfach schwach das Licht am Ende des Tunnels zu zeigen. Ende 2014 werden alle dieses Licht sehen„, betonte Antonis Samaras charakteristisch und unterstrich an anderer Stelle, dass 2013 das „Jahr Null“ war, seine Regierung dem Niedergang ein Ende gesetzt habe und 2014 das erste Jahr des Aufschwungs sein werde.

Es wurden Fehler gemacht, die wir korrigieren werden

In dem Bestreben, dem Argument Nachdruck zu verleihen, dass bessere Tage kommen werden, merkte der griechische Premierminister an, „das Schwerste haben wir hinter uns gelassen“ und als Land „haben wir das Schlimmste vermieden„, und sagte erneut verbindlich zu, ein Teil des diesjährigen Überschusses werde in den kommenden Monaten an die Gesellschaft zurückfließen, mit Priorität die Schwachen und die am ungerechtesten Behandelten.

Weiter bezog er sich spezieller auf die Erzielung des primären Überschusses und vertrat, Griechenland verlange fortan nicht mehr jeden Monat Kredite aus dem Ausland, um zu überleben, und das Land habe zum ersten Mal seit vielen Jahren das geschafft, was für jeden seriösen Staat selbstverständlich ist: „Allein unsere unmittelbaren Bedürfnisse zu decken. Das ist es, was wir primären Überschuss nennen, von dem niemand erwartete, dass wir ihn (bereits) in diesem Jahr erzielen würden.“ Laut Herrn Samaras war dies auch der erste große Schritt, damit die griechische Wirtschaft auf ihre Füße zu stehen kommt, die Griechen ihr Selbstvertrauen als Volk und ihre Unabhängigkeit als Land wiedererlangen.

Der zweite Schritt war laut dem Premierminister, dass dem Zyklus der Rezession ein Ende gesetzt wurde. In diesem Punkt führte er an, dass nach sechs endlosen, schmerzhaften Jahren das Jahr 2014 mit Aussichten auf einen Aufschwung und Hoffnungen auf ein danach immer schnelleres Wachstum beginnt. Er sprach von der bewundernswerten Reife des griechischen Volkes und betonte, es nähere sich die Stunde, dafür belohnt zu werden, und meinte bezeichnend: „All die letzten Jahre gab es Schmerz. Und es gibt Schmerz. Allem voran die Arbeitslosigkeit, speziell bei unseren jungen Menschen. Es wurden Fehler gemacht, und diese werden wir korrigieren. Es geschah Unrecht. Auch dieses werden wir beheben. Dies ist mein Ringen, meine Aufgabe und meine Verantwortung.

Wir bauen Griechenland auf stabilen Basen auf

Für Herrn Samaras ist der primäre Überschuss das Fundament der Souveränität des Landes von jetzt an und Basis seiner wirtschaftlichen Unabhängigkeit, wobei er sich mit Nachdruck auf die Unternehmung des Gangs Griechenlands auf die Märkte bezog. Parallel vertrat der Premierminister, im neuen Jahr werde die griechische Verschuldung auch offiziell für tragbar erklärt werden, also ohne Notwendigkeit neuer Kredite und ohne neue Memoranden. Er betonte ein weiteres Mal, die griechische Regierung habe ihre Verpflichtungen vollständig erfüllt, und wiederholte, dass auch die Partner von ihrer Seite ihre Verpflichtungen voll erfüllen müssen.

Nachdem Herr Samaras hervorhob, im Vergleich zur Vergangenheit gehe die Regierung unmittelbar gegen die Phänomene der Korruption vor, sprach er auch die nächsten Schritte an und unterstrich, dass 2014 die nächste Welle der großen Reformen beginnen wird, und bezog sich erneut auch auf den Beginn des Verfahrens zur Änderung der Verfassung. Im übrigen hätten in der Ansprache des Premierministers natürlich auch Spitzen gegen die SYRIZA nicht fehlen können, wobei er – wenn auch, ohne namentlich Bezug zu nehmen – anmerkte, es gebe gewisse Kreise, hauptsächlich innerhalb des Landes, die sich sorgen und die Erfolge Griechenlands anzweifeln.

Sie werden jedoch kontinuierlich Lügen gestraft. Und sie werden weiterhin Lügen gestraft werden … . Ich wünsche von meinem ganzen Herzen allen das Beste – auch denen, die immer noch nörgeln. Möge das neue Jahr ihnen Erleuchtung und Mut geben, um die großen Schritte zu sehen und zu respektieren, die Griechenland mittels der Opfer des griechischen Volkes macht„, meinte er und ergänzte: „Wir bauen Griechenland auf stabilen Basen auf, nicht auf leeren Versprechungen, nicht auf spaltendem Populismus, nicht auf Parteiparolen, die das Beste wünschen und immer zum Schlimmsten führen. Für all dies haben wir bezahlt!

Feiger Anschlag auf das Haus des deutschen Botschafters

Sie werden es nicht schaffen„, lautete die Botschaft des Herrn Samaras bezüglich des von ihm als „dreist-feige“ charakterisierten terroristischen Anschlags auf das Haus des deutschen Botschafters in Athen. Laut dem Premierminister werden, solange Griechenland voranschreitet, seine Feinde seinen Kurs zu stoppen versuchen. „Sie versuchen, unser Bild international zu schädigen. Sie versuchen den in zwei Tagen beginnenden griechischen Vorsitz in der EU zu verwunden. Sie werden es jedoch nicht schaffen„, betonte er und fügte an: „Stellen sie sich vor, wie sehr all jene Griechenland hassen müssen, die seine Stabilität zu untergraben versuchen. Bisher haben sie es nicht geschafft. Und sie werden es auch bis zum Schluss nicht schaffen.

(Quelle: To Vima)

  1. Ronald
    1. Januar 2014, 02:26 | #1

    Man muss es ja nicht glauben, aber man darf es Griechenland und den Griechen ja wohl wünschen?
    Xronia polla!

  2. Realist
    1. Januar 2014, 10:28 | #2

    Ja das gilt für die STAATSFINANZEN. Vom Zusammenbruch der Privatwirtschaft ist hier nicht die Rede. Im Grunde hat der Staat doch nur seine Bürger und Bediensteten beraubt, damit die Bilanzen stimmen. Was helfen schöne Bilanzen, wenn die Griechen nichts zu essen haben? Was hilft Solidarität mit Migranten und ein Bekenntnis zur Demokratie, wenn der Kampf um den Fressnapf begonnen hat. Das ist kein Gewäsch. Das ist durchaus wortwörtlich zu nehmen. Ich halte es für ausgesprochen ungeschickt jetzt von „Erfolgen“ zu reden. Das ist doch keine Werbung für die Demokratie!

  3. normalo
    1. Januar 2014, 11:59 | #3

    Der Aufschwung wird so aussehen, neu geschaffene Arbeitsplätze für 300 Euro im Monat. Wenn Griechenland so weiter macht (besser gesagt die gesamte EU) wird Griechenland nicht mal in 1000 Jahren noch einmal an den Wohlstand von 1998 bis 2008 anknüpfen können.

  4. GR-Block
    1. Januar 2014, 22:22 | #4

    Χρόνια Πολλά, liebe Freunde, liebe Feinde. Auf ein streitbares Jahr 2014…
    … und natürlich auf den kommenden Aufschwung. Samaras hat schon recht. Die Einkommen (Lohn, Rente) sind runter, die Unternehmerschaft ficht ihren letzten Kampf vor dem Konkurs. Jetzt ist der griechische Markt weitgehend von den lokalen Kleinunternehmern bereinigt. Ohne Konkurrenz fürchten zu müssen, wird sich jetzt der eine oder andere EU-Konzern, ausgerüstet mit staatlichen Subventionen, in GR zeigen. Ob er nach der Subventionsphase bleibt, ist allerdings mehr als fraglich.
    Keineswegs sind die Staatsfinanzen in Ordnung. Die Verwaltung ist wie zuvor ohne moderne Ausrüstung und notorisch unterbesetzt. Als eine Notmaßnahme wurden Anteile der Staatsbetriebe verhökert, sodass jetzt der Staat „schlanker“ aussieht. Allerdings werden früher oder später die wertvollen Einnahmen der ehemaligen Staatsbetriebe fehlen. Da EU-Konzerne noch keine Arbeitsplätze geschaffen haben, bleiben die Steuereinnahmen weiterhin niedrig. Ob 2013 wirklich der Boden war, wird sich erst 2014 zeigen. Aber bitte nicht mit gefaketen Zahlen. Am Ende der Legislaturperiode werde wir genauer wissen, ob ein Haushaltsplus eingefahren wurde. Vorher ist es nur Zahlenakrobatik, die Schulden von einem Jahr ins nächste verschiebt. Ein sog. „Primärplus“ hat keine ökonomische Bedeutung.
    Herr Samaras hat sein Versprechen eingelöst. Seine Regierung hat geholfen, dass die Privatvermögen der Bevölkerungen Europas für die Sanierung der EU-Misswirtschaft herhalten mussten. Konzerne und Banken wurden beim Schuldendienst freigehalten. Dabei waren sie die eine Hälfte der Verursacher, die Regierungen der EU-Staaten die andere.
    “Wir bauen Griechenland auf stabilen Basen auf…“ Nein, stabil wird dabei nur die EU der Banken und Konzerne sein, denn GR wird auf einem gewaltigen Schuldenberg aufgebaut. Und eins nach dem anderen werden die Partner-Länder GR Gesellschaft leisten. Dann gibt es eine Währungsreform und die EU fängt von vorne an.

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