Strafverfahren gegen Ex-Minister Papantoniou in Griechenland

19. Dezember 2013 / Aktualisiert: 03. Juli 2014 / Aufrufe: 658

Gegen den ehemaligen Minister Giannos Papantoniou in Griechenland und seine Gattin wurden Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung eingeleitet.

Die Staatsanwältin für Korruptionsfälle, Frau Eleni Raikou, schritt zur Einleitung eines Strafverfahrens im Grad eines Verbrechens zu Lasten des ehemaligen PASOK-Ministers Giannos Papantoniou. Das Verfahren bezieht sich auf die Straftat der inkorrekten Vermögensdeklaration 2010 im Grad eines Verbrechens und 2009 im Grad eines Vergehens.

Stavroula Kourakou, Gattin des Giannos Papantoniou, ist mit den Anschuldigungen wegen unmittelbarer Mittäterschaft in den obigen Straftaten konfrontiert, also dem Verbrechen der Nichtabgabe einer Vermögensdeklaration im Jahr 2010 und dem Vergehen der Nichtabgabe einer Vermögensdeklaration im Jahr 2009.

Papantoniou will von Konto seiner Frau nichts gewusst haben

Die Strafverfahren gegen das Ehepaar Papantoniou wurden im Rahmen der Untersuchung bezüglich der Sache wegen des Betrags von 1,3 Mio. Euro eingeleitet, der auf der Lagarde-Liste ausfindig gemacht worden war. Gemäß den Befunden der Lagarde-Liste scheint die Ehefrau des ehemaligen Ministers den Betrag bei der HSBC in Genf angelegt zu haben.

Als Herr Papantoniou in der Eigenschaft des Verdächtigen zur Abgabe von Erklärungen vorgeladen wurde, soll er – anstatt persönlich zu erscheinen – in einer schriftlichen Stellungnahme an die Staatsanwältin angegeben haben, „ich wusste nichts von dem Bankguthaben meiner Frau bei der schweizerischen Bank„, und weiter erklärt haben: „Der Betrag war ohne mein Wissen von meiner Frau angelegt worden, da er sich auf Gelder für ihre Kinder aus ihrer ersten Ehe bezog. Als die Gelder im Jahr 2010 nach Griechenland zurück transferiert wurden, sind sie auch wieder an die Kinder zurückgeflossen.

Spezieller war der ehemalige Minister vorgeladen worden, in der Eigenschaft des Verdächtigen, sich der Abgabe einer ungenauen Immobiliendeklaration schuldig gemacht zu haben, der Staatsanwältin Erklärungen abzugeben. Seine Vorladung bezieht sich auf das Fiskaljahr 2010 (Verbrechen), aber auch auf 2009 (Vergehen).

Es sei in Erinnerung gerufen, dass Giannos Papantoniou auch der Steuerhinterziehung in der Periode 2000 – 2010 beschuldigt wird, nachdem das Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) bei ihm und seiner Ehefrau eine Finanz- und Steuerprüfung durchgeführt hatte. Die Assistenz-Staatsanwältin für Korruptionsfälle, Popi Papandreou, studierte den Prüfbericht und kam zu dem Schluss, zu Lasten des ehemaligen Ministers sei ein Strafverfahren wegen fortgesetzter Steuerhinterziehung im Grad eines Vergehens und wegen der selben Straftat gegen seine Ehefrau Stavroula Kourakou im Grad eines Verbrechens einzuleiten, und zwar wegen des Betrags von 1,333 Mio. Euro, der mittels der sogenannten Lagarde-Liste bei einer schweizerischen Bank ausfindig gemacht worden waren.

(Quelle: CrimeNet.gr)

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