Steuerfahndung in Griechenland nimmt Luxus-Pkw ins Visier

21. Dezember 2013 / Aufrufe: 868

Die Steuerfahnder in Griechenland nehmen Fahrzeuge unter die Lupe, die möglicherweise illegal mit gefälschten oder ausländischen Kennzeichen betrieben werden.

Gut informierte Quellen sprechen von mehr als 4.000 Fällen, in denen Fahrzeughalter in Griechenland an ihren Wagen gefälschte oder bulgarische Kfz-Kennzeichen anbringen, um Steuern und Abgaben zu vermeiden.

Aus diesem Grund wird außerdem erwartet, dass die Kontrolleure des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) in einem Versuch, festzustellen, ob die (vorübergehend) stillgelegten Fahrzeuge, deren Kennzeichen bei den Finanzämtern zurückgegeben wurden, sich an dem von ihren Eigentümern angegebenen Stilllegungsort befinden, in kommender Zeit mit der Durchführung von … Hausbesuchen beginnen werden.

Steuerfahnder stellten rund 80 Fahrzeuge sicher

Anlass für die Untersuchung stellte die in letzter Zeit gemachte Beobachtung dar, dass immer mehr Bürger, die Kfz-Kennzeichen ihrer Fahrzeuge zurückgegeben hatten, das benachbarte Bulgarien besuchten, gegen Zahlung von nur 300 Euro eine fiktive Gesellschaft gründeten und ihr Fahrzeug danach mit bulgarischen Kfz-Kennzeichen ausstatteten – mit dem Ergebnis, dass dem griechischen Fiskus zigtausend Euro entgehen.

Die Mobilisierung der sogenannten „Rambos“ der Spitzentruppe des Finanzministeriums begann vor ungefähr einem Monat, als bei einer in dem Zeitraum 25 – 28 Oktober 2013 durchgeführten gigantischen Aktion Amtsträger der Dienststelle in Zusammenarbeit mit Beamten der Polizei (ELAS) ungefähr 80 Fahrzeuge sicherstellten, um sie zu überprüfen.

Alle sichergestellten und bei dem SDOE „geparkten“ Fahrzeuge hatten einen Motorhubraum von über 2.000 Kubikzentimeter und trugen bulgarische Kennzeichen.

Suche nach Daten

Am 02 Oktober 2013 verlangte das SDOE mit einem an die Zentrale für Datensysteme gerichteten Schreiben, ihre eine Datei mit Angaben und Tabellen zu übermitteln, die sich auf die Einreichung – Rückgabe der Kennzeichen von Fahrzeugen mit einem Hubraum von über 1.928 cm³ während des Zeitraums vom 01 Januar 2012 bis zum 31 Dezember 2012 und die „steuerliche“ Stilllegung dieser Fahrzeuge beziehen.

In dem Schreiben lautete es, „damit die verlangte Datei ausgewertet werden kann, wäre es hilfreich, dass sie im Excel-Format erstellt ist und in entsprechenden Spalten die Präfektur, die zuständige DOY (Code und Beschreibung), die Steuer-ID, den Nachnamen – die Firma des Eigentümers, die Adresse, den Ort der Stilllegung des Fahrzeugs (sofern vorhanden), das Kennzeichen des Fahrzeugs und seinen Hubraum enthält„.

Am 11 November 2013 übermittelte die Direktion für elektronische Regierungsführung der Zentrale für Öffentliche Einnahmen an die zentrale Dienststelle der SDOE eine Datei im Excel-Format mit den einschlägigen Informationen.

Die Kontrolle

Amtsträger der Verfolgungsbehörde betonen, die Überprüfung der Daten der Liste habe bereits begonnen, und merkten an, dass in etlichen Fällen – und zwar dort, wo starke Indizien existieren, dass „etwas nicht stimmt“ – die Prüfer sogar auch Kontrollen vor Ort durchführen werden, um sich mit eigenen Augen von dem Zustand zu überzeugen, in dem sich die stillgelegten Fahrzeuge befinden.

Zusätzlich stehen die „Rambos“ des Finanzministeriums in Kommunikation mit den zuständigen Behörden des Nachbarlands, damit festgestellt wird, ob die im Besitz der bulgarischen „Unternehmer“ befindlichen luxuriösen Fahrzeuge den einzigen tatsächlichen Gegenstand ihrer Gesellschaft darstellen, während auch eine Überprüfung auf Basis der Bestimmungen der Zollgesetzgebung bezüglich des „üblichen Wohnorts“ der Fahrer der in Rede stehenden Fahrzeuge erfolgen wird.

(Quelle: Zougla.gr)

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