Mineralölsteuer-Einnahmen in Griechenland auf Niveau von 2009

28. Dezember 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 738

Trotz enormer Erhöhungen der Mineralöl- und speziell der Heizölsteuer in Griechenland sind die einschlägigen Einnahmen auf das Niveau von 2009 gesunken.

Die Einnahmen aus der Besteuerung von Kraftstoffen bewegen sich in Griechenland trotz der Tatsache, dass die steuerliche Belastung in den letzten drei Jahren steil erhöht worden ist, auf dem Niveau des Jahres 2009.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass zwischenzeitlich die Mehrwertsteuer von 19% auf 23% sowie die Sonderverbrauchssteuer für Heizöl um sogar sage und schreibe 450%, sprich von 60 Euro pro Kiloliter auf 330 Euro pro Kiloliter erhöht worden ist.

Überbesteuerung führte zu rapiden Einnahmeverlusten

Während der 11 Monate Januar – November 2013 sanken die Einnahmen aus der MwSt. auf Mineralölprodukte im Vergleich zu dem entsprechenden Vorjahresraum um 346 Mio. Euro auf 2,04 Mrd. Euro, gegenüber 2,35 Mrd. Euro im Zeitraum Januar – November 2012. Im selben Zeitraum sanken die Einnahmen aus der Sonderverbrauchssteuer auf Mineralölprodukte auf 3,821 Mrd. Euro, gegenüber 4,059 Mrd. Euro im Zeitraum Januar November 2012, und verzeichneten somit einen Rückgang um 238 Mio. Euro. Auf Jahresbasis erreichten die Verluste aus der MwSt. und der Kraftstoff-Sonderverbrauchssteuer insgesamt 584 Mio. Euro.

Diese Entwicklung strafte sogar auch das Institut für Wirtschafts- und Industrieforschung (IOBE) Lügen, das in einer von ihm durchgeführten Branchenuntersuchung erwartete, die Einnahmen aus der Heizöl-Sonderverbrauchssteuer würden 2013 um zusätzliche 23% ansteigen, wenn auch auf der anderen Seite der Rückgang der Einnahmen aus der MwSt.  diesen Anstieg (der Sonderverbrauchssteuer) überwiegen würde.

Es sei angemerkt, dass 2009 die Einnahmen des staatlichen Haushaltsplans aus der MwSt. auf Mineralölprodukte 2,32 Mrd. Euro und die Einnahmen aus der Sonderverbrauchssteuer auf Energieprodukte 3,6 Mrd. Euro betrugen. In den 11 Monaten Januar – November 2011 dagegen betrugen die Einnahmen aus der MwSt. auf Mineralölprodukte 2,582 Mrd. Euro, während die Einnahmen aus der Sonderverbrauchssteuer auf Energieprodukte sich auf 4,337 Mrd. Euro gestaltet hatten.

Laut dem IOBE führt die Anhebung des durchschnittlichen Heizölpreises um 10% zu einem Rückgang der Nachfragemenge um 3,9%, während eine Senkung des verfügbaren Einkommens um 10% zu einem Rückgang der Nachfragemenge um 4,2% führt.

(Quelle: To Vima)

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  1. Panhellene
    28. Dezember 2013, 11:18 | #1

    Die können die Steuern so lange erhöhen, bis sie gar keine mehr bekommen. Solche kurzsichtigen Politiker braucht Griechenland nicht!

  2. Bluebird
    30. Dezember 2013, 20:48 | #2

    Es war abzusehen, dass bei einer solchen Erhoehung der Oelpreise die Leute auf andere Moeglichkeiten zurueckgreifen. Wer nicht unbedingt muss, kauft kein Heizoel mehr. Wer Glueck hat, hat einen Ofen zu Hause und verfeuert alles was brennbar ist. Es werden Baeume gefaellt, egal wie gross oder wie alt, jeder kleine Ast wird aufgesammelt und als Brennholz genutzt. Was denken sich diese bloeden Politiker eigentlich? Dass die Menschen, ausser dass sie sparsam mit Lebensmitteln sein muessen, auch noch in der Kaelte sitzen wollen? Bei den Herrschaften zu Hause ist es garantiert warm.

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