Ex-Verkehrsminister in Griechenland bei Verkehrskontrolle verhaftet

17. Dezember 2013 / Aufrufe: 801

Der ehemalige griechische Verkehrsminister Michalis Liapis wurde bei einer Verkehrskontrolle mit gefälschten Kfz-Kennzeichen erwischt.

Am Dienstagmittag (17 Dezember 2013) wurde von Verkehrspolizisten in Artemida / Attika der Rechtsanwalt und Politiker Michalis Liapis verhaftet, der unter anderem 2004 – 2007 das Amt des Verkehrsministers bekleidete.

Der ehemalige Minister hatte mit dem von ihm gefahrenen VW Touareg ein Stopp-Schild missachtet und war von Beamten der Einheit DIAS angehalten worden. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass das Fahrzeug offiziell als stillgelegt gilt, sprich die Kfz-Kennzeichen beim Finanzamt abgegeben worden sind, und stattdessen mit illegalen Kennzeichen ausgestattet und auch nicht versichert war. Obendrein führte Michalis Liapis keinen Führerschein bei sich.

Der Ex-Minister wurde daraufhin festgenommen, zuerst zum Revier der Verkehrspolizei in Agia Paraskevi gebracht und dann dem zuständigen Staatsanwalt vorgeführt.

(Quelle: ProtoThema.gr, diverse Presseberichte)

  1. Ronald
    17. Dezember 2013, 17:32 | #1

    Ich weiss, alle werden jetzt über die griechischen Politiker und die Upper-Class in GR schimpfen, ich meine aber, dieser Fall ist unter ganz anderen Gesichtspunkten bemerkenswert:
    Als ehemaliger Verkehrsminister weiss Herr Liapis das Risiko d. h. die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden sicherlich einzuschätzen. Dass er erwischt wurde, lässt hoffen (auch für die Disziplin im griechischen Straßenverkehr. Sollten rote Ampeln und Stoppschilder tatsächlich in Zukunft zu mehr dienen als zu Zielscheiben?)
    Weiterhin wird er gemutmaßt haben, dass im unwahrscheinlichen Fall erwischt zu werden die Sache vor Ort mit einem „Fakelaki“ regeln könnte. Dass es auch hier nun anders gekommen ist, lässt auch hoffen…. (es sei denn, es waren zufällig gerade Reporter in der Nähe)

  2. Petros
    17. Dezember 2013, 22:42 | #2

    In unserer Gemeinde und speziell in den Bergen möchte ich nicht wissen, wie viele Autos stillgelegt sind, trotzdem immer noch die Strassen unsicher machen. Auch sind viele Griechen mit deutschen Nummernschildern unterwegs (illegal).

  3. Catalina
    18. Dezember 2013, 01:22 | #3

    Warum macht ein offiziell stillgelegtes Auto, welches trotz Stilllegung gefahren wird, die Strassen unsicher bzw. gefährdet andere? Kommt es nicht immer auf die Fahrweise an? 😉
    Ja klar, kann man darüber lamentieren, dass es Unrecht ist, aber man sollte sich auch immer die Not der Menschen vor Augen halten. Und ein Auto in Griechenland steuer- und versicherungsmäßig zu unterhalten kostet Geld, welches viele, gerade in den abgelegenen Bergregionen, einfach nicht mehr haben. Aber in die Stadt, zum Arzt oder Geschäft, wohlmöglich auch noch zu einer Arbeitsstelle, wo man seinen 500 Euro Hungerlohn verdient, muß man ja trotzdem irgendwie kommen.

    PS: Ich meine jetzt aber ausdrücklich nicht den Herrn Liapis, der mit Sicherheit über die notwendigen Geldmittel für den ordnungsgemäßen Unterhalt eines Autos verfügt! 😉

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