Steuer-Blitz trifft heilige Betrügereien in Griechenland

26. Oktober 2013 / Aufrufe: 683

Nachdem die Steuerfahnder in Griechenland sogar auch Bischöfe zur Beichte baten, scheint die heiligen Betrügereien nun ein erster Blitz erwischt zu haben.

Die für Kreta zuständige Abteilung des Dezernats für Wirtschaftskriminalität (SDOE) verhängte gegen das Kloster „Agiou Georgiou Epanosifi“ wegen Entgegennahme (und Verwendung) von Scheinrechnungen eine drakonische Geldstrafe in Höhe von fast einer halben Million Euro.

Die Kontrolleure des SDOE schlossen vor einigen Tagen die Prüfung der Bücher des in Rede stehenden Klosters ab und verhängten nach Untersuchung auch der von Seite der Klosterverwaltung abgegebenen Erklärungen eine (dem doppelten Betrag der eingereichten Scheinrechnungen entsprechende) Geldstrafe in Höhe von 458.100 Euro, da sie annahmen, dass das Kloster nicht nur – wie in den schriftlichen Stellungsnahmen der Verantwortlichen behauptet – nicht getäuscht wurde, sondern „sich erweist, an der ganzen Sache nicht völlig unbeteiligt (gewesen) zu sein„.

Subventions- und Mehrwertsteuerbetrug

Laut den Informationen von „Cretalive“ stellt der Bericht der Prüfer ein wahres Donnerwetter für die Verantwortlichen des Klosters dar, da festgestellt wird, dass der angebliche Aussteller der Rechnungen als Strohmann fungierte, weil die Überprüfung ergab, dass er während des strittigen Zeitraums, in dem die konkreten Rechnungen ausgestellt wurden, geschäftlich praktisch nicht existierte.

Wie der Bericht anführt, „bestand der Zweck der Ausstellung der Steuerbelege darin, dass diese von dem Koster für den Erhalt einer Subvention (der Investitionsplan bezog sich auf Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1.700.000 Euro) und die Erstattung der Mehrwertsteuer verwendet werden„, was jedoch nach der Prüfung des SDOE blockiert wurde. Die Akte wurde inzwischen an das zuständige Finanzamt (2. DOY Iraklio) geschickt, von dem das Verfahren zur Beitreibung der Geldstrafe eingeleitet werden wird.

(Quelle: CretaLive.gr)

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  1. Andreas
    26. Oktober 2013, 17:41 | #1

    Lol die einzigen heiligen Kuhe die es InGreichenland gibt sind die Gewerkschaften, die diese Staat ausgeplündert haben, aber davon hört man hier nichts in den Medien …

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