Bargeldloser Zahlungsverkehr bei Finanzämtern in Griechenland

15. September 2013 / Aufrufe: 1.667

Einzahlungen bei Finanzämtern in Griechenland werden fortan nur noch in bargeldloser Form per Karte oder Scheck akzeptiert.

Gemäß einem Beschluss der Zentrale für Einnahmen über die Abschaffung von Bareinzahlungen können die Steuerzahler bei den Kassenstellen der griechischen Finanzämter fortan Zahlungen nur noch per Kredit- / Debit-Karte oder Scheck tätigen. Ganz gleich wie gering der Betrag an der Zahlung auch ist, werden bei den Finanzämtern nur noch Schecks und Karten akzeptiert.

Ziel des Finanzstabs ist, durch die Reduzierung des Publikumsverkehrs eine bessere Bedienung der Steuerzahler und den Abbau der Warteschlangen bei den Finanzämtern zu erreichen (… die sich allerdings nun gegebenenfalls vor den Schaltern der Banken und Poststellen bilden werden).

Einzahlungen bei Banken und Poststellen

Bareinzahlungen zur Begleichung von Verbindlichkeiten an den Fiskus können die Bürger somit praktisch nur noch bei Banken und Poststellen (ELTA) tätigen, indem sie den speziellen Code angeben / vorlegen, der auf den Steuererklärungen bzw. Steuer- und Zahlungsbescheiden aufgeführt ist. Sinngemäß ist der jeweilige Code auch bei Zahlungen per Home- / WEB-Banking anzugeben. Die Identifikationsnummer für jede Verbindlichkeit oder Zahlungsregelung kann im übrigen auch per Internet über das Portal der Zentrale für Informationssysteme des Finanzministeriums aufgerufen werden.

Von den Finanzämtern wird der traditionelle „Einzahlungsdurchschlag“ wird für einige Zeit nur noch dann ausgestellt werden, wenn die Entrichtung der Zahlungen bei den Banken oder Poststellen aus technischen Gründen nicht möglich ist. Auch in diesem Fall hat die Einzahlung (beim Finanzamt) jedoch ausschließlich per Scheck, Kreditkarte oder Debit-Karte zu erfolgen.

Einzahlungen bei den Service-Büros

Wenn die Zahlung mit Schecks erfolgt, werden diese gemäß dem Runderlass der Zentrale für Einnahmen von dem Beamten der „Steuerzahler-Servicestelle“ indossiert. Die Zahlungen mit Karten werden (von diesen Stellen) durchgeführt, „sofern die Steuerzahler-Servicestellen über die von den Gemeinden bereitgestellte geeignete technische Ausrüstung verfügen und sofern das Empfänger-Finanzamt in das neue TAXIS-System eingegliedert worden ist und im Datenverarbeitungsverbund mit dem Finanzamt arbeitete, dessen Betrieb eingestellt worden ist„.

Erklärend sei angemerkt, dass die sogenannten „Servicebüros für Steuerzahler“ bei den Gemeindeverwaltungen in Betrieb genommen wurden bzw. werden sollen, an deren Standorten die ehemaligen lokalen Finanzämter im Zug der Verwaltungsreform inzwischen geschlossen worden sind.

(Quelle: Voria.gr)

Relevante Beiträge:

  1. Wildkatze
    18. September 2013, 11:04 | #1

    Ich frage mich, wie 80- oder gar 90-jährige Griechen das tun sollten, die meist weder über Computer noch Internetanschluss verfügen.

  2. Heinz
    18. September 2013, 14:34 | #2

    @Wildkatze
    Nun, bargeldlos hat eigentlich nichts mit Computer oder Internetanschluss zu tun. Hat nur damit zu tun, dass jemand ein Bankkonto hat, mehr nicht.

  3. juls
    18. September 2013, 15:25 | #3

    @Wildkatze
    Wofuer brauchen die denn einen PC? Man geht in die Bank (oder laesst gehen) und zahlt dort seine Verbindlichkeiten gegenueber dem Finanzamt ein oder laesst halt den Betrag von seinem bestehendem Bankkonto abbuchen. Ihre Rente koennen sie doch auch in der Bank abheben (oder lassen abheben). Vorher ist man ins Finanzamt gegangen, musste sich einen Zahlungbeleg fuer die Kasse ausdrucken lassen (warten) und dann ging es an die Kasse (wieder warten).
    Ich habe meinen Betrag bar eingezahlt bei der Ethniki Bank (nur 1 mal warten)! Das kann doch nicht so schwer sein!

  4. Moppel
    18. September 2013, 15:43 | #4

    Es geht nicht nur um die Abwicklung der Zahlungen als solche, sondern auch um die zunehmende Digitalisierung der einschlägigen Verfahren. Etliche Bescheide und Unterlagen sind schon heute nur noch per Internet verfügbar, die Tendenz ist steigend. Insofern sind also die Bedenken berechtigt, da viele Steuerzahler tatsächlich weder mit dem „elektronischen Kram“ vertraut sind noch über das erforderliche Equipment (Rechner, Drucker, Internet-Zugang) verfügen.

Kommentare sind geschlossen