5 Jahre Haft für Rentenbetrug in Griechenland

20. September 2013 / Aufrufe: 644

In Griechenland wurde eine 50-jährige Frau zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, weil sie 11 Jahre lang rechtswidrig die Rente ihres verstorbenen Vaters bezogen haben soll.

Die dreiköpfige Strafkammer des Berufungsgerichts Thessaloniki verurteilte eine 50-jährige Frau, die von dem Versicherungsträger IKA 11 Jahre lang die Rente ihres toten Vaters bezog, zu 5 Jahren Gefängnis. Laut der Anklageschrift beläuft sich der Schaden, den der Versicherungsträger erlitt, auf 65.000 Euro, welchen Betrag die Frau in dem Zeitraum 2000 – 2011 bezogen hatte. Der Fall war von den zuständigen Kontrollbehörden aufgedeckt wurden.

Die 50-jährige Angeklagte erschien nicht persönlich vor Gericht und wurde durch einen bevollmächtigten Rechtsanwalt vertreten, der sich auf die verminderte Schuldfähigkeit seiner Mandantin berief und betonte, sie sei einem rechtlichen Irrtum zum Opfer gefallen.

Die Argumente wurden jedoch von dem Gericht abgewiesen, das die Beklagte unter Berücksichtigung des mildernden Umstands des ehrenhaften vorherigen Lebenswandels zu 5 Jahren Haft verurteilte, wobei es die Aussetzung des Vollzugs bis zur Berufungsverhandlung unter der Bedingung einer Kautionszahlung in Höhe von 3.000 Euro zuließ.

(Quellen: in.gr)

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  1. Stavros
    20. September 2013, 16:50 | #1

    Wenn die Behörden so dumm , faul und blöde sind ,sollten diese AUCH zur Veratwotung gezogen werden! Aber hier betraft man das kleinste Übel; es ist nicht in Ordnung was diese Frau gemacht hat. Es sind sicher grössere Betrüger in Griechenland die sich irgenwo sonnen und darüber lachen können, denn sie haben genug Euros zum schmieren; sorry zum verteilen.

  2. Maximus
    20. September 2013, 23:11 | #2

    Richtig so. Wer so dreist ist, 11 Jahre lang vom verstorbenen Vater noch die Rente zu beziehen, verdient auch nichts anderes und dann noch zu feige, selber vor Gericht zu erscheinen … auch Kleinvieh macht Mist.

  3. Panhellene
    21. September 2013, 10:16 | #3

    Das griechische Verwaltungssystem hat versagt! In Deutschland wäre die Frau schon innerhalb der ersten vier Wochen nach dem Tod ihres Gatten erwischt worden. Man sollte zur Wiedergutmachung des Schadens auch die verantwortlichen Politiker / Staatsbediensteten heranziehen.

  4. Maria P.
    21. September 2013, 12:12 | #4

    An die „grössere“ traut man sich nicht, man würde sich ins eigene Fleisch schneiden…

  5. GR-Block
    22. September 2013, 02:39 | #5

    @Panhellene
    Naja, auch in D kann so etwas mitunter viele Monate dauern, wenn man keine Verdachtsmomente hat. Trotz aller Kontrollen rutschen immer wieder solche Leute durchs Raster und werden erst hinterher zur Kasse gebeten. Da kann es leicht passieren, dass wie bei der letzten Zählung 2013 nur 80 Mio anstatt wie angenommen 82 Mio gezählt werden. Ein Teil davon waren auch Verstorbene, die vergessen hatten sich abzumelden.

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