Onassis-Yacht in Griechenland zu verkaufen

10. Juli 2013 / Aufrufe: 3.360

In Griechenland wird die aus dem Onassis-Nachlass stammende Motor-Yacht Christina zum Verhandlungspreis von 25 Millionen Euro zum Kauf angeboten.

Die superluxuriöse Yacht „Christina“, die in der Vergangenheit dem berühmten griechischen Reeder Aristoteles Onassis gehörte, steht für 25 Millionen Euro zum Verkauf an.

Als Onassis 1975 verstarb, hinterließ er die Yacht seiner Tochter Christina. Jene schenkte das Schiff dem griechischen Staat zur Nutzung als Präsidenten-Yacht. Das Schiff wurde in „Argo“ umbenannt, jedoch schnell aufgegeben und dem Verfall überlassen. 1998 kaufte der griechische Reeder Ioannis Pavlos Papanikolaou (John Paul Papanicolaou), ein Freund der Onassis-Familie, die Yacht. Er stellte den anfänglichen Namen wieder her (genau gesagt fügte er ein O hinzu: „Christina O“) und ließ das Schiff von 1999 bis einschließlich 2001 renovieren, wofür er mehr als 50 Millionen Dollar bezahlte.

Seit 2005 bis heute wird die „Christina O“ zu einem Preis bei 450.000 Euro pro Woche zur Charterung angeboten. Paul Papanikolaou verstarb 2010 in Athen und die Erben bringen das Schiff nun zur Versteigerung, wie die Zeitung To Vima anführt.

Statussymbol des Onassis-Imperiums

Das superluxuriöse Schiff beherbergte berühmte Persönlichkeiten wie John F. Kennedy, Winston Churchill, Frank Sinatra, Marilyn Monroe, Elisabeth Taylor, Richard Barton und John Wayne. 1956 richtete sogar das Prinzenpaar Rainier von Monaco seinen Hochzeitsempfang auf der „Christina“ aus.

Die Yacht verfügt über eine Präsidenten-Suite, 18 Passagierkabinen und viele Innen- und Außenräume, die über eine Wendeltreppe miteinander verbunden sind. Das Hauptachterdeck hat einen Swimmingpool, dessen Boden mit einem Mosaik des Minotaurus verziert ist und der auf Knopfdruck hochgefahren werden kann und eine Tanzfläche bildet. Das Promenadendeck verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz. In der „Mars-Bar“ sind die Hocker mit weichem dünnen Minkwal-Leder bezogen. Zusätzlich verfügt die Yacht über Bibliothek, Sportzentrum, Kinderspielplatz, Schönheitszentrum, Fitnessraum, Whirlpool und Massageraum.

Die „Christina O“ ist 99 Meter lang, 11 Meter breit und hat eine Verdrängung von 2.250 Tonnen. Sie wurde nicht als Freizeitboot gebaut. Dagegen war sie ein … Kriegsschiff. Es handelte sich um eine in Kanada gebaute ausgemusterte Anti-U-Boot-Fregatte, die nach der Beendung des 2. Weltkriegs und der Invasion in der Normandie als Schrott verkauft wurde. Onassis kaufte das Schiff als Schrott zum lächerlichen Preis von 34.000 Dollar, behielt nur den Rumpf bei und investierte den – für die 50er Jahre schwindelerregenden – Betrag von über vier Millionen Dollar und verwandelte es in eine superluxuriöse Yacht.

Das Schiff ist mittels der auf Yachten spezialisierten Agentur Edmiston zum Verkauf ausgelobt worden. Der Inhaber der Agentur, Nicholas Edmiston, erklärte: „Aristoteles Onassis betrachtete das Schiff ‚Cristina O‘ als ein starkes Symbol seines unternehmerischen Imperiums. Es war tatsächlich das letzte Wort in Sachen des Luxus der Epoche und viele Persönlichkeiten fühlten sich davon angezogen, was es nicht nur auf dem Bereich der Annehmlichkeiten, aber auch des Schutzes der Privatsphäre zu bieten hatte.

Nicholas Edmiston glaubt, „derzeit existieren wenigstens 10 Menschen auf der Welt, die sich für den Kauf dieses Schiffs interessieren könnten„.

(Quelle: in.gr)

  1. Götterbote
    10. Juli 2013, 14:42 | #1

    Das interessante in dem Artikel ist mal wieder der Umgang der Regierung mit dem Eigentum. Da bekommen die etwas geschenkt und lassen es verfallen. Selbst wenn es als Präsidentenyacht vielleicht im Unterhalt zu teuer gewesen wäre, wäre die Yacht mit Sicherheit eine Touristenattraktion gewesen. Man kann von Onassis halten was man will, aber der Name hätte viele neugierig werden lassen.

    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich über soviel Dummheit lachen.

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