Korrupter Bürgermeister in Griechenland verhaftet

30. Juli 2013 / Aufrufe: 473

In Griechenland wurde ein stellvertretende Bürgermeister einer Gemeinde in Attika wegen Erpressung und passiver Bestechung festgenommen.

Der stellvertretende Bürgermeister Marios Liakopoulos der Gemeinde Chaidari (Attika) wurde von Polizeibeamten der Direktion für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) unter der Beschuldigung der versuchten Erpressung und der passiven Bestechung verhaftet.

Gemäß den aus der Ermittlung des Dezernats für interne Angelegenheiten hervorgegangenen Fakten erpresste der 45-jährige stellvertretende Bürgermeister Eigentümer von Imbiss-Wagen („Kantina“) des Gebiets und verlangte ernsthafte Beträge, um ihnen den Betrieb ihrer Unternehmen zu gestatten.

Ermittlung brachte weiteren Erpressungsversuch zutage

Die Erforschung der Sache begann nach der Anzeige eines Imbiss-Besitzers, wonach der Vizebürgermeister von ihm erpresserisch 1.000 Euro verlangte und auch 1.000 – 1.200 Euro alle zwei Monate forderte, um ihm die Betriebserlaubnis sicherzustellen bzw. zu verlängern.

Es sei angemerkt, dass der 45-jährige stellvertretende Bürgermeister, der Philologie-Lehrer ist und aus den letzten Kommunalwahlen als Gemeinderat mit den meisten Stimmen hervorging, unter anderem für die finanziellen Themen der Gemeinde verantwortlich war und die Genehmigungen für die Imbiss-Wagen, Ladengeschäfte und sonstige Unternehmen folglich von ihm erteilt wurden.

Wie aus der zuständigen polizeilichen Quelle bekannt wurde, schritten die Polizeibeamten nach der erfolgten Übergabe des verlangten Geldbetrags durch den Imbiss-Besitzer im Büro des stellvertretenden Bürgermeisters ein und verhafteten letzteren. Bei ihm wurden insgesamt 4.000 Euro gefunden, worunter sich auch die vorgemerkten Geldscheine befanden, während die Herkunft des übrigen Geldes untersucht wird.

Während der Dauer der Voruntersuchung ergab sich auch ein zweiter Imbiss-Besitzer, der aussagte, von dem stellvertretenden Bürgermeister in dessen Büro bestellt und auf ähnliche Weise von ihm erpresst worden zu sein, sich jedoch geweigert hatte, darauf einzugehen. „Er verlangte von ihm (dem Imbiss-Besitzer) 5.000 Euro, um ihm die im vergangenen Januar abgelaufene Genehmigung zu erneuern. Er bestellte ihn in sein Büro und verlangte das Geld von ihm. Jener beschimpfte ihn und ging weg. Ab diesem Augenblick schickte er ihm jeden Tag die Gemeindepolizei um ihn dazu zu bringen, der Erpressung nachzugeben.

Der stellvertretende Bürgermeister wurde inzwischen von dem Bürgermeister der Gemeinde Chaidari „bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung der Sache“ von seinen Ämtern suspendiert.

(Quellen: in.gr, Zougla.gr)

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