EU-Mittel gegen Arbeitslosigkeit in Griechenland

3. Juli 2013 / Aktualisiert: 30. September 2017 / Aufrufe: 1.249

Schätzungen zufolge wird Griechenland 2014 – 2014 EU-Mittel in Höhe von etwa 160 – 180 Millionen Euro zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit erhalten.

Von den in Brüssel von dem Europäischen Rat bewilligten Mitteln in Höhe von insgesamt 6 Milliarden Euro zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wird Griechenland in den beiden Jahren 2014 – 2015 voraussichtlich 160 – 180 Millionen Euro zur Stützung der Beschäftigung junger Leute im Alter von unter 29 Jahren erhalten.

Griechische Regierungsquellen ließen verlauten, es sei das erste Mal, dass der Europäische Rat eine dynamische Strategie zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit plane, betonten jedoch auch, dass derartige Maßnahmen keine substantielle Lösung des Problems darstellen. Ergänzend sei angemerkt, dass Italien – auf den selben Zeitraum bezogen – mit Hilfsmitteln in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro rechnet.

EU-Rat beschließt Verwendung nicht abgerufener Mittel

Konkret entschied der Europäische Rat, die verbliebenen bzw. nicht in Anspruch genommenen Mittel der Strukturfonds der Jahre 2014 – 2017 für spezielle Aktionen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu verwenden. Ebenfalls wurde die Beschleunigung und kurzfristig ausgerichtete Freigabe der 6 Mrd. Euro für das „Beschäftigungsprogramm für junge Leute“ mit dem Ziel beschlossen, dass seine Realisierung ab Januar 2014 beginnt.

Wie griechische Regierungsquellen anführen, bezieht sich das Programm zur Beschäftigung junger Leute hauptsächlich auf die europäischen Peripherien, in denen die Quoten der Jugendarbeitslosigkeit über 25% liegen. Laut den selben Quellen werden daher alle Bezirke Griechenlands darunter fallen, und parallel veranschlagen sie, dass Griechenland in den beiden Jahren 2014 – 2015 etwa 160 – 180 Millionen Euro erhalten wird. Wie betont wird, könnte diese Betrag höher ausfallen, wenn eine von Griechenland geforderte gestaffelte Finanzierung (sprich analog zu den Arbeitslosigkeitsquoten) gelten würde.

Es sei in Erinnerung gerufen, dass mit dem vorherige Programm zur Stützung der Beschäftigung junger Leute in Griechenland ein Betrag in der Größenordnung von 155 Mio. Euro bereitgestellt und ungefähr 45.000 jungen Leuten im Alter von bis zu 29 Jahren eine Beschäftigung geboten worden war.

Laut der Nationalen Statistikbehörde (ELSTAT) wurden im ersten Quartal 2013 in Griechenland ungefähr 410.000 arbeitslose junge Leute verzeichnet.

Förderprogramme stellen keine endgültige Lösung dar

Regierungsquellen erkennen allerdings an, dass die Beschlüsse des Europäischen Rats zur Stimulierung der Beschäftigung zwar eine vorläufige Linderung darstellen, dem Problem der Arbeitslosigkeit jedoch nicht substantiell begegnen. „Der Arbeitslosigkeit kann nur mit der Zunahme der Investitionen und der Schaffung realer Arbeitsplätze begegnet werden„, lautet es charakteristisch.

Aus diesem Grund vereinbarten die europäischen Führer die Stimulierung der Liquidität der Wirtschaft, die Rolle der Europäischen Investitionsbank (EIB) stärkend und speziell beschließend, den Gesamtbetrag der 10 Milliarden Euro aus der Erhöhung des Kapitals der EIB zur Stützung des Kreditflusses in die Wirtschaft zu verwenden.

Der Europäische Rat ruft in diesem Sinn die EIB auf, ihr Programm zur Erhöhung ihrer Finanzierungsaktivitäten in der EU für den Zeitraum 2013 – 3015 um wenigstens 40% aufzustocken. „Zu diesem Zweck hat die EIB bereits neue Finanzierungsmöglichkeiten mit einem Volumen von über 150 Mrd. Euro gefunden, die eine Reihe kritischer Prioritäten wie Innovation und Qualifizierungen, Zugang der Medien zur Finanzierung, Effizienz der Ressourcen und strategische Infrastrukturen abdecken.

(Quelle: Imerisia.gr)

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  1. windjob
    3. Juli 2013, 08:57 | #1

    Die Frage ist natürlich, wieviel davon wirklich bei den arbeitslosen Jugendlichen ankommt. Ich mache mir da wenig Hoffnung.

  2. Senior
    3. Juli 2013, 09:20 | #2

    Es ist zu bezweifeln, ob diese EU-Hilfen voll den jungen Arbeitslosen zugute kommen…

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