Ängste ausländischer Investoren in Griechenland

13. Juli 2013 / Aufrufe: 775

Bürokratie, Korruption und Rechtsunsicherheit halten potentielle ausländische Investoren von Investitionen in Griechenland ab.

Die heikelsten Themen, welche die Ausländer beschäftigen, die eine Investition in Griechenland in Erwägung ziehen, sind drei. Der … Empfang, den Griechenland den Investoren bereitet, das sogenannte „politische“ Geld, das sie eventuell zu zahlen haben werden, und die vielen Jahre, die wahrscheinlich nötig sein werden, bis ihr Business-Plan genehmigt wird.

Vorstehendes wurde in der Diskussion angeführt, die am 08 Juli 2013 in Thessaloniki im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung „Investitionsgelegenheiten & Handel in Griechenland“ begann und an der viele griechische Politiker und Unternehmer der griechischen „Diaspora“ – hauptsächlich aus Australien, Kanada und USA – teilnehmen.

Auch ausländische Regierungen und Unternehmen tragen Verantwortung

Die griechisch-amerikanische Unternehmerin Elena Panariti, die drei Jahre lang Abgeordnete ohne Wahlkreis der PASOK-Partei war, meinte indirekt, jedoch unmissverständlich, auch die Regierungen der Staaten, in denen die multinationalen Unternehmen ihre Basis haben, tragen Verantwortung dafür, wie die Unternehmenskonzerne agieren. Weiter fügte sie an, die im Ausland – im Vorliegenden in Griechenland – investierenden Firmen seien nicht nur gegenüber ihren Aktionären, aber auch dafür verantwortlich, wie sie eine ethische Unternehmenspolitik praktizieren. Die Bezugnahme wurde auch auf das bekannte heiße Thema mit Siemens ausgeweitet, die – wie Frau Panariti erklärte – „Schmiergelder zahlte und diese als Werbungskosten verbuchte„.

Der Part der Anziehung ausländischer Investoren hat auch Peter Katsampanis beschäftigt, der Abgeordneter griechischer Abstammung in Westaustralien ist. Aus der Region, die über eine bedeutende Metallindustrie und Technologie sowie auch einen dynamischen Zweig bei den Kohlenwasserstoffen verfügt, gibt es Interesse an Griechenland, aber auch Zweifel über Faktoren, die mit unberechenbaren und unvorhersehbaren Vorgängen, die sich beispielsweise auf die Besteuerung beziehen können, das sogenannte „Sovereign Risk“ erhöhen können. Das Positive ist natürlich, dass Griechenland als EU-Land einem Staatenverband mit einem stabilen Rahmen angehört, was die Ängste der Unternehmen beschwichtigen sollte.

Für Dimitris Giannaros, ehemaliger Wirtschaftsprofessor in Boston und ehemaliger Abgeordneter der Republikaner, sind die Themen, die all jene Ausländer beschäftigen, die in Griechenland investieren wollen, zwei: die Korruption und das sogenannte „politische Geld“ und die lange Zeit, die erforderlich ist, bis eine Investition genehmigt wird und voranschreitet.

Ausländische Investoren sollen sich wie im eigenen Land benehmen

Manolis Vlachogiannis, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Thessaloniki, bezog sich von seiner Seite auf die Eldorao Gold und betonte, ihr Betrieb basiere auf einer Studie, die ein unabhängiger Träger ausarbeitete, während der bei dem Obersten Verwaltungsgerichtshof (StE) von Anwohnern eingereichte Einspruch abgewiesen wurde. Er fügte jedoch an, der konkrete Fall stelle ein Beispiel aller Misserfolge der griechischen Realität dar. Konkreter: Die Reaktionen von Seite der Bürger erfolgen manchmal als Vorwand. Die Firma von ihrer Seite war sich – wie er vertrat – nicht der Sensibilität der Leute hinsichtlich des Themas bewusst, während die Regierung nicht erklärte, was genau in der Region geschehen wird, und nicht die Größe des geschaffenen Problems wahrnahm.

Dies kommentierend erklärte der Bundesabgeordnete der Liberalen in Kanada, Jim Karygiannis, der das konkrete Gebiet auf Chalkidiki besuchte, er habe „einen kahl rasierten Berg und Stacheldrahtzäune“ vorgefunden, und forderte die nach Griechenland kommenden Investoren auf, so zu agieren, wie sie es auch in ihrem eigenen Land tun.

(Quelle: Voria.gr)

  1. serigor
    13. Juli 2013, 11:16 | #1

    Es steht ausser Frage, dass jeder der in Griechenland investiert allen dessen bewusst ist. Deswegen investiert auch in Gr nicht. Man muss wissen, dass es ausser dem Fakelaki und Bürokratie bis zum geht nicht mehr, die griechische Bevölkerung INDUSTRIE feindlich ist. Warum sollte aus der Sicht der Bevölkerung anders sein, wenn die EU alles bezahlt.
    Zum Vertändnis: ich spreche aus Erfahrung, ich war 16 Höllenjahre dort als Unternehmer tätig. Wir sind froh, dass wir daraus sind, mit Verlusten, ist es aber besser so.

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