Ausbildung in Deutschland für Arbeitslose aus Griechenland

28. Juni 2013 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 5.461

Das Programm Mobipro-EU bietet jungen Arbeitslosen aus Griechenland die Möglichkeit, in Deutschland eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf zu absolvieren.

Arbeitslose Griechen im Alter von 18 – 35 Jahren haben die Möglichkeit, in Deutschland mit Bezuschussung durch den deutschen Staat in einem der 350 anerkannten Ausbildungsberufe ausgebildet zu werden.

In Deutschland werden in diesem Jahr 33.000 Berufsausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Die Gründe sind hauptsächlich zwei: das ständige Problem des Geburtenrückgangs und die Tatsache, dass ein Teil der jungen Leute nicht die Voraussetzungen erfüllt, entweder weil sie nicht die Schule abgeschlossen haben oder weil ihr Schulabschluss alles andere als gut ist. Als Industrieland mit Hochtechnologie benötigt Deutschland jedoch sehr gut ausgebildete Arbeitskräfte.

Dies ist der eine Hauptgrund für die Einführung des Programms Mobipro-EU seit Anfang des Jahres, das sich an junge Leute ab 18 bis 35 Jahren aus Ländern der EU richtet. Der zweite Grund ist das Ziel der Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit hauptsächlich in den Ländern des Südens. Das Programm wird bis Ende 2016 dauern und von dem Arbeitsministerium mit 139 Mio. Euro subventioniert werden.

Deutschland versichert, keine qualifizierten Fachkräfte abwerben zu wollen

Wie die deutsche Regierung in Beantwortung einer neulich gestellten parlamentarischen Anfrage klarstellt, liegt das Ziel dieses Programms nicht darin, qualifizierte Arbeitskräfte aus anderen EU-Ländern „abzuwerben“. Voraussetzung für die Aufnahme in dieses Programm ist aus diesem Grund, im Heimatland als arbeitslos gemeldet zu sein.

Ein zweites Kriterium für die Zulassung ist, dass in dem Beruf, in dem man in Deutschland ausgebildet zu werden wünscht, ein Mangel an Auszubildenden verzeichnet werden muss. Auf diese Weise wird die Eventualität vermieden, dass junge Ausländer an einem Ausbildungsplatz interessierte Einheimische „verdrängen“. Weil die Bedürfnisse von Region zu Region variieren, können junge Ausländer jedoch praktisch in dem Beruf ausgebildet werden, der sie interessiert.

Voraussetzungen für die Aufnahme in das Förderprogramm

Die Interessenten aus Griechenland müssen wenigstens 18 Jahre alt sein und mindestens einen Realschulabschluss haben. Das Höchstalter beträgt 35 Jahre und für einige Berufe wie beispielsweise auf dem Gesundheitssektor 40 Jahre. Diese (Grund-) Voraussetzung genügen, erklärt Sofia Tornikidou von der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) in Nürnberg, die zu der Bundesanstalt für Arbeit gehört und für die Realisierung dieses Programms zuständig ist. Eine erste Kontaktaufnahme der Interessenten erfolgt mittels Internet und der Präsenz www.thejobofmylife.de.

Auf der Website thejobofmylife.de wird die E-Mailadresse benannt, an die man sich wenden kann. Mit einer Mail kann man uns z. B. schreiben, ich bin Kostas aus Kavala und interessiere mich für eine duale Berufsausbildung in Deutschland. Wir werden einen Lebenslauf und eine Photokopie des Schulabschlusses verlangen. Es wäre natürlich gut, Deutsch zu sprechen, über gewisse Kenntnisse zu verfügen. Ist dies nicht der Fall, gewähren wir mit Hilfe des Programms finanzielle Unterstützung, damit Unterricht genommen werden kann„, erklärt Sofia Tornikidou.

Zuschüsse und Beihilfen

Obige Beihilfe bezieht sich auf 170 Unterrichtsstunden zur Erlernung der deutschen Sprache bereits in Griechenland. Der nächste Schritt folgt, wenn die junge Frau oder der junge Mann nach Deutschland kommt. Jedoch nicht um sofort die Ausbildung zu beginnen, sondern um das Unternehmen kennenzulernen, in dem der Antritt der Berufsausbildung beabsichtigt ist. Wie Sofia Tornikidou betont, „wird bei diesem Arbeitgeber ein Praktikum begonnen, bei Fortsetzung des Besuchs des Deutschunterrichts. Während des Zeitraums des Praktikums hat der junge Mensch die Möglichkeit, zu sehen ob die Dinge hinsichtlich des Berufs und des Arbeitgebers den gehegten Vorstellungen entsprechen. Verläuft alles gut, unterschreibt er mit der Firma den Vertrag und beginnt die Ausbildung.

Die Ausbildung beginnt analog zu der Region entweder im August oder im September. Das Leben in Deutschland hat natürlich gewisse Kosten und die Vergütung des Auszubildenden während der – im Durchschnitt – drei Jahre, welche die Ausbildung dauert, reicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten nicht aus. In dem Programm „Mobipro-EU“ werden diese auf 818 Euro pro Monat veranschlagt. Was geschieht jedoch, wenn die Vergütung z. B. 450 Euro beträgt? „Mit der Unterstützung durch dieses Programm wird der Lohn des Auszubildenden aufgestockt, und so erreichen wir 818 Euro im Monat. Natürlich haben wir auch Arbeitgeber, die sich des Problems bewusst geworden sind und helfen, indem sie eine Unterkunft, eine Wohnung bieten„, erklärt Sofia Tornikidou. Abgesehen davon sind in dem Programm eine Reihe anderer Beihilfen vorgesehen, wie Übersetzungs-, Reise-, Umzugskosten (detaillierte Informationen bietet die Website www.thejobofmylife.de).

Auf Basis der Informationen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) ist die Website thejobofmylife.de bis heute 170.000 Mal aufgerufen worden. Während die Besuche aus Italien und Spanien jeweils 50.000 übersteigen, wurde die Website aus Griechenland gerade einmal 3.400 Mal aufgerufen. Die Erklärung für das niedrige Besucheraufkommen aus Griechenland ist nicht nur, dass das Programm erst neulich in Kraft trat. Eine signifikante Rolle spielt auch die Tatsache, dass die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Arbeitsbehörden in Italien und Spanien perfekt ist, während mit der griechischen Arbeitsbehörde (OAED) etwas Entsprechendes noch nicht erreicht worden ist.

(Quelle: Ethnos)

  1. Catalina
    28. Juni 2013, 01:11 | #1

    Ausbildung in Deutschland für arbeitslose Südländer – wie nobel und großherzig doch!
    Gibt es hinterher dann auch eine Arbeitsplatzgarantie im Heimatland? Ach so, geht nicht, weil es die Heimat dann nach drei Jahren gar nicht mehr gibt … sondern nur noch das deutsche Mittelmeerdepartment Hellas No. 2. Aber dafür gibt’s dann bestimmt ein Existenzgründerdarlehen, damit man aus den hinterlassenen Ruinen eine wettbewerbsfähige Fischfabrik, eine moderne Bekleidungsfirma etc. aufbauen kann. Und weil die Großherzigkeit weitergeht, werden einem für die ersten 12 Monate die Sklaven- sorry, die Leiharbeiter auch gratis überlassen. Das erhöht die Erfolgsaussichten der neugegründeten Firma. Halleluja!

  2. evemar
    28. Juni 2013, 06:53 | #2

    So so nach Deutschland Ausbildung machen. Als wir noch in Deutschland lebten und mein Kind hatte einen sehr guten Abschluss war es nichts mit Ausbildung sondern nur mit Maßnahmen seitens des Jobcenters. Von anderen die ich aus Deutschland noch kenne geht es nicht anders, dass sie einen sehr guten Abluss haben und wenn überhaupt nur etwas als Reinigungskraft, Verkäuferin oder Pflegekraft bekommen könnte. Wenn schon Geld investieren dann vielleicht darin dass Firmen hier eröffnen und die jungen Leute in ihrer Heimat einen Arbeitsplatz bekommen könnten. Aber Deutschland ist ja sooo Großherzig das ich schon Lachen muss so traurig wie die Sache auch ist.

  3. windjob
    28. Juni 2013, 07:01 | #3

    Catalina
    Ich finde es gut wenn Jugendliche ein Chance bekommen. Mit einer vernünftigen Ausbildung haben sie dann mit Sicherheit bessere Chance an eine Arbeit zu gelangen. Auf jeden Fall ist es besser als zuhause rumzugammeln. Ausserdem kotzt mich diese ständige negative Einstellung gegenüber Deutschland langsam an.

  4. Maria P.
    28. Juni 2013, 08:17 | #4

    Nein, im Heimatland gibt’s kein Arbeit aber, in Deutschland! Vollen Job für 400€ monatlich und das „Recht“, beim Jobcenter zu betteln! Während sie betteln, haben die gennante „Arbeitgeber“ das RECHT, unsere Steuergelder zu kassieren und die Milliarden in Steuerparadiese zu verstecken!

  5. Germanos
    28. Juni 2013, 09:38 | #5

    @Catalina
    Warten Sie erst mal ab, wie sich die an sich gute Sache entwickelt. Sollte das Vorhaben mißlingen, können Sie immer noch genügend meckern. Ich hoffe jedoch, daß Sie sich getäuscht haben.

  6. Bernd Lauert
    28. Juni 2013, 09:44 | #6

    Das ist meines Erachtens der völlig falsche Ansatz. Es stimmt zwar, das 33.000 Stellen unbesetzt sind, allerdings kommen darauf fast 300.000 Jugendliche, die händeringend nach einer Ausbildung suchen. Dazu kommt nochmal ein Gutteil an jungen Erwachsenen, die aus der Statistik komplett herausfallen, weil man diese in irgendwelchen sinnlosen Maßnahmen der Arge parkt.

    Versteh mich nicht falsch: Mir ist sehr wohl bewusst, dass die Lage in den Südländern desaströs ist, aber hier machen es sich Unternehmen zu einfach. Statt Zeit und Geld in die Ausbildung von Jugendlichen vor Ort zu investieren, wird bei euch und anderen Ländern mit hoher Arbeitslosigkeit der Rahm abgeschöpft. Die Verlierer sind große Teile der deutschen Jugendlichen, die fortan mit dem Rest der EU um die eigenen Ausbildungsplätze konkurrieren müssen und es sind die Länder, aus denen die Jobsuchenden nach Deutschland kommen, weil dort in Zukunft die entsprechenden Leute fehlen werden.

  7. MI-Cha
    28. Juni 2013, 09:48 | #7

    komisch, hier schreiben deutsche jungendliche mehr als 300 bewerbungen, für alles, fleischer, maurer, und … und … und um dann weiterhin ohne perspektiven zu sein. firmen bieten ausbildungsplätze an, ohne das es sie überhaupt gibt …
    bitte die nächste medienente

  8. Böse
    28. Juni 2013, 10:19 | #8

    Wir Deutsche zahlen über unsere Steuer die Chance für eine Ausbildung und dann muss man dieses Statement von Catalina lesen.

  9. Deutscher
    28. Juni 2013, 10:19 | #9

    Deutschland braucht gute und vor allem billige Arbeitnehmer. Da bietet sich die Krise geradezu an. Natürlich werden diese ausgebildeten Griechen hierbleiben und dann für 4-5 Euro in der Stunde in einer Zeitarbeitsfirma arbeiten. Der billige Jakob braucht billige Arbeiter. Und nachdem Deutschland heute mit China konkurrieren muss, ist Billig Voraussetzung. Deutsche können sich ja keine Kinder mehr leisten. Also müssen nun die Griechen ran und den Karren ziehen. Das ist der Kapitalismus wie ihn das Kapital wünscht. Wer knechtet, ist egal. Hauptsache es wird geknechtet.

  10. Sweet Misery I Forsee
    28. Juni 2013, 10:31 | #10

    Zu erst schmeißt man wild alle möglichen Länder zusammen in einen Topf und nennt das Union. Dann folgen eine Flagge, eine Armee, eine Hymne und eine nicht demokratisch gewählte Zentralregierung. Dieses Prestigeprojekt wird mit allen Mitteln und allen logischen und vernünftigen Argumenten zum Trotz mit aller Gewalt aufrecht erhalten. Die einstigen Nationalstaaten gehen in einer Blauen Suppe auf, wobei alle Farben und Facetten kräftig gemischt werden, sodass des Pudels Kern als rot oder braun klassifizierbar ist. Am Ende kommt es nicht darauf an ob rot oder braun, sondern es ist entscheidend wie der Koch seine Macht auf totalitärie Art und Weise aufübt. Dem Gebräu werden dann Schritt für Schritt alle Nährstoffe entzogen. Angefangen bei Klimawandeln, Agrar- und Mobilitätsbeschränkungen, Lebensmittel- und Medikamentenverordnungen über Steuerlasten, Gesetze, Richtlinien und Regulierungen und natürlich Überwachung im Kampf gegen den Terror. Neben schwarzen Listen wird es wieder Arbeitslager, Arbeitszwang, Umerziehungslager und Genozide geben. Die Medien werden durch die Kollaboration aus Wirtschaft und Politik auf systemtreue Linie gebracht, wobei die staatliche Kindesbetreuung und schulische Zwangsbildung die nächste systemkonforme Generationen erzieht. Logik, Kritik, sowie selbstständiges Denken und Handel ist nicht erwünscht. Den Bedürfnissen des Einzelnen wird mit Planwirtschaft nachgekommen, schließlich ging es doch den Menschen unter Mao, Stalin, Lenin, Hitler, Honicker, Mussolini und Anderen ganz gut, oder nicht? Die Freiheit des einzelnen hat sich natürlich dem Kollektiv unterzuordnen und wer nicht mit ist, ist gegen, nicht wahr?

    Willkomen in unserer schönen Neuen WeltOrdnung!

  11. Ottfried Storz
    28. Juni 2013, 11:12 | #11

    Wir sind im 21. Jahrhundert und dem Zeitalter der Globalisierung. Da gibt es keine „Arbeitsplatzgarantie“ mehr. An der nicht vorhandenen internationalen Wettbewerbsfähigkeit vieler griechischer Betriebe kann Deutschland nichts, wie auch nicht für die bereits vor der Krise mit 25-30 Prozent extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit. Die Gründe dafür liegen in Griechenland.

    Es ist sehr bedauerlich, das hier ausschließlich aussschließlich Zynismus, Sarkasmus und Verschwörungstheorien Platz finden, nicht jedoch eine Aufarbeitung, wieso Griechenland traditionell extrem hohe Jungarbeitslosigkeit hatte und was man dagegen machen kann.

  12. Chris
    28. Juni 2013, 11:52 | #12

    Bei uns arbeiten gelernte Kräfte für EUR 3,67 pro Stunde. 25 % der ausländischen Jugendlichen sind bereits arbeitslos. Die wahre Arbeitslosenquote liegt bei über 12 % und wird steigen, wenn die Alleinverdienergehälter nicht mehr ausreichen bzw. die Renten.

  13. Andrea Norath
    28. Juni 2013, 12:05 | #13

    Das Problem in den Südländern ist beileibe nicht, dass Jugendliche keine Aubildung hätten, im Gegegnteil ein hoher Prozentsatz hat einen Uniabschluss und findet keine Arbeit mehr in der zusammengebrochenen Wirtschaft. Die Maßnahme ist lediglich eine gutmenschliche Aktion, auf Kosten der dt. Steuerzahler, um eine Zeit lang die Situation etwas zu kaschieren. Der Euro muss jetzt aufgelöst, die jeweiligen nat. Währungen abgewertet u. die Konjunktur so wiederblebt werden.

  14. Kostantinos
    28. Juni 2013, 13:16 | #14

    Ohne gestellte Unterkunft für den Praktikanten/Auszubildenden funktioniert das Ganze gar nicht. Wohnung, Einrichtung etc. sind gar nicht finanzierbar und Verdienstbescheidung kann der Suchende auch nicht vorweisen, ein Vermieter ist über 818 Euro Einkommen sicherlich nicht begeistert.
    Auch muss der Auszubildende erst mal alles vor finanzieren und wartet dann auf die Erstgattungspauschalen vom Amt.

    Es werden also Leute mit guten Deutschkenntnissen gesucht, einem guten Schulabschluss und mit genügend Eigenkapital für die Vorfinanzierungen. Das Deutschland Auszubildende aus dem Ausland sucht, weil hier zu wenige sind, empfinde ich als einen Witz. Hier gibt es genügend junge Menschen die sich bewerben und die überhöhten Anforderungen nicht erfüllen. Es gibt auch genügend gut ausgebildete Menschen, die keinen Job finden, weil Zeitarbeitsfirmen für die Arbeitgeber praktischer sind. Und es gibt unzählige Ausgebildete die nicht übernommen werden können. Und es gibt sehr viele Arbeitslose die durchaus qualifiziert sind.

    Ich erlaube mir mal eine ironische Wiedergabe Programms Mobipro-EU:
    Wir suchen Auszubildende aus dem Ausland, weil uns Geburten bedingt und durch die Alterung der Bevölkerung, bald die Steuerzahler ausgehen werden. Wenn Sie gut Deutsch können, Eigenkapital besitzen und Reise freudig sind, bieten wir Ihnen in Deutschland eine rosige Zukunft. Mit 818 Euro Einkommen werden wir sie ausbilden und nach der Ausbildung stehen Ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Sie reisen zurück in Ihr Heimatland, wo sie sowieso keine Arbeit finden werden. Sie bleiben hier und werden von Ihrem Arbeitgeber übernommen, was fast schon mit einem Lotteriegewinn zu vergleichen ist. Oder sie haben die Möglichkeit über die Zeitarbeitsschiene zum Sklavenlohn für unser Land tätig zu werden. Im Falle eines H4 Bezuges, garantieren wir Ihnen einen Stundenlohn von einem Euro.
    Na wenn das mal kein Anreiz ist …

  15. almir
    28. Juni 2013, 15:51 | #15

    @Kostantinos
    Aus Ihren Äußerungen spricht der Neid. Im übrigen wird in Deutschland für die Griechischen Mitbürger sehr gut gesorgt. Der Deutsche Stadt hilft den Menschen in allen Belangen. Deutschkurse werden kostenlos angeboten (gibt es das auch in Griechenland?). Es muss sicher kein Grieche dieses Angebot annehmen, die Spanier und Portogiesen freuen sich über jede freie Stelle in Deutschland.

  16. Catalina
    28. Juni 2013, 19:25 | #16

    @Germanos + Böse:

    Es sind nicht die Ausbildungsplätze, die uns in Griechenland besonders fehlen. Die meisten unserer Jugendlichen haben eine Ausbildung und zwar sogar eine Uni-Ausbildung. Was uns fehlt sind Arbeitsplätze im Land! Insofern zieht sich Deutschland mit seiner „großherzigen“ Offensive nur die Klientel für seine eigenen Bedürfnisse (allem voran vermutlich der chronisch unterbesetzte Pflegebereich) heran.

  17. Ronald
    28. Juni 2013, 21:22 | #17

    Wo liegt eigentlich das Problem? Es ist ein Angebot, in einem anderen Land eine Ausbildung zu machen. Dies wäre im Zuge der Freizügigkeit auch ohne solche Programme möglich. Dass seitens der Bundesrepublik eine Aufstockung der Ausbildungsvergütung und Deutschkurse angeboten werden, unterscheidet die Maßnahme von der „gewöhnlichen“ Freizügigkeit.

    Es ist bekannt, dass in Griechenland eine Jugendarbeitslosigkeit von über 50 % herrscht. Was ist für einen Griechen die Alternative? Wird er von seinem Ausbildungsbetrieb nach der Ausbildung zu einem vollen Gehalt übernommen? Sicherlich nicht, er wird durch einen neuen – und billigeren – Auszubildenden ersetzt werden (wenn der Ausbildungsbetrieb noch existiert).

    Es ist fern jeder Lebensrealität anzunehmen, dass ein Jugendlicher, der in Deutschland eine Ausbildung absolviert nach der Ausbildung zu schlechteren Konditionen übernommen wird als ein Deutscher Azubi. Wer so etwas glaubt kennt einfach nicht den Druck der Unternehmen noch Nachwuchs zu rekrtutieren. Unser Unternehmen sucht selbst Azubis und wir würden jeden Azubi nach bestandener Ausbildung zu den gleichen Konditionen übernehmen wie jeden deutschen Kollegen.

  18. windjob
    28. Juni 2013, 22:36 | #18

    Wenn ich all die Kommentare lese frage ich mich, wie realitätsfremd einige Leute heute noch sind. Wacht auf, wir leben im 21. Jahrhundert und in der Globalisierung. Sicher ist dies nicht immer einfach, aber den Kopf unter die Decke zu stecken und Realität zu verdrängen hilft nicht. Ich bin 63 Jahre und muss auch damit leben.

  19. Laura
    29. Juni 2013, 00:27 | #19

    Wieder so ein Quatsch …

    1. Irgendwelche Jugendliche aus ihrer heimat zu entreißen und in ein fremdes Land (über Geld) zu locken, gleicht einer freiwilligen Zwangsdeportation und Entwurzelung aus dem angestammten Volk; das Resultat sehen wir doch bereits wunderbar: Hochaggressive Ausländer-Kinder, die Deutsche tottreten.

    2. Haben wir genug arbeitslose Deutsche

    3. Will man nur Billiglohnsklaven; und jeder, der meint, „JAHHH, noch mehr Ausländer, die hier arbeiten „können“, ist abgrundtief rassistisch und menschen-verachtend, da er diese nur als (preisgünstige) Arbeitskräfte und nicht als Menschen mit eigener nationaler Identität ansieht;

    4. Wir brauchen Mindestlöhne, die ein Nettoeinkommen von mind. 900 EUR gewährleiten; ohne, dass der Staat auch nur einen Cent drauf schießt

    5. Wir brauchen keine 16 Bundesländer mit 16 Landesparlamenten…
    Eine Regierung fürs gesamte Volk reicht vollkommen!

    ach ja, weil hier einige mit solchen Fantasiewörtern wie „Globalisierung“ ankommen:
    Schiebt euch eure „Globalisierung bitte sonstwo hin, aber hört doch bitte mit diesen hohlen Phrasen auf; die sog. „Globalisierung“ ist ein rein künstlicher Prozess einer Gruppe von wahnsinnigen Bankiers, welche die Menschheit über das privatisierte Finanzsystem, das sie kontrollieren, beherrschen wollen, wobei zum Einigungsprozess jegliche Unabhängigkeit und Volkswirtschaft vernichtet werden über geisteskranke Maßnahmen, die die Schaffung von großräumigen Freihandelszonen (EU), in denen das Kapital zentral konzentriert werden kann, um es mit einem griff pflücken zu können. Die Konsequenzen sind jedem bekannt: Massenarbeitslosigkeit, Mafia-Herrschaft, fremdstaatlicher Terror, Ausländer-Ghettos und Ausländer-Kriminalität.

    Wir müssen das alles nicht haben! Solch eine bekloppte selbstzerstörerische und ehr- sowie stolzlose Gemeinschaft ist es noch nichtmal wert, gerettet zu werden, solange diese sich nicht selbst als würdig erweist!

  20. Kostantinos
    29. Juni 2013, 01:01 | #20

    @almir
    Ich weiß nicht woraus sie den Neid erkennen wollen. Ich lebe seit meiner Geburt in Deutschland und kenne mich recht gut mit den Gegebenheiten aus. Wussten Sie, dass einem EU-Bürger erst nach 5 beitragspflichtigen Arbeitsjahren Sozialleistungen zustehen wie einem Deutschen? Wer als EU Bürger hierher kommt und nicht sofort eine Arbeit findet, der bekommt keinerlei Hilfe. Mit einer Ausnahme, bei Teilzeit gibt es dann Hilfe vom Staat; allerdings wäre der Antragsteller auf der Strasse verhungert, bis sein Antrag bearbeitet und genehmigt wird. Anders sieht es dagegen mit manchen Drittlandsbügern aus, die bekommen ihren Deutschkurs, Geld und sonstige Hilfen sofort.

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