Immobilienmarkt in Griechenland im Niedergang

14. Mai 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.706

Die Daten der Griechischen Bank für das erste Quartal 2013 dokumentieren einen weiteren Niedergang des Immobilienmarkts in Griechenland.

Wie aus den Daten der Griechischen Bank hervorgeht, die in der vergangenen Woche (09 Mai 2013) an die Öffentlichkeit gegeben wurden, setzt sich der signifikante Rückgang des Kaufinteresses für Immobilien auch 2013 fort. Laut den in Rede stehenden Daten wurden im ersten Quartal des Jahres 2013 gerade einmal fünftausend Immobilientransaktionen realisiert, gegenüber zehntausend, die im letzten Quartal 2012 erfolgt waren.

Das fehlende Kaufinteresse und die auf dem Immobilienmarkt beobachtete allgemeine Flaute reflektiert sich auch in dem drastischen Rückgang der Transaktionen oder Schätzungen, die unter Vermittlung der Banken stattfanden. Die Anzahl dieser Vorgänge sank demnach im ersten Quartal 2013 auf 5.000, gegenüber 10.500 im letzten Quartal des Jahres 2012. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete die Anzahl der Transaktionen einen Rückgang um 24,5%. Damit einhergehend war der Wert der Immobilien, auf die sich die Schätzungen bezogen, im ersten Quartal 2013 um 34,6% geringer als im Vorjahr.

Immobilien-Preise in Griechenland sinken weiter

Aus der Analyse der Daten nach geographischen Gebieten geht hervor, dass die Wohnungspreise im 1. Quartal 2013 im Vergleich zum 1. Quartal 2012 in Athen um 12,6%, in Thessaloniki um 8,2%, in den anderen großen Städten um 11,0% und in den übrigen Gebieten des Landes um 10,9% niedriger lagen.

Für das Gesamtjahr 2012 betrug auf Basis der revidierten Daten der Preisrückgang für die selben Gebiete im Vergleich zu 2011 entsprechend 11,8%, 13,4%, 10,9% und 11,7%. Diese Angaben deuten an, dass in den beiden letzten Jahren der Rückgang der Wohnungspreise in den beiden großen urbanen Zentren des Landes, sprich Athen und Thessaloniki, gegenüber den anderen Gebieten des Landes größer war.

(Quellen: To Pontiki)

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  1. BravoZulu
    14. Mai 2013, 13:22 | #1

    Bleibt nur zu hoffen, dass auch die griechische Regierung und das griechische Finanzministerium den Niedergang der Immobilienpreise am Markt erkennen und die derzeitige Überbesteuerung der Immobilien mit Immobilienabgaben, die auf überhöhten, gewillkürten Einheitswerten beruhen und die den ehrlichen Steuerzahler – enteignungsgleich – treffen, an die sinkenden Immobilienpreise in Griechenland umgehend angleichen. Andernfalls wäre dies in höchstem Maße ungerecht und ein Fall für den Europäischen Gerichtshof.

  2. Maria P.
    14. Mai 2013, 20:20 | #2

    Ganz ehrlich, mich wundert, dass bis jetzt noch kein Mensch vor dem Europäischen Gerichtshof geklagt hat! Kein Geld, keine Zeit oder steckt was anderes drin? Wer weiss …

  3. Kostantinos
    15. Mai 2013, 11:31 | #3

    Passt doch, Immobilienpreise waren in Griechenlad recht überhöht, nun sind wir noch nicht am Ende des Niederganges angelangt. Erst wenn die Reichen alles aufkaufen, wird das Ende erreicht sein, da sie noch warten, wird der Wert wohl noch weiter sinken.
    Auf Wundersame Weise, werden dann natürlich, ruck zuck die Steuern gesenkt.
    Kennt man doch schon aus Griechenland, die Gesetze werden täglich passend gemacht, aber passende für die Kapital-Elite, nie passen für das Volk.

  4. Moppel
    15. Mai 2013, 17:22 | #4

    @Maria P.
    Ob Griechenland vor dem EuGH verurteilt wird oder in China ein Sack Reis umkippt, kommt so ziemlich auf das Selbe heraus – nur dass letzteres ggf. mehr Aufsehen verursacht.

  5. Götterbote
    15. Mai 2013, 18:18 | #5

    @Moppel

    Wieso glauben Sie, dass es niemanden interessiert, was der EuGH entscheidet? Ich glaube, da irren Sie gewaltig.

  6. Tinos
    17. Mai 2013, 12:32 | #6

    @Götterbote
    Leider ist das mit den Gerichtsurteilen des EuGH gegenüber Griechenland wirklich so.
    Es interessiert die Griechen wirklich nicht, was ausserhalb des Landes entschieden wird.
    Ein sehr gutes Beispiel ist die schon seit Jahren bei den Griechen praktizierte Versteuerung von PKW, die aus einem anderen EU-Land eingeführt werden. Dies ist eigentlich aus EU-Sicht verboten, da ja der entsprechende Zoll bereits innerhalb der EU bezahlt wurde. GR ist diesbezüglich schon mehrfach abgemahnt worden. Es interessiert den GR Staat aber nicht. Daher kann ich Moppel hier eigentlich nur Recht geben.

  7. Götterbote
    17. Mai 2013, 16:34 | #7

    @Tinos

    Nein, das ist nicht ganz korrekt. Griechenland ist nicht nur abgemahnt worden, sondern hat auch entsprechende Strafen gezahlt. Nur ist es nun einmal so, dass Strafen nicht viel bringen, wenn diese unterhalb des erzielten Gewinns liegen. Wer würde da nicht weitermachen wie bisher?

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