Verkauf der Onassis-Insel Skorpios in Griechenland

12. April 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 1.044

Der Verkauf der Onassis-Insel Skorpios im Ionischen Meer vor Griechenland an einen russischen Magnaten scheint mittels Veräußerung eines Aktienpakets erfolgen zu sollen.

Christina Onassis, Enkelin und einzige noch lebende Erbin des griechischen Reeders Aristoteles Onassis, scheint die Übereignung der im Ionischen Meer gelegenen Insel Skorpios mittels der Veräußerung von Aktien der Gesellschaft zu planen, welche die Insel verwaltet, um auf diese Weise die Bestimmungen des Testaments ihres Großvaters zu umgehen.

Laut von der Zeitung „To Vima“ veröffentlichten Informationen bereiten sogar zwei große Anwaltskanzleien in Genf und Athen bereits die entsprechenden Dokumente für die Übereignung an einen russischen Unternehmer vor.

Umgehung des Onassis-Testaments durch Aktienverkauf

Gemäß den Einschätzungen juristischer Kreise wird mit der Wahl der „Veraktionierung“ der Insel Skorpios und deren anschließenden „Verkauf“ mittels der Übereignung von Aktien die Klippe des Testaments des Aristoteles Onassis überwunden. In Paragraph 9 des Testaments, der sich auf die Inseln Skorpios und Sparti bezieht, überließ Onassis die beiden Eilande seiner Frau und seiner Tochter (die damals beide noch lebten), sofern diese dies wünschten und die Inseln unterhalten könnten.

Anderenfalls wird laut dem Testament „die Insel Skorpios vorzugsweise dem griechischen Staat überlassen, um als Ressort des Staatspräsidenten zu dienen, sofern der Fiskus ihren Unterhalt übernimmt„. Die Insel Sparti wird der Olympic Ayrways überlassen, um eine Campinganlage für die Kinder der Beschäftigten zu beherbergen. Sollte der griechische Staat die Überlassung nicht annehmen, fallen beide Inseln der Olympic Ayrways zu.

Das einzige von der Übertragung ausgenommene Areal ist eine Fläche von 3 Hektar auf der Insel Skorpios, wo sich damals nur das Grab des Alexander Onassis befand und heute auch sowohl sein Vater als auch seine Schwester Cristina beerdigt sind. Gerüchte über einen Verkauf der Insel Skorpios kursierten auch im Jahr 2009. Damals schrieb die britische Zeitung „Sunday Express“, die einzige lebende Athina Onassis hätte den Entschluss gefasst, die Insel für 120 Millionen Euro zu verkaufen.

(Quelle: Imerisia)

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  1. Götterbote
    12. April 2013, 18:05 | #1

    Die Erbin sollte sich schämen, den Willen des Opas auf diese Weise zu umgehen, nur um an das Geld zu kommen. Ich hoffe, der Staat oder wer auch immer, wird versuchen dies zu verhindern und den letzten Willen des Verstorbenen beibehalten.

  2. BravoZulu
    13. April 2013, 10:38 | #2

    Wenn einem nichts mehr heilig ist, fängt man an alles zu versilbern.

  3. GR-Gast
    13. April 2013, 20:34 | #3

    Ja ich sehe es auch so wie die beiden Kommentatoren, wo bleibt da der Respekt und die Verantwortung gegenüber Verstorbenen, die für ihre Nachkommen sorgen wollten und die Nachkommen ihr Erbe so schätzen, daß sie wunderbare Werte, ein Teil von Griechenland, einfach verheizen für ein paar Euros. Ob sie es wirklich so nötig hat?

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