Haftstrafen wegen Rentenbetrug in Griechenland

11. April 2013 / Aufrufe: 668

In Iraklio auf Kreta in Griechenland wurden drei wegen Rentenbetrugs angeklagte Personen zu Haftstrafen von 15 bis 18 Monaten verurteilt.

Von der Einzelrichter-Strafgerichtskammer Iraklio (Heraklion) wurden am 11 April 2013 drei weitere Personen in zwei separaten Fällen verurteilt, die sich auf den illegalen Bezug der IKA-Renten verstorbener Verwandter bezogen.

Der erste Fall bezog sich auf zwei Brüder, welche von 2008 bis 2011 die Rente ihrer verstorbenen Mutter bezogen und den Versicherungsträger IKA um 12.000 Euro schädigten. Nachdem der Betrug aufgedeckt wurde, erfolgte zwar eine Vereinbarung über die Rückzahlung des Betrags, was jedoch im weiteren Verlauf nicht geschah. Das Gericht verurteilte die beiden Angeklagte zu je 15 Monaten Gefängnis.

Der zweite vor der selben Strafgerichtskammer verhandelte Fall bezog sich auf einen anderen Einwohner der Stadt Iraklio, der von April 2011 bis einschließlich Oktober 2011 von der IKA rechtswidrig die Rente seiner verstorbenen Mutter bezog und den Versicherungsträger um 5.500 Euro schädigte. Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von 18 Monaten.

(Quelle: in.gr)

Relevante Beiträge:

  1. GR-Block
    11. April 2013, 16:24 | #1

    Bravo. Jetzt sollten diese Herrschaften noch tagsüber Ausgang erhalten, um in öffentlichen Einrichtungen wie Pflegeheime und Krankenhäuser zu arbeiten. Das spart Steuergelder.

  2. V99 %
    11. April 2013, 21:32 | #2

    Wenn die Beiden fuer 800 € im Monat, 15 Monate lang ins Gefaengnis gehen, ist das immer noch mehr, als fuer den Mindestlohn arbeiten zu gehen ;-D (Vorausgesetzt es gibt keine Nachfordrungen oder aehnliches..)

    • Team
      11. April 2013, 22:34 | #3

      @V99 %
      Der augenscheinlich sinnfreie Kommentar reflektiert trotz allem eine gewisse Tragik: Derartige Betrügereien werden häufig von Leuten verübt, die sich nicht anders zu helfen bzw. ihren Lebensunterhalt zu bestreiten wissen. Im übrigen erlischt mit der strafrechtlichen Ahndung natürlich nicht der zivilrechtliche Anspruch.

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