8 Monate Haft wegen illegalen Rentenbezugs in Griechenland

17. April 2013 / Aktualisiert: 31. März 2018 / Aufrufe: 538

In Iraklio auf Kreta in Griechenland fand am 16 März 2013 ein weiterer Prozess wegen unberechtigten Bezugs einer Rente von dem Versicherungsträger IKA statt.

Das Gericht verhängte gegen eine Frau, die ein Jahr lang – und zwar konkret von 01 November 2010 bis 30 Oktober 2011 – rechtswidrig die Rente ihrer verstorbenen Mutter bezog und den Versicherungsträger IKA um 3.400 Euro schädigte, zu einer Haftstrafe von 8 Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Die Frau erklärte ihre aufrichtige Reue, vermochte jedoch das Geld nicht zurückzuzahlen und berief sich vor dem Gericht auf ein ernsthaftes Problem, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, was sie dazu brachte, rechtswidrig die Rente ihrer verstorbenen Mutter weiterzubeziehen.

(Quelle: ProtoThema.gr)

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  1. GR-Block
    17. April 2013, 19:23 | #1

    Zum Glück wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Wegen 3.400€ sollte kein Ersttäter ins Gefängnis. Bei der Finanzkrise wären eigentlich Sozialdienste als Strafen angesagt. Fast alle Staatsbetriebe könnten nämlich Hilfe gebrauchen. Beispiel AUTh: An der größten Universität GRs haben die Studenten die Reinigung von Fußböden in Vorlesungsräumen und Laboren (!) übernommen, weil die Uni keine professionelle Putzfirma mehr engagieren kann. Anstatt für ihre Diplom- und Doktorarbeiten zu forschen machen sie „Tafeldienst“ wie in der Schule.

  2. juls
    18. April 2013, 10:17 | #2

    @ GR-Block (Deine Beitraege lese ich immer mit grossem Interesse. Danke!! )

    Sozialdienst sollten wirklichlich angewendet werden…Arbeiten gibt es mehr als reichlich!! Es bleibt immer mehr liegen.

    Aber mal eine Frage an Dich gibt es ueberhaupt solche Sozialdienste in der griechischen Rechtssprechung. Ich habe noch nie davon gehoert.

    Ich kenne es hier in dem einen Gefaengnis vor den Toren Nafplions, dass dort die Menschen die wegen „kleineren“ Delikte einsitzen, mit Arbeiten in der Landwirtschaft (Eigentum des Staates) ihre Strafzeiten „vermindern“. Kenne das nur vom Hoeren. Aber von richtigem Sozialdiensten als Ersatz von Gefaengnisstrafen habe ich noch nichts gehoert.

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