Piräus-Bank übernimmt zypriotische Banken in Griechenland

23. März 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 701

Die Filialen – Tochtergesellschaften und Netze der zypriotischen Banken in Griechenland sollen von der griechischen Piräus-Bank übernommen werden.

In einer offiziellen Bekanntmachung des Büros des zypriotischen Staatspräsidenten wurde am 22 März 2013 mitgeteilt: „Nach Gesprächen zwischen den zypriotischen Präsidenten Nikos Anastasiadis und dem griechischen Premierminister Antonis Samaras wurde bestätigt, dass das Thema der Abspaltung der griechischen Filialen der zypriotischen Banken zu den unter den gegenwärtigen Umständen günstigsten Bedingungen und mit bemerkenswerten Vorteilen für die zypriotische Seite geschlossen wurde.

Im weiteren Verlauf bestätigte am Nachmittag des selben Tages die Finanzstabilitätsfazilität (EFS), dass für den Aufkauf der zypriotischen Banken in Griechenland die Wahl auf die Piräus-Bank fiel, und führte in ihrer Bekanntmachung an: „Die Transaktion unterliegt unter anderem der Genehmigung des Europäischen Wettbewerbsausschusses.“ Die einschlägigen Gerüchte hatten vorher eine Rally bei der Aktie der Piräus-Bank initiiert, die kurz vor Sitzungsschluss an der Athener Börse einen Kursanstieg um 22% verzeichnete.

Übernahme aller drei zypriotischen Banken in Griechenland

Wie auch die Piräus-Bank in ihrer diesbezüglichen Bekanntmachung selbst anführt, „unterbreitete die Piräus-Bank in Entsprechung auf einen von der Regierung, der Griechischen Bank und der Finanzstabilitätsfazilität an die griechischen Banken gerichteten einschlägigen Aufruf einen Angebotsvorschlag und wurde für den Erwerb des Netzes und der Aktivitäten der zypriotischen Banken in Griechenland ausgewählt„.

Unmittelbar nach dieser Entwicklung erklärte der Präsident der Piräus-Bank, Michalis Sallas:

Wir entsprachen der Notwendigkeit, dass die Anleger der zypriotischen Banken in Griechenland absolut geschützt werden, die Stabilität des griechischen Bankensystems gewährleistet wird und von griechischer Seite Hilfe in den Plänen zum Ausgang Zyperns aus der Krise existiert. Die heutige Entwicklung stellt einen weiteren signifikanten Zug in der Umstrukturierung des griechischen Bankwesens dar, woran die Piräus-Bank von dem ersten Augenblick als Hauptsäule beteiligt ist und zu der Bemühung um die Neuorganisation der griechischen Wirtschaft und die Persektive eines Aufschwungs innerhalb des europäischen Rahmens beiträgt.

Es sei angemerkt, dass die – wie auch alle Banken in Zypern seit dem 19 März 2013 geschlossen gebliebenen – Filialen der drei in Griechenland aktiven zypriotischen Banken (Bank of Cyprus, Laiki Bank, Helenic Bank) am kommenden Dienstag (26 März 2013 – also nach dem Nationalfeiertag des 25 März) wieder ihren regulären Betrieb aufnehmen sollen. Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang es Einschränkungen des Kapitalverkehrs geben wird, ist derzeit nicht bekannt.

(Quelle: To Vima, Imerisia)

Relevanter Beitrag:

  1. Peter Böttcher
    23. März 2013, 02:03 | #1

    Wie immer zerstören die Banker das Land und die Freundschaften zwischen den Menschen und den Ländern!
    Die Banken haben wohl schon immer die Kriege gefördert und Hass verbreitet.
    Griechenland, Zypern, viele Deutsche sind auf Eurer Seite!

  2. Willi F. Gerbode
    23. März 2013, 09:13 | #2

    Ponirós! – Durch die Übernahme kommen die Fillilalen zyprischer Banken in den Genuss der Vorteile des ESM. Zypern hat eine Sorge weniger. – „von griechischer Seite Hilfe in den Plänen zum Ausgang Zyperns aus der Krise existiert“ – Das ist Solidarität auf höchstem Niveau. Ein Lehrstück der Cleverness. Ponirós!

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