Obligatorische Versicherung für Immobilien in Griechenland

7. März 2013 / Aktualisiert: 11. Februar 2014 / Aufrufe: 908

In Griechenland wird die Einführung einer gesetzlichen Versicherungspflicht  für Immobilien gegen Naturkatastrophen erwogen.

Das griechische Finanzministerium untersucht die Einführung der obligatorischen Versicherung aller Immobilien gegen Naturkatastrophen und hat diesbezüglich einen gesetzvorbereitenden Ausschuss eingesetzt. Sollte dieser Vorschlag in Kraft treten, werden laut der Zeitung „Kathimerini“ die Eigentümer von Immobilien in Griechenland mit einem weiteren Betrag belastet werden, der auf ungefähr 100 – 150 Euro jährlich veranschlagt wird. Die Eigentümer werden die entsprechende Versicherungspolice bei jedem auf die Immobilie bezogenen Vorgang vorzulegen haben.

Das favorisierte Modell betrifft die Gründung einer Kasse, zu der vorgeschlagen wird, als juristische Person des privaten Rechts betrieben und der Aufsicht des Staates zu unterliegen, deren Verwaltung jedoch bei den Versicherungsgesellschaften liegen wird. Es wird angemerkt, dass der Anteil der Immobilien in Griechenland, die derzeit gegen Erdbeben versichert sind, nicht über 15% liegt.

(Quelle: Marketbeast.gr)

  1. Kostantinos
    7. März 2013, 14:16 | #1

    Das hat auch einen Grund, die Versicherungen gegen Erdbeben zum Beispiel, sind wirklich teuer im Vergleich zur Feuer- oder sonstigen Versicherung Rund ums Haus.

  2. Onasis
    7. März 2013, 21:30 | #2

    Die meisten Krankenkassen, Rentenkassen und anderen Kassen sind und überschuldet pleite, haben also kein Geld mehr. Die Lösung ist eine neue Kasse. Die Krankenkassen zahlen nichts mehr also wird die Naturkatastrophen Kasse auch nichts zahlen im Fall der Fälle. Folglich ist diese Versicherung eine neue Steuer ohne Gegenleistung. Man überlege sich nur den bürokratischen Aufwand für diese zusätzlich Immobiliensteuer.
    Genauso ähnlich wurde schon die Kfz Steuer erhört durch das anzurechnende (fiktive) Einkommen.

  3. Maria P.
    8. März 2013, 09:46 | #3

    Onasis :
    Die meisten Krankenkassen, Rentenkassen und anderen Kassen sind überschuldet, pleite ….

    Genauso wird’s sein! Eine neue „Kasse“, damit der Staat sich bedienen kann …

  4. Mark
    8. März 2013, 11:41 | #4

    In Griechenland sind alle Kassen leer. Wie sollten diese sich jetzt noch füllen ?
    Die Wirtschaft ist am Boden und wird von den Staatsgläubigen Politikern weiter mit Abgaben und Steuern belastet.
    Reformen der öffentlichen Verwaltung ? Fehlanzeige
    Reduzierung des Staatsaparates ? Fehlanzeige
    Reduzierung der Renten auf ein tragbares Niveau für die Wirtschaft ? Fehlanzeige
    Reformen in der Bildung ? Fehlanzeige
    etc…
    Es wird natürlich um jede Beamtenstelle gekämpft, niemand, auch eidbrüchige Beamte werden entlassen. Luxusrenten der Beamten, und anderer (auch Journalisten) werden nicht mal angefasst. Ein Aufschwung kann so nicht kommen. Abgesehen davon, dass die griechischen Banken Zombies sind die keine Kredite vergeben können.
    Um es mit den Worten eines Griechen zu sagen: „Οι έλληνες είναι ενας μοχθηρός, τομαριστής λαός χωρίς διάθεση για προκοπή αλλά και χωρίς σεβασμό και ηθικές αρχές.“ (Nachzulesen unter capital.gr)

  5. vasili
    8. März 2013, 16:17 | #5

    Ja aber mit Gründung der neuen Krankenkasse werden wieder eine Menge neuer Arbeitsplätze geschaffen.
    Das ist gut für die Vetternwirtschaft. Da werden die Stellen dann mit Verwandten und guten Freunden besetzt damit wieder ein paar zufriedene „Wähler“ für die kommenden Wahlen zur Verfügung stehen.Der Verwaltungsapparat wird wieder ausgebaut damit der durch die Troika veranlasste Stellenabbau kompensiert wird.Dann befassen sich einige Hundert oder Tausend neuer Angestellter mit einem Berg neuer Akten und durchblicken wird niemand.

    Unser geliebtes Griechenland wird nie auf einen grünen Zweig kommen. Es müssen endlich die ganzen Hirnis weg und es sollen Menschen mit modernen Gedanken und Ansichten nachrücken. Ein radikaler Weg ist erforderlich, um den ganzen Saustall von unten bis oben zu entmisten.

    Zurzeit findet nur eine Umverteilung und Umstrukturierung statt. Leider wird aber nichts erneuert sondern das alte System wird umgekrempelt ohne tiefere Veränderungen zu erwirken. Die alten Strukturen in einem neu aussehenden System. Die „alten“ sitzen weiterhin an den Hebeln der Macht und langfristig wird sich nichts ändern. Der Samaras hat bereits seine engsten Vertrauten mit guten Posten versorgt. Also auf ein neues, eine neue Institution, die nichts bringen wird, außer sich ein paar Stimmen zu sichern, und den Verwaltungsapparat wieder aufzubauschen.

    Armes Griechenland.

  6. GR-Block
    9. März 2013, 03:16 | #6

    @Mark
    Ich kann ihrem markigen Kommentar nicht viel abgewinnen.

    – Natürlich werden leere Kassen (auch die neu einzurichtenden) direkt aus den Vermögen der Bevölkerung aufgefüllt. Denn im Gegensatz zum Staat hat die sich nicht verkalkuliert und überschuldet. Der Staat hatte bis 2011 so viele Schulden angehäuft wie alle Privatleute, Betriebe und Banken zusammen.
    – Reformen in der Verwaltung kosten viel Geld und sollten langsam und mit Bedacht durchgezogen werden. Sonst fressen die stetigen Nachbesserungen jeglichen Vorteil auf.
    – Der Staatsaparat ist schlank genug. Es gab nie zuviele öffentliche Angestellte oder Politiker. Mit 7% der Bevölkerung liegt GR im EU-Mittelfeld und noch unter D.
    – Bei den Renten gibt es nichts zu holen. Sie gehören zu den niedrigsten in der EU.
    – Die Reformen in der Bildung werden zurzeit angepackt. Sie wird nämlich finanziell trocken gelegt. Das gute Lehrer zu Schüler-Verhältnis soll genau wie das Ärzte zu Patienten-Verhältnis deutlich verschlechtert werden.
    – Beamtenstellen sind ein deutscher Begriff. Den gibt es in GR nicht. Allenfalls könnte man einen Militär mit dem dt. Beamten vergleichen.

    – Das dumme Geschwätz eines Unternehmers in der „Capital“ wiederzukäuen kann ihren platten Kommentar nicht wirklich Profil geben.

  7. Willi F. Gerbode
    13. März 2013, 17:13 | #7

    @GR-Block „Mit 7% der Bevölkerung liegt GR im EU-Mittelfeld und noch unter D.“

    Richtig ist: Ca. 12 % arbeiten im engeren Sinne für den Staat. Rechnet man die Mitarbeiter von Firmen, die im Staatsbesitz sind, hinzu – Staat also im „weiteren Sinne“ – kommt man auf „bis zu 24 %“ (Panajótis Petrákis, Uni Athen, gegenüber Spiegel Online, 24.10.2010)

  8. Moppel
    13. März 2013, 19:08 | #8

    Willi F. Gerbode :
    Richtig ist …

    „Richtig“ ist immer … was opportun erscheint: Erst wurden sogar die Pastoren als „Bedienstete des öffentlichen Sektors“ abgestempelt, um dann über den „aufgeblähten Staatsapparat“ zu geifern und im Rahmen sogenannter „Reformen“ komplette Strukturen zu entvölkern, damit Raum für die privatenunternehmerischen Ambitionen der eigenen Günstlinge geschaffen wird.

  9. GR-Block
    13. März 2013, 23:21 | #9

    @Willi F. Gerbode
    Hallo Herr Gerbode
    Die Zählweise ist sicherlich kritisch. Vorpreschende Professoren zweiter Klasse, die die Gelegenheit nutzen, um auf sich aufmerksam zu machen, sollte man aber nicht ungeprüft trauen. Deshalb empfehle ich standartisierte Zahlen, wie sie z.B. Zsuzsanna Lonti der OECD zur Verfügung stellt: [PDF] public employment in the oecd Brussels 2011

    Moppel hat recht, in D werden Kirchenangestellte von den Kirchen bezahlt in GR vom Staat. Dazu kommen 6 Millionen Hartz IV Empfänger, die es in GR nicht gibt. Sind das jetzt „Beamte“? Werden die berücksichtigt?
    Und wie ist es in deutschen Staatsbetrieben, die als GmbH geführt werden. Die Mitarbeiter gehöhren nicht zum öffentlichen Dienst werden aber in Anlehnung an die TVÖD-Tabelle bezahlt. Ich bezweifle, dass Herr Petrakis das alles berücksichtigt hat.

    Nach meiner Einschätzung hat GR zu wenig Arbeit in der Privatwirtschaft. Dort fehlen die Steuereinnahmen. Der Staat ist ganz gut aufgestellt. Schauen Sie sich die OECD-Tabellen genau an. Sie werden überrascht sein, welche Länder viele Staatsangestellte haben.

  10. Team
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