Fuchtel: Deutsche sollen Urlaub in Griechenland machen

27. März 2013 / Aufrufe: 1.797

Staatssekretär Fuchtel ermuntert die Deutschen, auch in diesem Jahr ihren Urlaub in Griechenland zu verbringen.

Anlässlich seines Besuchs im griechischen Ministerium für Tourismus am Dienstag (26 März 2013) schickte der deutsche Arbeitsminister Hans Joachim Fuchtel (Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales) an die Deutschen die Botschaft, auch in der diesjährigen touristischen Saison Griechenland zu besuchen.

Herr Fuchtel unterstrich, Griechenland sei ein „fantastisches Land für Urlaub während der gesamten Dauer des Jahres“ und erklärte weiter: „Es hat viele Schritte des Fortschritts getan und ist ein absolut sicheres Land, das es wert ist, dass es die Deutschen besuchen.

(Quelle: Ta Nea)

  1. 27. März 2013, 12:26 | #1

    Nur eine kleine Anmerkung: Hans-Joachim Fuchtel ist nicht Arbeitsminister sondern Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

  2. BravoZulu
    27. März 2013, 12:43 | #2

    Hier muss ein toller Urlaubs-Werbespott gedreht werden, der den deutschen Touristen klarmacht, dass sie willkommen sind und keinerlei Angst haben müssen wegen der deutschen Politik beschimpft zu werden. Und dass genug zum Essen und Trinken für alle da ist, damit die Touristen nicht das Gefühl haben, den Einheimischen das letzte Stück Brot wegzuessen.

    Ich weiß, dass die Mehrzahl der Deutschen mit den Griechen still leiden und an die schwierige Zeit nach dem 2. Weltkrieg denken. Aber es gibt eben wie überall immer noch unverbesserliche Dummschwätzer, die alles kaputt reden.

  3. Bavaria
    27. März 2013, 15:11 | #3

    Nur so zur Klarstellung. Der Mann ist nicht Arbeitsminister sondern parlamentarischer Staatssekretär und soll als Chef der Deutsch-griechischen Versammlung die Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene fördern. Im übrigen sind die Buchungen für den Sommer aus Deutschland auch ohne diesen Appell schon ganz gut.

  4. Böse
    27. März 2013, 15:52 | #4

    Wer ist denn Herr Fuchtel? Kenne ich nicht als Arbeitsminister in Germany !

  5. Peter Adam
    27. März 2013, 15:59 | #5

    Es ist ja nicht so das man etwas gegen die Deutschen im Allgemeinen hat. Vielmehr ist es die deutsche Politik, der teilweise entwürdigende Umgang mit den europäischen Völkern, abzielend auf die Wahrung der durch das deutsche Lohndumping seit Schröder entstandenen Handelsbilanzüberschüsse der Bundesrepublik. Insofern kann man der deutschen Politik ein Hegemonialstreben ankreiden. Der einfache Deutsche ist daran nur insofern schuld als das er das Lohndumping hat geschehen lassen, und das er bereitwillig und obrigkeitshörig Stammtischparolen der Medien in Bezug auf “ die faulen Südländer “ kritiklos übernommen hat und brav die “ System Merkel “ zu verdankende Propaganda glaubt.
    Das Problem an der ganzen Sache ist jedoch das unter der Ägide der Merkelregierung, Staatsführer ausgetauscht wurden, gegen solche die nicht den Mut haben sich richtig quer zu stellen und dem isländischen Modell zu folgen. Die Angriffe, denn als solches kann man diese Aktionen der bundesdeutschen Regierung bezeichnen, erfolgen immer nur auf ein Land nach dem anderen, so daß das südliche Europa kaum Zeit zum Luftholen bekommt, gesschweige denn Zeit zur Koordinierung entsprechender Gegenmaßnahmen, sofern nicht willfährige Komplizen der deutschen neoliberalen Agenda die Regierungsgeschäfte, als Statthalter von Merkels Gnaden führen. Es wird Zeit diesen unwürdigen Verhältnissen und der Erpressbarkeit durch Deutschland ein Ende zu setzen. Die Völker Südeuropas müssen sich wieder von Brüssel und Berlin abkoppeln, denn im Euro und der EU in Ihrer jetzigen Form haben sie keinerlei Chance wirtschaftlich und Sozial zu gesunden.

  6. Team
    27. März 2013, 16:24 | #6

    @Heinz Zander
    @Bavaria
    @Böse
    Ok, wir haben die korrekte Bezeichnung in Klammern hinzugefügt. Speziell in der GR-Presse werden Minister und „sein“ Staatssekretär häufig „im selben Atemzug“ genannt, zumal hier letzterem i. d. R. Zuständigkeiten des Ministers angetragen werden.

  7. Peter
    27. März 2013, 16:32 | #7

    Wir halten den Griechen seit Jahren und auch weiterhin die Treue. Wir sind immer mehrere Wochen in Griechenland im Urlaub. Bei all dem Blödsinn der immer wieder geschrieben wird steht für uns fest, dass die Griechen, trotz aller Probleme, weiterhin sehr sehr freundlich zu uns Deutschen sind. Es wird nur in der Presse immer so ein Scheiß geschrieben, auf beiden Seiten. Leute fahrt nach Griechenland und hier nicht nur auf die Inseln sondern auch aufs Festland.
    Durch Urlaub in Griechenland können wir, die „kleinen Deutschen Leute“, den Griechen helfen wieder richtig auf die Füße zu kommen. Also los, ab Griechenland in Urlaub.

  8. Böse
    27. März 2013, 17:21 | #8

    Man sollte beide Seiten verstehen und verstehen.
    Ich persönliche sehe gerade für GR auf Grund der brutal erzwungen Reformen eine erfolgreiche Zukunft. Auch griechische Politiker erkennen, dass was in den letzten Monaten angestoßen wurde, vorher Politiker in 20 Jahren nicht geschafft haben. Die griechische Lobby war so stark, dass jegliche Reformen nicht durchführbar waren.
    Es tut mir als junger Deutscher Staatsbürger in der Seele weh, wenn Deutschland immer noch mit Nazi-Sprüchen angeprangert wird. Wir schämen uns für die Taten der Großväter und fühlen uns heute als offene Weltbürger mit Freunden aus ganz Europa. Für uns ist der heutige Rechtsradikale ein Dummschwätzer mit engen geistigen Fähigkeiten. Unsere Mentalität ist „kühler“ als bei den „Südländern“, aber beides zusammen kann doch letztendlich für alle nur zum Vorteil sein.

  9. Roberta
    27. März 2013, 18:52 | #9

    Ob Festland oder Inseln, Griechenland ist immer eine Reise wert, die Griechen sind sehr gastfreundlich und haben nichts gegen Deutsche. Schade ist nur, daß die Tourismusindustrie, wie überall auf der Welt, aus Profitgier jegliche Menschlichkeit und Völkerverständigung zerstört. Oder glauben wir etwa, daß „die Griechen“ an unseren 780,- Euro „all inclusive“ für eine Woche Rhodos etwas verdienen? Oder Arbeitsplätze für Griechen schaffen ?
    Meine Bewunderung gilt den Griechen, die Sommer für Sommer miterleben müssen, wie die Tourismusindustrie Mio. Touristen durch „Massenabfertigungsanlagen“ schleust und sich daran eine goldene Nase verdient.

  10. Lucy Sky
    27. März 2013, 20:00 | #10

    @Böse
    So, dann erklaeren Sie mir (und allen anderen Interessierten) doch bitte, wie Sie das mit der erfolgreichen Zukunft verstehen. Das was ich hier in Griechenland erlebe, ist, dass immer mehr Freunde um mich herum alles was sie haben verlieren. Sogar die, die frueh zurueck aufs Land gekommen sind, weil sie die kommenden Probleme in den Grossstaedten vorausgesehen haben, sind verzweifelt. Das Geld reicht in der Regel nicht mehr bis zum Monatsende, das Gesetz zum Schutz des Eigenheims laeuft Ende des Jahres aus und wird wahrscheinlich nicht verlaengert werden.
    Worin liegt Ihrer Meinung der Erfolg? Die Menschen wissen nicht, wie sie morgen den Arzt bezahlen sollen. Wenn noch mehr Schulen / Unis/Krankenhaeuser / Tieraerzte … schliessen, leiden alle darunter. Im Moment sind wir in einem starken Abwaertstrend, in einem absoluten Ausverkauf des Landes. Naturschutzgebiete werden fuer nichtig erklaert, damit der Herr Scheich sowieso Palaeste auf die von ihm neuerstandenen Inselchen bauen oder damit Firma XY Fischfarmen errichten kann. Wer noch ein Stueckchen Land besitztt, auf dem er bisher seine 10 Schafe weiden lassen hat um zu ueberleben, wird dieses ueber kurz oder lang veraeussern muessen (wahrscheinlich fuer einen Appel und ein Ei), da er die Steuern nicht begleichen kann, die auf dieses erhoben werden. Das ist das Griechenland, das ich im Moment erlebe.

  11. Uschi
    27. März 2013, 20:15 | #11

    Kommt her und macht euch selbst ein Bild! Griechenlnd ist ein wunderbares Land! So wunderbar, dass ich mich entschieden habe, hier zu leben. Kurz vor der Krise – und ich flüchte nicht zurück nach DE. Und trotz aller Widrigkeiten fühle ich mich wohl und respektiert. Ok, die Uhren gehen hier anders, aber das ist auch genau das, was das Land so liebenswert macht! Das ist wchwer vergleichbar mit deutscher Gründlichkeit und Ordentlichkeit …

  12. Lockez
    27. März 2013, 21:12 | #12

    Tja, Urlaub in Südeuropa wird dieses Jahr zum Abenteuerurlaub! Leider gibt es genug uninformierte Menschen die kein Bock auf Deutsche Touristen haben werden, was ich auch verstehen kann bei dem diktatorischen Getue unserer deutschen Politkasper.

  13. Stipsi Fan
    28. März 2013, 00:54 | #13

    @Uschi
    Das ist genau das Gefühl, das ich seit 35 Jahren für Griechen und griechische Menschen hege!

  14. LiFe
    28. März 2013, 01:01 | #14

    @Uschi
    Ich finde das Land und die Menschen auch sehr freundlich. Sie sind nicht kurz ab und launisch! Ich werde auf alle Fälle immer gerne dort sein. Nur darf man es mir nicht übel nehmen, wenn mir die Hunde dort leid tun. Ich kann die Menschen dennoch verstehen, dass sie sich lieber von den Hunden fern halten. Ich denke, dass sie sich vor Ansteckungen fürchten.

  15. 28. März 2013, 08:58 | #15

    Peter Adam :
    Es ist ja nicht so das man etwas gegen die Deutschen im Allgemeinen hat. Vielmehr ist es die deutsche Politik, der teilweise entwürdigende Umgang mit den europäischen Völkern, abzielend auf die Wahrung der durch das deutsche Lohndumping seit Schröder entstandenen Handelsbilanzüberschüsse der Bundesrepublik.

    Das sollten sich unsere Stammtischpolitiker mal hinter die Ohren schreiben

  16. Roditisa
    28. März 2013, 11:00 | #16

    @Lockez
    Wo gibt es die denn? Hier auf Rhodos sind die Leute sauer auf die Politiker beider Länder aber nicht auf die Menschen. Ich lebe hier seit 9 Jahren und kann keine Stimmungsmache gegen Deutsche ausmachen. Es gab allerdings letztes Jahr Fälle von deutschen Touristen, die sich in Tavernen weigerten die Rechnung zu bezahlen, weil sie mit der deutschen Haftung für den Rettungsschirm nicht einverstanden waren. Wir alle hier waren davon schwer schockiert und hoffen, dass sich so was nicht wiederholt.

  17. f96
    28. März 2013, 12:56 | #17

    @Lockez
    Wenn man das liest, sollte man den Deutschen sagen- Fahrt nicht in die Südländer, damit die merken wie es sich ohne Touristen lebt.

  18. 28. März 2013, 15:03 | #18

    Ok, wir haben die korrekte Bezeichnung in Klammern hinzugefügt. Speziell in der GR-Presse werden Minister und “sein” Staatssekretär häufig “im selben Atemzug” genannt, zumal hier letzterem i. d. R. Zuständigkeiten des Ministers angetragen werden.

    Das ist schon richtig. Ich habe mich nur etwas erschrocken, bei der Vorstellung, dass „Funkelos“ jetzt Minister ist. Wir haben in der deutschen Regierung schon genug Nullnummern. Ich denke da z. B. an unseren Finanzminister

  19. Lockez
    28. März 2013, 17:27 | #19

    @f96
    Klar das die meisten Leute nur auf die deutschen Politmarionetten sauer sind. Es kommt nur darauf an wie sich die deutschen Urlauber in den Gastgeberländer benehmen werden. Man hat ja damals mitbekommen wie großkotzig und abgezockt viele Westdeutsche sich in der ehemaligen DDR benommen haben!

  20. 14. Mai 2013, 16:24 | #20

    Ich lebe schon lange auf Korfu im Dorf Afionas. Griechenland liebe ich schon seit 35 Jahren. Meine Bekannten und ich sind sehr oft im Urlaub nach Griechenland mit Fähre und Flugzeug gekommen. Nun hat sich einiges geändert. Die Fährschiffe sind von italienischen Reedereien aufgekauft. (Minoan und Anek)
    Seit diesem Jahr wird Korfu garnicht mehr angelaufen, man muss von Igoumenitsa mit einer kleinen Fähre weiter nach Korfu übersetzen. Äusserst umständlich weil man an Korfu sowieso vorbei fährt. Es zählt nicht mehr der Tourist nur noch der LKW Verkehr. Der ist auch wichtig, aber Griechenland lebt zu 70 % vom Tourismus und davon lebt der Normalbürger.
    Noch schlimmer ist es bei Charterflügen zum Beispiel bei TUIfly. Das normale Ticket kostet von München Hin und Zurück ca. 350 – 400 €, zu Ferienzeiten, wenn Familien mit Schulkinder kommen wollen, kostet das Ticket 860 €. Das ist eine unverschämte Ausnutzung der Touristen. Wenn keiner mehr bucht wird der Flug gestrichen. So einfach machen es sich die Gesellschaften ohne Marketingstrategien und Einsatz des Hirns. Wie soll da Griechenland zu mehr Touristikeinnahmen kommen? Sehr viele bevorzugen dann andere Ziele. Griechenland braucht aber diese Touristen. Nicht nur Pauschaltouristen in großen Hotels, auch und besonders Individualtouristen, die das Land kennenlernen wollen und nicht nur das Buffet und den Pool einer Bettenburg bevorzugen.
    Mein Aufruf geht also an Fährreedereien und Fluggesellschaften sich mal zu überlegen welches Verbrechen sie an Kunden und an Griechenland begehen. Die markigen Sprüche von Politik und Lobbyisten über die Rückzahlung der Schulden entsprechen in keiner Weise der Realität, wie soll Griechenland das errreichen?
    Lothar Erdmann, Korfu – Afionas

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