Olli Rehn an Krebskranke in Griechenland: selbst schuld!

7. Februar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 8.109

Olli Rehn rechtfertigte die Verweigerung der Lieferung von Krebsmedikamenten an das Gesundheitssystem in Griechenland mit den Schulden an die Hersteller.

Mit Zynismus beantworte die Europäische Kommission durch den Mund des EU-Wirtschaftskommissars Olli Rehn eine Anfrage des Europa-Abgeordneten der SYRIZA-Partei, Nikos Chountis, bezüglich der Einstellung der Lieferung von Krebsmedikamenten seitens eines deutschen Pharma-Konzerns und gab dem griechischen Staat die Schuld an der nicht fristgerechte Begleichung der Verbindlichkeiten des staatlichen Gesundheitssystems an die Hersteller und Lieferanten.

Die Antwort des Wirtschaftskommissars lässt keinerlei Spielräume zu Fehlinterpretationen, da – wie er äußerte – „die die Priorität des Programms weiterhin Vermeidung der Ansammlung neuer Verbindlichkeiten bleibt„, lastete dem Staat die Verantwortung für die nicht rechtzeitige Begleichung der Schulden an und rechtfertigte somit die deutsche Firma, welche die Bereitstellung von Krebspräparaten an die Krebspatienten einstellte.

Lieferstopp als Vergeltungsmaßnahme für „Haircut“

Sich auf journalistische Informationen beziehend beschuldigte der EU-Abgeordnete die deutsche Firma, „sie beschloss die Einstellung der Lieferung des Medikaments an Griechenland und nicht auch an andere EU-Länder, die ebenfalls Schulden haben, weil sie bereits den „Haircut“ der griechischen Staatsanleihen erlitten hatte, mit deren Erhalt sie sich zur Begleichung älterer Schulden des griechischen Fiskus einverstanden erklärt hatte„.

Der Europaparlamentarier Nikos Chountis hatte anlässlich der Einstellung der Lieferung des Krebsmedikaments Erbitux durch die deutsche Firma Merck an die griechischen Versicherungskassen von der Kommission zu erfahren verlangt, „warum sie die prioritäre Bezahlung der Gläubiger Griechenlands mit dem Resultat gestatte, dass dem öffentlichen Gesundheitssystem die notwendigen Zuwendungen für die Fortsetzung der reibungslosen Beschaffung von Medikamenten für die Bevölkerung entzogen werden„.

Es sei angemerkt, dass speziell etliche als „teure Präparate“ eingestufte Medikamente über das nationale Gesundheitssystem (EOPYY) schon seit Monaten praktisch nur noch sehr schwer oder überhaupt nicht mehr erhältlich sind. Die betroffenen (pflichtversicherten!) Patienten müssen sich infolgedessen die benötigten Medikamente entweder – sofern sie wirtschaftlich dazu in der Lage sind – auf dem freien Markt gegen Barzahlung beschaffen und darauf hoffen, nach einem endlosen Papierkrieg irgend wann einmal zumindest den Kassenanteil erstattet zu bekommen, oder aber ihre Therapie abbrechen und sich mit ihrem Schicksal abfinden … .

(Quellen: To Pontiki)

Relevanter Beitrag:

  1. Karlie
    7. Februar 2013, 01:31 | #1

    Da ist sie, die wirkliche Fratze der EU: Wirtschaftliche Interessen. Nicht ein Gedanke zum Wohle der Völker. Alles für die Konzerne.

    Bei all den Rettungspaketen und Geldern, die über Griechenland an die Banken flossen, wäre es ein Leichtes gewesen, einen Promillesatz an diese Firmen zu zahlen um die Lieferung lebensnotwendiger Medikamente sicher zu stellen.

    Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit! Mir tun die Leute leid die darunter zu leiden haben, verdammt nochmal.

  2. danalytix
    7. Februar 2013, 07:53 | #2

    Bislang habe ich Herrn Rehn für einen (leidlich) „Vernünftigen“ gehalten – Aber NEIN, er ist offenbar einer der Schlimmsten in diesem Kreis! – Bekommen diese Brüder denn nicht doch mal Muffensausen, was (SOFORT) nach dem Crash auf sie persönlich zu kommt?

  3. Jörg Häcker
    7. Februar 2013, 12:18 | #3

    Hallo Herr Rehn !!

    Was ist das für eine Menschenverachtende Aussage??

    Ich fass es nicht.

    Politiker wie Herr Rehn sind der Abschaum der Volksvertreter.

  4. Anna
    7. Februar 2013, 12:57 | #4

    Karlie,
    Sie denken wie ein Mensch.
    Die Regierenden denken anders. Seit die sogenannte „Menschheit“ existiert, gilt doch der Satz „Geld regiert die Welt“ .
    Die wirkliche Fratze der EU ist eine globale Fratze der Gierigen, der Nimmersatten, Derjenigen, die nie zufrieden sind und die niemals ihren Hals voll genug stopfen können, weil ihnen das „Innenleben“ , die Seele , die Menschlichkeit ,fehlt.
    Sie streben nach Macht (Geld = Macht) und danach, ihre Egozentrik auszuleben, wobei sie alles, was sie zu diesem Ziel benötigen mit perfiden Machenschaften manipulieren, wer oder was nicht zu „gebrauchen“ ist, muss weg. Das schaffen sie am geschicktesten, indem sie die Menschen gegeneinander aufhetzen, Steuerzahler gegen H4 Empfänger, Heteros gegen Homos, Deutsche gegen Griechen, etc.
    Das Gros unserer Politiker, die mit ihrer Dummheit und ihren gefälschten Dr. Titeln ,wohl kaum eine Chance in der Realwirtschaft hätten, jedoch über das einzigartige Talent der Schmieren-Kommödien-Darstellung verfügen, wird von den wirklich „Regierenden“ zu deren Zwecke genutzt, um die Leistungsstarken zu fördern, Arme, Alte und dazu noch Kranke, die noch nicht einmal mehr einen Notgroschen haben, den man ihnen aus der Tasche ziehen kann, haben das Nachsehen. In einem Forumsbeitrag las ich einmal „dazu fällt mir nur der Teufel“ ein. Wie wahr !…..oder Psychopathie

  5. Ulli54
    7. Februar 2013, 13:23 | #5

    Es gibt keine „Alternative“ – doch die gibt es, diesen Psychopathen O.R. und alle EU-Monster und Bankster endlich in den Steinbruch schicken – ohne jede medizinische Versorgung. Geld wird über Menschlichkeit und Menschenleben gestellt.

    Ich wünsche dem griechischen Volk, dass es die Kraft findet aus der Situation herauszukommen und das der deutsche Michel endlich aufwacht. Am 22.09.13 kann sich viel ändern, aber nur ohne Merkel und Steinbrück.

  6. Jan Ebehardt
    7. Februar 2013, 14:01 | #6

    Bei allem Respekt: die deutsche Pharmaindustrie kann doch nicht die Medikamente für Null herstellen und verschenken während wir Bürger über Krankenkasse und Zuzahlung immer löhnen müssen.
    Der Sinn und Zweck der EU ist nun mal eine Wirtschaftsgemeinschaft, und durch das wirtschaftliche Interesse, das Sie ja monieren, werden Konzenre und Firmen geschaffen, die Arbeitsplätze und damit Wohlstand schaffen.
    Welche Fratze ist Ihnen denn angenehm?

  7. Gerhard
    7. Februar 2013, 14:48 | #7

    Unser gesamtes politisches und Gesundheitssystem samt der Mehrzahl der Ärzte und Therapeuten, ist nicht an der Gesundheit der Bürger interessiert ,sondern nur am eigenen Profit und das schon seit jeher. Wäre das nicht so hätten wir keinen Zucker , kein Weißmehl , kein Alkohol und vieles mehr. Man weiss schon seit es das Weißmehl und den Zucker gibt, dass dies die Zähne zerstört , dass Diabetes verursacht , kein Mensch der Medizin und Politik will die Ursachen wirklich angehen, weil das den Profit mindern würde. Da werden scheinwissenschaftliche Studieren hergezaubert, damit alles bleibt wie es ist. Der Profit muß stimmen alles weitere ist von Nichtigkeit .

  8. G. Deistler
    7. Februar 2013, 15:47 | #8

    Ekelig und Peinlich!!!!!! Da ist die EU und deren Handlungsweise inzwischen als asozial zu werten. Ich kenne einen Menschen bei denen das Medikament eingestellt wurde. Tot nach 5 Monaten. Warum sendet man denn nicht Hilfspakete? Der Staat ist nicht der Mensch, auch in Deutschland nicht und da ich es erlebt habe was diese brutale Einstellung der Konzerne als Konsequenz hat kann ich nur sagen rette sich wer kann vor dieser Scheinheiligkeit und auch hier kann es uns so ergehen aber ich glaube und hoffe nicht das der deutsche Staatsbürger das mitmacht. Bellende Hunde Beißen nicht trifft auf Griechenland zu, es wird immer viel geschrien aber nichts bewirkt. In Deutschland wäre das was dort alles geschehen ist nicht hingenommen worden von den Bürgern, so Menschen unwürdig wie das inzwischen alles ist.In Griechenland herrschen dritte Welt Verhältnisse, Schulen haben keine Heizung, keine Schulbücher und Kranken Häuser keine Medizin. Die Menschen sind verzweifelt, es ist wie in einem Krieg ohne das Bomben oder Schüsse fallen und keiner den Feind sieht den man ja dann außer Gefecht setzten könnte. Wirtschaftskrieg?Ich verstehe nicht wie man da noch so tun kann als wäre alles O.K. Es geht hier um das wohl von Kindern und Kranken Menschen, in der sogenannten Europa. Es sollte einfach aufgelöst werden, dann brauch auch kein Politiker mehr so zu tun als ob es ihn interessiert bei seinem wohl gedeckten Mittagstisch.Der Staat sollte gar kein Geld in die Hände bekommen da er ja nun schon oft bewiesen hat das er damit nicht umzugehen weiß, Banken werden gefüttert die aber auch gar keine Kredite geben um zu Helfen. Wie kann man das denn verantworten? Hilfsorganisationen brauchen es um Menschen dort zu helfen!!!!!!!Anstatt Geld an die Banken zu schicken und dann wieder zurück nach Deutschland um Zinsen zu tilgen sollte man gar nichts mehr an den Staat oder Banken geben aus reinem Eigeninteresse sondern den sterbenden Land wenigstens mit Hilfspaketen helfen, essen und Kleidung für Kinder, Medizin für die Kranken und Heizöl für die frierenden und Stromgeneratoren für die Leute die schon lange kein Licht mehr haben. Das Geld des Steuerzahlers wird verschwendet und die Situation der Menschen noch verschlimmert…..ergibt das Sinn?
    Leider gibt ja sogar Leute die in Griechenland in Restaurants gegangen sind, gegessen und getrunken habe und ohne bezahlen gehen wollten mit der Begründung das Deutschland ja schon genug Geld gezahlt hätte. Ja, aber doch nicht an die Menschen sonder an den Staat und Banken.
    Wir vergessen vielleicht das Deutsch sein in anderen Ländern auch für Gefühllosigkeit und organisierte Unmenschlichkeit steht was eine erbe ist das unsere Vorfahren erarbeitet haben. Etwas Demut würde uns gut tun als Nation da auch hier keiner Antworten hat die Sinnvoll umgesetzt wurden. Ich sehe was da unten Loss ist und bin empört über das verhalten und wegschauen unserer Politiker die nur mit der Wirtschaft und den Banken plaudern.Ansonsten ist es die Aufgabe der Pharmaka Industrie Menschenleben zu Retten oder zu verbessern! Menschenleben…….was ist es Wert…..?

  9. Barbara
    7. Februar 2013, 16:45 | #9

    Das ist eine unglaublich dreiste Aussage dieses Herrn Rehn !!

    Menschenverachtender geht es kaum noch .

    Aber die Eliten werden sich weiter fett fressen, auf Kosten des kleinen Mannes .

    Das ist jetzt kein Trost für Schwerstkranke Patienten in GR, aber auch in Deutschland gibt es bestimmte Krebsmedikamente nicht mehr, weil diese für ein wesentlich lukrativeren Zweig eingesetzt werden.

  10. Ottfried Storz
    7. Februar 2013, 16:59 | #10

    Das Rehn-Zitat wird völlig falsch verstanden und entsprechend falsch verkürzt:
    Statt „Olli Rehn an Krebskranke in Griechenland: selbst schuld!“ müsste es lauten:
    „Olli Rehn an Krebskranke in Griechenland: Euer Staat ist schuld, wenn er von Arzneifirmen nicht mehr beliefert wird.“

  11. 7. Februar 2013, 17:03 | #11

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Eine Firma existiert nun mal von den Erlösen des Verkauf. Die EU stellt Gelder für Griechenland bereit. Und was macht Griechenland dafür? Die Politik vergeudet das Geld in Milliardenhöhe z.B. für Militärausgaben. Regelmässig täglich donnern die Düsenjäger über unser Haus hinweg. Und das kostet doch wohl eine ganze Menge Sprit! Im Norden Griechenlands werden Schulen geschlossen, weil kein Geld für Heizöl da ist. Die Menschen sterben, weil der griechische Staat seine Schulden für Medikamente nicht bezahlt. Warum also sollen Firmen Gelder verschenken? Der griechische Staat muss es richten!

  12. roxsi
    7. Februar 2013, 18:16 | #12

    @Jan Ebehardt In Artikel 1 des Grundgesetzes steht, daß die Würde des Menschen unverletzlich sei und diese zu achten und zu schützen Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. Ist es nicht mehr als seltsam, daß die hinter der EU stehende Bankster-Mafia Griechenland in den Ruin treiben darf, damit die Heilige Kuh Euro gerettet werden kann, und das mit virtuell geschöpftem Geld zulasten Griechenlands? Was für ein dreckiges Spiel, wenn die Unterstützung krimineller Machenschaften des Geldkartells wichtiger ist als menschliches Leben. Was hält Brüssel davon ab die ärztliche Versorgung der Griechen sicherzustellen? Im Grunde genommen müßte diese menschenverachtende Figur Rehn in Den Haag vor Gericht gestellt werden!

  13. CYR
    7. Februar 2013, 18:23 | #13

    @Reinhard
    Der griechische Staat bezahlt nicht die Rechnungen der Krankenkasse sonder die Krankenkassen selbst. Diese können aus verschiedenen Gründen die Rechnungen nicht mehr zahlen und der griechische Staat darf hier nicht helfen.
    Ohne die Erlaubnis der Troika passiert in Griechenland nichts mehr.

  14. GR-Gast
    7. Februar 2013, 20:00 | #14

    @Reinhard und Jan Ebehardt
    Gute Einstellung, solange das eigene Hinterteil nicht betroffen ist – was, wenn es sie selbst betrifft … oder Ihre Kinder und Sie nicht in der Lage sind, sich die teuren Medkamente selbst zu beschaffen?

    Wie lange schon haben die Interessen der kleinen Bürgerschaft kein Gewicht mehr, all den Lobbyisten ist jedes Mittel recht, wenn es ums eigene Bankkonto geht!
    Wann war die letzte Volksabstimmung? Aber alles läuft bei Beschlüssen unter „im Namen des Volkes“ – auch wenn es kurzerhand mal einfach so in der Pause von Fußballspielen durchgeboxt wird! Per Express … Jedoch z. B. auf eine allgemeine Amtssprache konnte sich die EU nach 10 Jahren noch nicht einigen.

    Frei nach dem Motto: die EU hat alle Rechte und subventioniert alles, was es an Massenware gibt, um das dicke Geschäft zu machen, egal ob z. B. Massentierhaltungen mit Antibiotika und vielen anderen Pestiziten aufrecht erhalten werden muß um es rentabel zu machen und wenn die Menschen davon krank werden, dann floriert wieder die Pharmalobby.

    Dies zu umgehen ist dem einfachen Bürger kaum mehr möglich, da er sich an kostengünstige Lebensmittel halten muß um sich überhaupt satt zu bekommen, wird er davon krank – und ich glaube sehr viele Krankheiten kommen von den mit Pestiziten verseuchten Lebensmitteln, dann wird denen auch noch die Hilfe von Medikamenten versagt, Medikamente die zum Teil überdimensional überteuert sind.

  15. Stavros
    7. Februar 2013, 20:44 | #15

    @Jörg Häcker

    JA , SIE HABEN RECHT!!

    Gerade heute Abend will die EU-BANDE für ihr „Kässelchen“ „EINE BILLION“ EURO bestimmen!
    Sind denn alle „EU-Bürger“ so blöde und degeneriert, dass sie diese Absichten nicht erkennen? Es gab schon einmal einen solchen Führer!

    Was sind denn Baroso und seine Schergen?

    Unter diesem MUSS das liebe griechische Volk, meine Landsleute sehr leiden.
    Nieder mit diesen Tagedieben Baroso und & Co!
    Egal welches Land Sie bewohnen; DIE EU IST DIE GRÖSSTE GAUNERBANDE!!!

    Und alle „NICKEN“, vor allem die „DEUTSCHEN“, und sind dann beleidigt!

  16. GR-Block
    7. Februar 2013, 20:51 | #16

    Vielleicht sind unsensible Provokationen die einzige Chance in GR Lobbyisten (nicht nur) der französisch-deutsch-amerikanischen Waffen-Mafia, das Wasser abzugraben. Und wenn man dabei Sprüche eines Ollie Rehn hochspielen muss, um diese Athener Mafia politisch an die Wand zu fahren. Jedes Mittel ist recht.
    Es muss schleunigst ein Gleichgewicht im Außenhandel hergestellt werden. Der griechische Staat ist finanziell am Ende. Es darf nur noch das Notwendigste eingeführt werden, wie z.B. Medikamente. Dazu dürfen ALLE EU-Regeln außer Kraft gesetzt werden. Unserere Geldverleiher haben es vorgemacht. Schnell, bevor auch die griechische Bevölkerung am Ende ist.
    Im Namen der nationalen Sicherheit, müssen Medikamente, die nicht zu einem angemessenen Preis oder garnicht geliefert werden umgehend im Land als Generika hergestellt werden. Dann werden auch bei den „teuren“ Medikamenten die Preise fallen.

    Man bilde sich nicht ein, MERCK hätte hier irgend einen müden EURO für die Entwicklung von Krebsmedikamenten ausgegeben. Forschung und Entwicklung der Pharmaindustrie werden in der EU weitgehend von öffentlichen Geldern finanziert und von staatlichen Instituten durchgeführt. Die Industrie begleitet die Forschungsprojekte nur solange bis die Risikoforschung abgeschlossen ist. Dann übernimmt sie und produziert für den Markt.

    Das kann sich die EU auf Dauer nicht leisten!!!

  17. LiFe
    7. Februar 2013, 23:12 | #17

    Ich bin entsetzt!!!!!!!

  18. V99 %
    7. Februar 2013, 23:21 | #18

    Es scheint mir, dass dem Hr. Rehn da etwas mehr in die Schuhe geschoben wird, als er gesagt oder gemeint hat. Laut reporter.gr und capital.gr sagt er, dass die Firma Merck, Aufgrund von ausbleibenden Zahlungen die Lieferung des Medikamentes Erbitux eingestellt hat. Angemerkt sei auch, dass Olli Rehn kein boeser Deutscher, sondern Finne ist 😀
    Wenn Firmen die Lieferung ihrer Produkte, aus Gruenden der Zahlungsunfaehigkeit ihrer Kunden, einstellen ist das ein ganz normaler Vorgang. Wenn das in dem vorliegendem Fall auf den „Haircut“ und damit weiter erhoehtem Zahlungsausfall zurueck zu fueheren ist, ist es bedauerlich, da es sich um EIN wichtiges Medikament handelt. Wie oben ebenfalls erwaehnt, fehlen nicht nur Erbitux sondern eine ganze Reihe weiterer Krebsmedikamente und das schon seit Monaten. Um die wurde auch kein Drama konstruiert. Das hat nicht mit ausschliesslich herzlosen grausamen deutschen Pharmafirmen zu tun. Es scheint mir da mal wieder um anti deutsche Propaganda der Maus-Zeitung zu gehen. Andere griechische Medien sind durchaus in der Lage, die Meldung neutraler zu behandeln.

  19. Willi F. Gerbode
    8. Februar 2013, 11:00 | #19

    Die Diskussion hier zeigt, dass die Stimmung in GR dermaßen aufgeheizt ist, dass es nur eines Reizwortes oder eines Namen bedarf und kollektiv werden Wut, Hass und Ressentiments ausgegossen. V99 % und Ottfried Storz bemühen sich Besonnenheit in die Debatte zu bringen. Es scheint niemanden zu interessieren.

    Rehn, aber auch die Troika haben wiederholt darauf hingewiesen, dass die griechische Regierung bei ihren Maßnahmen die soziale Gerechtigkeit im Auge behalten sollen und z.B. Rentner und Kleinverdiener nicht über Gebühr belasten sollen. Und die hat sich hier nur sehr bedingt zurückgehalten, weil es sehr viel leichter ist, sich bei denen zu bedienen, die keine Macht haben – außer vielleicht zu demonstrieren und trotz der Konsequenzen zu sagen „Ich zahle nicht!“.

    Wenn CYR sagt, der griechische Staat dürfe den Krankenkassen nicht helfen, so ist das so nicht korrekt. Nur wenn er das tut, wird er die Begehrlichkeiten anderer öffentlicher Institutionen wecken, die ebenfalls hoch verschuldet sind – nicht zuletzt deswegen, weil diese gedrängt worden sind, Staatsanleihen (als sichere Anlagen!) zu kaufen, und nun im Grunde pleite sind. Dazu gehört z.B. auch die mittlerweile halbstaatliche DEI.

    Nur zur Erinnerung: Die Griechen haben vor einem guten halben Jahr mehrheitlich die Parteien dieser Regierung gewählt und haben deren Versprechen (keine weiteren Härten, Entlassungen usw.) geglaubt, obwohl nichts, a b e r a u c h g a r n i c h t s , dafür sprach, dass diese gehalten werden konnten/ könnten. Nun müssen sie die (dünne) Suppe auslöffeln. Was wie hier erleben, ist leider erst der Anfang. Wenn die Wirtschaft – wie ziemlich unisono prognostiziert – in diesem Jahr um weitere 5 % sinkt, dürfte sich die soziale Lage drastisch verschärfen.

    Ich bin sehr gespannt, ob die vom GR-BLOCK hier referierte Position SYRIZAS (weitgehende Abschottung von ausländischen Lieferanten) Heilung für das geschundene griechische Volk bringt.

  20. CYR
    8. Februar 2013, 11:25 | #20

    @V99 %
    Im Umkehrschluss deiner Argumentation heisst das aber auch, dass wir die Patienten sterben lassen weil kein Geld da ist um die Medikamente zu bezahlen.

  21. Konstantin
    8. Februar 2013, 13:04 | #21

    So ganz ok ist seine Aussage ja nicht wieder gegeben worden.
    Rehn sagte sinngemäß, wer nicht zahlt ist auch selbst Schuld wenn er nicht weiter beliefert wird. Die Politiker nebst ihren Pressefreunden, lassen natürlich nichts aus um die Schuld des eigenen Versagens anderen in die Schuhe zu schieben, um von sich ab zu lenken.
    So läufts ja überall auf der Welt, Schuld sind immer die anderen. Und jede Art von Propaganda hetzt in der Regel gegen die auf die nicht dafür verantwortlich sind.

    Hört sich ja weitaus besser an zu sagen, der Rehn findet es richtig das unsere Kranken keine Medikamente mehr bekommen, als zu sagen, wir Poliitiker sind doch selbst Schuld wenn wir die IKA und andere Krankenkassenkonten geplündert haben um unser Feudalleben zu finanzieren. Es wird ja auch immer gesagt die Troika ist alles Schuld, nie wird gesagt, der Staat hat alles zu verantworten.

    Was mich daran stört, so eine Aussage hätte von Rehn nicht getroffen werden dürfen.
    Steht doch die EU für wirtschaftliche und angeblich soziale Gemeinsamkeit.
    Nun, jetzt wird einjeder auch begriffen haben, das die EU lediglich an Kapitalvermehrung unter Ausbeutung der Bürger interessiert ist. Vermutlich kommt es allen noch entgegen wenn die Menschen die krank sind oder keine Arbeit haben, einfach sterben.

    Bei sachlicher Betrachtung seiner Aussage, kann ich nur sagen, diese war unmenschlich, erschreckend und verachtend gegenüber den armen Menschen die darunter leiden.
    Ökonomisch gesehen, war seine Aussage richtig.

  22. Adrianós
    8. Februar 2013, 15:06 | #22

    Also ich verstehe die Aufregung nicht!
    Erstens gibt Rehn, der Finne und kein Deutscher ist nur wieder was die Firma Merck ihm gesagt hat.
    Und zweitens, was erwartet man denn? EOPYY hat Schulden angehäuft, jene mit Staatsanleihen beglichen die dann durch den Haircut entwertet wurden. Da ist es doch klar, dass EOPYY auf Schuldscheinbasis keine Medikamente mehr bekommt! Was wird denn erwartet? Dass die Medikamente verschenkt werden?
    Und es ist nicht die Schuld von Merck, der EU, Deutschland und schon gar nicht von Rehn!
    Das Gesundheitssystem ist schlecht finanziert! Generika herzustellen ist nicht verboten.

    Ich frage mich manchmal, liebe Landsleute, was ihr für einen Blick auf die Welt habt!
    Nicht der Geldverleiher ist schuld, sondern derjenige der das System überstrapaziert hat mit den Schulden! Und da muss sich Deutschland nicht ausnehmen mit seiner Überschuldung!
    Aber geknallt hat’s bei uns. Und wir müssen endlich schauen dass Steuergerechtigkeit hergestellt, privatisiert und dieser unselige aufgeblähte Beamtenapparat radikal runtergekürzt wird, sodass endlich wieder Geld für Medikamente, Heizöl und eine Grundversorgung vorhanden ist.

  23. Ausgenz
    8. Februar 2013, 16:16 | #23

    Ich möchte ja nicht klugscheißerisch erscheinen, aber die Orginalüberschrift
    im verlinkten To Pontiki heißt „Κυνική δήλωση Όλι Ρεν για αντικαρκινικό φάρμακο“ –
    zu deutsch: Die zynische Erklärung des Oli Rehn zum Krebsmedikament.-
    Schon aus dem ersten Absatz des To Pontiki geht hervor, ich zitiere wörtlich
    „gab dem griechischen Staat die Schuld an der nicht fristgerechte Begleichung der Verbindlichkeiten des staatlichen Gesundheitssystems an die Hersteller und Lieferanten“, wen Oli Rehn gemeint hat, also bestimmt nicht die Krebspatienten.
    Die Versorgungslage aller Patienten in Griechenland, was die ärztliche Versorgung
    in den Krankenhäusern angeht, unwillige – weil unterbezahlte Ärzte und des Pflegepersonal -, schlechte Ausstattung mit den dringensten Hilfsmitteln, schier unmögliche Zustände beim Bezug dr Medikamente usw. ist wohl einzigartig in dieser Krassheit in der EU.
    Natürlich spielt die deutsche Pharma-Industrie hier keine rühmliche Rolle; dabei verhält sie
    sich nicht anders wie viele griechischen Apotheker, sie geben Medikamente nur noch gegen bares Geld ab, weil sie auf Unsummen unbezahlter Rechnungen sitzengeblieben sind.

  24. GR-Gast
    9. Februar 2013, 12:50 | #24

    Sollte die EU nicht auch da sein, wenn es einem Staat schlecht geht – es bestärkt sich in mir immer mehr der Gedanke, daß große Geschäfte am Laufen gehalten werden um größtmöglichsten Verdient für die Finanzhirarchie zu erwirtschaften und alle anderen werden fallengelassen. Zum Teil unter entsetzlichen Bedingungen für Mensch und Natur, ist das die moderne Sklaverei?
    Wo wird die Wirtschaft unterstützt um neue Arbeitsplätze zu schaffen?
    Im Gegenteil – die Kleinen werden mit so viel Steuern belastet bis sie in Konkurs gehen.
    Gelder fließen nach Griechenland, auf einem gesonderten Konto werden sie nur zum Zweck der Rückzahlung von Krediten gehalten, die Bevölkerung wird regelrecht ausgehungert und muß für Rückzahlungen aufkommen, die sie selbst nicht verursacht hat.

    Und die Menschen die dabei krank werden, – die Großbetriebe die Unmengen an Geld dabei verdienent, die lassen die Menschen im Stich, sie wurden ausgesaugt und ausgeplündert, ihnen wurde vorgegaukelt wie wunderbar wichtig es ist um in den Genuß des Euros zu kommen.
    Welch Ironie sich jetzt darauf zu beziehen, wer kein Geld hat – bekommt eben die Medikamente nicht, auch in dem Wissen, daß dabei sehr viele Menschen elendig dabei sterben werden.

  25. LiFe
    9. Februar 2013, 18:22 | #25

    @ GR-Gast Mir fehlen die Worte….immer noch. Ich wünsche Griechenland Glück und dass dieses Land es eines Tages zum Wohlstand bringt. Dann möchte ich alle die sehen, die um Griechenland buhlen. Es ist absurd, wie mit einem europäischen Land umgegangen wird.

  26. Rita
    9. Februar 2013, 19:37 | #26

    Je schneller dieser Halunkenverein „EU“ zusammenbricht, umso besser!!

  27. Kostas
    10. Februar 2013, 01:06 | #27

    Das Gesundheitssystem bricht in Gr zusammen. Kein Konzern, ob Merck oder Astra, wird dies verhindern können. Jahrelang galt der griechische Markt als Goldgrube für Pharma-Konzerne, natürlich sind die mitschuldig für die 9 Mrd € Ausgaben für Medikamente 2009 gewesen. Mehr Schuld tragen aber diejenigen Landsleute, die dies auch jetzt immer noch zulassen. Derzeit werden Apotheker für Rezepte von Oktober 2012 zu 52% bezahlt, für Nov/Dez/Jan ist nichts in Sicht. Medikamente werden von Apothekern „spendiert“, 100% Tatsache!

  28. Onassis
    10. Februar 2013, 23:33 | #28

    Es geht doch nur darum wer dem Staat oder der eu in form von abgaben oder steuern etwas zahlen kann. Ein kranker der hilfe braucht zahlt nichts er kostet dem staat oder der eu geld. Deshalb ist ein kranker nutzlos. Wieso also medikamente zahlen? Da kann ich nur sagen pfui teufel, das es sweit kommen muss … Kommen kann. Die situation in griechenland ist sehr viel schlimmer wie vor 70 jahren

  29. Richard
    3. März 2013, 16:42 | #29

    @Anna
    liebe Anna, ich kann Ihnen nur 100% zustimmen – so und nicht anders läuft das Spiel

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