Haftstrafe wegen Rentenbetrug in Griechenland

1. Februar 2013 / Aktualisiert: 22. Juli 2013 / Aufrufe: 1.028

In Griechenland wurde ein 55-jähriger Mann zu 8 Monaten Haft verurteilt, weil er nach dem Tod seiner Mutter rechtswidrig deren Rente weiterhin bezog.

Das Landgericht Iraklio verhängte eine 8-monatige Haftstrafe gegen einen 55-Jährigen, der über drei Jahre lang – von Januar 2008 bis einschließlich Oktober 2011 – die Rente seiner verstorbenen Mutter nach deren Tod weiterhin bezog und dem Versicherungsträger IKA einen Schaden von rund 30.000 Euro verursachte.

Die IKA hatte bei der ersten Aktion der Erfassung ihrer Rentner den Fall ausfindig gemacht und den 55-Jährigen zur Erstattung von 16.000 Euro verpflichtet. Da er selbst jedoch nicht in der Lage war, den gesamten Betrag zurückzuzahlen, erstatte die IKA gegen ihn Anzeige, die am 30 Januar 2013 vor dem Landgericht Iraklio verhandelt wurde.

Es ist die zweite Verurteilung einer Person, die rechtswidrig die Rente eines verstorbenen Verwandten bezog, da das selbe Gericht am 09 Januar 2013 eine 6-monatige Haftstrafe gegen eine Frau verhängt hatte, die von März 2005 bis Oktober 2011 die Rente ihrer verstorbenen Schwester bezog.

(Quellen: To Pontiki)

  1. BravoZulu
    2. Februar 2013, 14:19 | #1

    In Deutschland müssen die Rentner jedes Jahr eine „Lebendbescheinigung“ abgeben.

  2. Barbara
    2. Februar 2013, 18:13 | #2

    @BravoZulu

    So ein Blödsinn, wo leben Sie denn in Deutschland ?
    In NRW gibt es sowas nicht und mir ist auch kein
    anderes Bundesland bekannt.

  3. Konstantin
    2. Februar 2013, 18:22 | #3

    @ Bravo Zulu,

    nicht so ganz, nur Menschen die von Deutschland eine Rente bekommen und nicht in Deutschland gemeldet sind, müssen eine Lebensbescheinigung abgeben.

  4. GR-Block
    3. Februar 2013, 20:40 | #4

    @Konstantin
    Mein Vater muss diese Bescheinigung jedes Jahr einreichen. Er ist griechischer Staatsbürger, der seit 50 Jahren in D lebt.

  5. Konstantin
    3. Februar 2013, 21:28 | #5

    @ GR-Block

    das wundert micht jetzt, meiner ist seit 2010 wieder in Deutschland und er mußte noch keine vorlegen. Auch vorher nicht als er die Rente bezog und sich noch nicht in Deutschland abgemeldet hatte. Ich vermute, daß es sich bei der Lebensbescheinigung für Rentner um eine Kannvorschrift handelt.

  6. 4. Februar 2013, 12:00 | #6

    Meine Frau (Deutsche) hat vor 15 Jahren bei der Rentenanstalt angegeben, dass wir in GR leben. Die Rente geht auf unser deutsches Konto. Daraufhin musste sie zum deutschen Konsulat in Thessaloniki um klarzustellen, dass sie tatasächlich in GR lebt. Seitdem kommt jedes Jahr von der Rentenanstalt eine Lebensbescheinigung nach Griechenland, die von der Gemeinde in Griechenland zu unterschreiben ist. Soweit so gut und korrekt. Was passiert, wenn sie stirbt? Es ist kein Problem die Unterschrift von der Gemeinde zu bekommen, wenn man den Angestellten auf der Gemeinde kennt. Machen wir natürlich nicht, aber möglich wäre es.

  7. GR-Block
    4. Februar 2013, 19:54 | #7

    @Jermanos
    Die Unterschriftenpraxis soll ja nur die Verantwortlichkeiten vervielfältigen. als Einzelner kann man immer fälschen. Das lässt sich nicht verhindern. Mit Unterschrift einer zweiten (Amts-) Person, müssen aber schon zwei kriminell werden und sich einig sein. Statistisch reduziert das die kriminelle Energie dramatisch. Geht es um höhere Summen, dann muss neben der Amtsperson auch dessen Vorgesetzter unterschreiben.

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