Der vergessene Holländer in Griechenland ist tot

18. Februar 2013 / Aktualisiert: 11. Juli 2013 / Aufrufe: 1.287

Der Anfang 2013 in das Krankenhaus von Kos in Griechenland eingelieferte Holländer, für dessen Rückführung nach Holland niemand aufkommen wollte, ist verstorben.

Die Geschichte des in dem Krankenhaus der Insel kos „vergessenen“ 67-jährigen Holländers Gerard Van der Steenhoven nahm ein tragisches Ende. Der Mensch verstarb am vergangenen Freitag (15 Februar 2013), da sich trotz der permanenten Apelle des Krankenhauses und der holländischen Community an die zuständigen Behörden, aber auch an seine Verwandten, niemand wirklich für ihn interessierte.

Zougla.gr kommunizierte mit dem Chirurgen Achilleas Agapopoulos, der behandelnder Arzt des alten Manns war und betonte, dass dessen Zustand sich in der letzten Zeit dramatisch verschlimmert hatte und er sich wegen seines schlechten psychologischen Zustands weigerte, irgend etwas zu essen oder zu trinken.

Vertreter der Botschaft erschienen 1 Tag vor dem Tod im Krankenhaus

Nach der Publizierung der „Zougla“-Titelseite über das Thema begaben sich tatsächlich Vertreter der Botschaft in das Krankenhaus. „Einen Tag vor seinem Tod waren Vertreter der Botschaft gekommen und ich sagte ihnen, sie haben sich sehr verspätet„, führt der Chirurg an.

Das Resultat war, dass der Mann verstarb, und sein „Abenteuer“ ist auch nach dieser Entwicklung noch nicht zu Ende. Wie der Chirurg betont, ist die einschlägige Fürsorge der Botschaft erforderlich, damit der Mann in Holland bestattet wird, alle zuständigen Behörden jedoch bisher völliges Desinteresse demonstriert haben.

Es sei daran erinnert, dass der Holländer am 03 Januar 2013 mit einer Bauchfellentzündung in die Notaufnahme des Krankenhauses der Insel eingeliefert wurde. Nach der Operation war unbedingt seine Rückkehr nach Holland erforderlich, damit seine Versicherung die Kosten übernimmt. Trotz der Apelle wurde der Mann wegen der hohen Kosten niemals nach Holland zurück gebracht und hauchte somit seinen letzten Atem auf Kos aus.

(Quelle: Zougla.gr)

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  1. Juls
    18. Februar 2013, 16:58 | #1

    Ein furchtbares Schicksal und beschaemend fuer die Angehoerigen … und Behoerden!!

    Es fehlen einem die Worte!

  2. GR-Block
    19. Februar 2013, 09:37 | #2

    Es ist beschämend für die Angehörigen, wenn sie nicht über ihren Schatten springen können, einen schwer kranken 67-jährigen wieder aufzunehmen, auch wenn es in der Vergangenheit Differenzen gab. Diese Art „Konsequenz“ zeigt übertriebene Egozentrik.
    Die Versäumnisse der diplomatischen Vertretung sind allerdings Anlass genug, eine Untersuchung seitens niederländischer Behörden einleiten zu lassen.

  3. LiFe
    19. Februar 2013, 15:26 | #3

    Dem Ärzte-team und Pflegepersonal gebührt Respekt.

  4. Klaus Landgraf
    5. Oktober 2013, 21:54 | #4

    Der arme Mann, ist halt kein Prinz, der riskant und dumm Ski fuhr und der Staat alle Kosten übernahm … arme Niederländer, armes Holland.

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