Task-Force rügt Steuergesetz in Griechenland

27. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 624

Die Task-Force der EU in Griechenland kritisiert das neue Steuergesetz und moniert, die griechische Regierung setze nach wie vor nicht die Vorschläge der Experten um.

Die Task-Force der Europäischen Kommission in Griechenland scheint über den Inhalt der Anfang Januar 2013 von dem griechischen Parlament ratifizierten (und auch in Griechenland heftig umstrittenen) Mini“-Gesetzesvorlage zum Steuergesetz verstimmt zu sein. Laut der Zeitung „Kathimerini“ brachte ein höchster Funktionär der Task-Force seine Verwunderung über die Bestimmungen des neuen Steuergesetzes zum Ausdruck und betonte, dass diese nicht in die seitens der EU gewünschte Richtung gehen.

Ich weiß nicht, warum sie dieses Steuergesetz gebracht haben. Wir hatten ihnen detaillierte Ratschläge über alles und zwar sogar von den besten Experten der Welt gegeben„, soll der Spitzenfunktionär der Task-Force erklärt haben, während er gleichzeitig ebenfalls sein Missfallen über den geringen Fortschritt ausdrückte, der bei der Einschränkung der Bürokratie verzeichnet worden ist.

Besonders hart ist er auch in den Themen der Bürokratie. Konkret führt er an, „die Task-Force, der IWF, die Weltbank, die OECD und alle Experten der Welt sind nach Griechenland gekommen“ und unterstreicht: „Wir haben in Einzelheiten und für jeden Reformbereich gesagt, was zu geschehen hat. Ich weiß nicht, warum ihr es nicht macht. Ihr Habt die Pläne. Setzt sie endlich um.

Laut dem letzten Bericht, den die Task-Force im Dezember publizierte, liegt Griechenland auf dem Niveau der Besteuerung hinter den Zielen zurück und wird nicht in der Lage sein, die Vorgaben für Ende 2012 zu erfüllen. In diesem Bericht betonte Horst Reichenbachs Task-Force, dass im Steuerzweig die institutionelle Reform, die Erreichung der kurzfristigen notwendigen Ziele zur Einziehung von Einnahmen und die Realisierung von Kontrollen und die Planung für die vollständige Reorganisation aller zentralen Funktionen der Steuerverwaltung anhängig sind.

(Quelle: Imerisia, S. 25)

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  1. BravoZulu
    27. Januar 2013, 16:49 | #1

    Kann man Einzelheiten in Erfahrung bringen, was die Task-Force der EU vorgeschlagen hat?

  2. admin
    27. Januar 2013, 17:35 | #2

    @BravoZulu
    Ja, unter anderem auf diesem Blog, im übrigen in den einschlägigen Publikationen nicht zuletzt auch der Kommission / Task-Force.

  3. serigor
    28. Januar 2013, 19:41 | #3

    Mich wundert es nicht, dass es nicht weiter geht! Denn: Rechtsanwälte, Steuerberater, Notare, Ingenieure leben von dieser Bürokratie, die kleinste Änderung führt bei denen zu spürbaren Verdienstverlusten, warun sollen die etwas tun? Sie sind es auch, die die Gesetze im Parlament machen. Allein dieses System mästet in Athen ca. 40.000 Seelen!
    Wenn es zu einer gefordeten Änderung kommt wie z.B. der Abschaffung der gelochten Rechnungen, wird so ein bürokratischer Ablauf konzipiert, dass im Endeffekt fast alles beim alten bleibt: ja, wenn es um gewerblichen Kunden geht, ohne löcher, an nicht geweblichen mit Löchern. Als Kaufmann läufst du weiter der Bürokratie hinterher.
    Oder, du lebst nachweislich nicht in GR seit Jahren, um das zu beweisen, damit man von dem entprechenden Finanzamt geführt wird, muss man 2 Bescheinigungen vom Wohnlad bringen und diese dem Konsulat vorlegen, und dann eine neue Bescheinigung vom Kosulat dem FA in GR vorlegen. Die Frage: was hat sich geändert? NICHTS. Alein dieser Vorgang kostet bis zu 500€

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