Kontinuierlicher Anstieg der Steuerschulden in Griechenland

3. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 560

Die fälligen ausstehenden Verbindlichkeiten an den Fiskus in Griechenland erreichten Ende November 2012 den neuen Rekordstand von 55,5 Milliarden Euro.

Die fälligen Verbindlichkeiten an den griechischen Fiskus übersteigen die Tranche der Troika an Griechenland, weil mit schnellem Rhythmus die fälligen Verbindlichkeiten Steuerpflichtiger auflaufen und sich immer mehr außer Stande erklären, die Steuern zahlen zu können.

Die Zentrale für Datenverarbeitungssysteme veröffentlichte Angaben für den 11-monatigen Zeitraum Januar – November 2012, wonach Ende November 2012 die fälligen Verbindlichkeiten im Vergleich zu Ende Oktober 2012 um 1 Mrd. Euro angestiegen waren und sich auf 12,078 Mrd. Euro gestalteten, gegenüber 11,025 Mrd. Euro im Vormonat. Insgesamt belaufen sich die ausstehenden Verbindlichkeiten an den Fiskus damit inzwischen auf 55,5 Mrd. Euro.

Es sei angemerkt, dass der Fiskus 2012 gerade einmal 1 Euro von 10 Euro Steuern und Geldstrafen einnahm, die bei Überprüfungen festgestellt wurden, während aus den Daten erscheint, dass 20% der umsatzsteuerpflichtigen Gewerbetreibenden keine periodischen MwSt.-Erklärungen abgegeben haben und die Steuer nicht abführen.

Zahlungserleichterungen sollen Anstieg der Schulden stoppen

Im selben Moment wird erwartet, dass dem Parlament die Regelung vorgelegt wird, mit der die Bestimmungen der Verordnung über die Eintreibung öffentlicher Einnahmen erweitert und den Steuerzahlern die Möglichkeit gegeben wird, steuerliche Verbindlichkeiten in bis zu 48 Raten abzuzahlen. Obwohl IWF und EU mit der Regelung nicht absolut einverstanden sind, sucht das Finanzministerium nach wegen, um den Anstieg der fälligen Verbindlichkeiten zu stoppen.

Gemäß der Regelung werden die Steuerzahler mit fälligen Verbindlichkeiten die Möglichkeit haben, bei dem Leiter des Finanzamts eine Zahlungserleichterungs-Erstvereinbarung über die Ratenzahlung jeder Art fälliger Schulden zu beantragen. Mit der Änderung der Kriterien und der Sätze werden die Raten ausgedehnt werden und die Schuldner fortan ihre Verbindlichkeiten auf den ersten Antrag in 36 Raten begleichen können.

In die Regelung können auch Steuerzahler aufgenommen werden, die in der Vergangenheit Schuldenregelungen vereinbart haben, einige Raten entrichteten und dann aus der Regelung ausschieden (sprich die Ratenzahlung nicht regulär fortsetzten). Wenn sie die erste Rate der neuen Zahlungsvereinbarung regulär entrichten, können sie die Anzahl der Raten sogar bis auf 48 erhöhen.

(Quelle: Imerisia)

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