Griechenland etabliert Besteuerung „luxuriöser Lebensführung“

14. Januar 2013 / Aufrufe: 1.377

Eine Reihe in Griechenland bisher formal als außerordentliche Sonderabgaben verhängter Steuern wird fortan als permanente Besteuerung luxuriöser Lebensführung erhoben.

Mit einem Zusatz zu der Vorlage des neuen Steuergesetzes wird in Griechenland (wieder) die Besteuerung von „Elementen einer luxuriösen Lebensführung“ etabliert.

Konkret wird die neue Steuer mit folgenden Sätzen erhoben:

  • 5% auf die fiktiv bestimmten Unterhaltskosten für private PKW mit einem Alter von bis zu 10 Jahren und einem Motorhubraum ab 1.929 bis 2.500 cm³.
  • 10% auf die fiktiv bestimmten Unterhaltskosten für private PKW mit einem Motorhubraum von über 2.500 cm³.
  • 10% auf die fiktiv bestimmten Unterhaltskosten für Swimmingpools und Flugzeuge.

Die Besteuerung der „luxuriösen Lebensführung“ wird permanent sein und ab dem Fiskaljahr 2014, also auf Basis der Elemente der luxuriösen Lebensführung erhoben werden, welche die Steuerpflichtigen ab dem 01 Januar 2013 inne haben.

(Quelle: Voria.gr)

  1. Catalina
    15. Januar 2013, 02:00 | #1

    Autos, Swimmingpools ….. klaro, das zeugt von einem sehr „luxuriösen“ Lebensstil 🙁
    Die Regierung sollte aber mal erklären, warum sie in letzter Minute die permanente Besteuerung auf Boote/Yachten wieder zurückgezogen bzw. diese davon ausgenommen hat ?????

  2. Hans
    16. Januar 2013, 15:40 | #2

    @Catalina
    Vielleicht, weil den Strohköpfen endlich mal jemand gesteckt hat, dass sie mit solchen spasmodischen „Maßnahmen“ auch die letzten Freizeitskipper aus dem Land vergraulen? Beim Volk kommt es natürlich immer gut an, wenn es „den Reichen“ an den Kragen bzw. das Portmonee gehen soll, jedoch hält allein diese Spezies ganze Branchen in Schwung hält, von denen Scharen der Neidhammel leben.

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  3. maria
    22. Januar 2013, 22:34 | #3

    Es ist immer wieder interesant, wie Nachrichten nach Deutschland vermittelt werden und wie es in Wirklichkeit aussieht. Ich kann nur von uns selbst reden, einer normalen Familie mit 4 Personen – 2 Erwachsene und 2 Kinder -, wir haben ein ordentliches normales Familienauto, nämlich einen Subaru Forester, 1929 cm3, diesen vor 9 Jahren gekauft und ueber 3 Jahre schoen brav abgezahlt. Inzwischen haben wir schon 660 Euro Kfz-Steuer bezahlt, plus die Versicherung ca. 8oo Euro, und jetz wollen sie nochmal eine Luxussteuer von 400 Euro fuer das Jahr 2013 haben, finden Sie das gerecht?? Wir wuerden uns auch sofort ein kleineres Auto kaufen, aber das koennen wir uns nicht leisten, weil wir dieses Auto nicht verkauft bekommen, und Geld fuer ein anderes haben wir nicht …

  4. Moppel
    22. Januar 2013, 23:19 | #4

    @maria
    Natürlich ist das nicht „gerecht“, bedeutet jedoch keinesfalls das Ende der Fahnenstange: Zusätzlich wird das Finanzamt auf Basis des Motorhubraums (also nicht etwa der realen Aufwendungen!) auch noch fiktive „Betriebskosten“ in Höhe von 8.800 Euro veranschlagen (ist der Wagen älter als 5 jahre, wird es gestaffelt billiger …) und auf das Jahreseinkommen anrechnen, dessen Besteuerung mit Wirkung ab 01/01/2013 (un-) bekanntermaßen allgemein mit einem Satz ab 22% beginnt.

  5. maria
    23. Januar 2013, 09:04 | #5

    Genau so ist es, aber wie soll man sich dagegen wehren ist die Frage, und es bleibt ja nicht nur beim Auto, es ist mit der Kranken versicherung genauso besch….., sorry bescheiden wollt ich sagen, mein Mann ist selbstaendig zahlt jeden Monat ca.400 Euro TEBE, und wenn er zum Arzt geht muss er bezahlen, da die Aerzte die Versicherungen nicht mehr akzeptieren, meine Tochter muss naechste Woche zum Zahnarzt Wurzelbehandlung ca.150 Euro aus eigener Tasche, das Schulsystem laesst auch zu wuenschen uebrig, bei uns an der Schule gibt es nicht eine Fremdsprache, natuerlich kannst du seperat Privatunterricht nehmen aber das kostet halt wieder, es ist dem ganzen leider auch keine Ende anzusehen und keine Besserung …, sonst koennte man es ja vielleicht ueberbruecken, bin wirklich ratlos …, lebe nun seit 18 Jahren auf Korfu, es war finanziell nie wirklich gut und sicher, aber jetzt? Bin wirklich haeufiger am ueberlegen ob es in Deutschland besser waere fuer die Kinder, aber was ist dort mit der Arbeit, mein Mann kann kein Deutsch, ist zwar ein super genauer und fleissiger Handwerker (gibt es auch in Griechenland), erst kommt die Arbeit und dann alles andere, seine Arbeitstage sind von Mo-Sa. 08:00 -23:00 und mehr ohne Pause im sommer, und 08:00- 20:00 im Winter und haeufig auch noch Sonntags, und trotzdem langt das Geld hinten und vorne nicht, langsam fang ich echt an zu verzweifeln, Gott sei dank sind wir soweit alle gesund , wir koennten uns es nicht leisten einen Arzt fuer laengere Zeit aufzusuchen …

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