Dress-Code für Bedienstete der Troika in Griechenland

25. Januar 2013 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 689

Anlässlich der jüngsten Anschläge in Athen sollen Troika-Bedienstete in Griechenland angehalten worden sein, sich unauffällig zu kleiden und auf der Hut zu sein.

Alles hatte die Troika schon, nur die Bedrohung des Terrorismus fehlte ihr noch. Es geht nicht nur um die VIPs wie Paul Thomsen, Klaus Masuch und Matthias Mors, die sich so wie so unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen bewegen und nicht einmal trauen, Essen außerhalb des Hilton-Hotels zu bestellen, wo sie während ihrer Aufenthalte in Athen verweilen.

Es geht um die einfachen Bediensteten der technischen Stäbe, die – wie aus „unserer“ Quelle in Brüssel verlautet – anlässlich der letzten Fälle von Gewalt in Athen Anweisungen erhalten haben sollen, auf der Hut zu sein. Laut Manolis Spinthourakis geht es um Dutzende Beamte, die von Dienststellen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds nach Griechenland geschickt wurden, um die mit dem Memorandum geschaffenen Positionen zu besetzen. Die in Rede stehenden Bediensteten sollen klare Anweisungen bezüglich der Notwendigkeit erhalten haben, erhöhte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Jedoch natürlich Keine bewaffneten Leibwächter wie im Fall der Stars Thomsen, Mazuch und Mors, da so etwas auch praktisch unmöglich wäre.

Es wurde also bekannt, dass die Knallköpfe der Dienststellen ihnen raten, sich in der Öffentlichkeit schäbig angezogen zu bewegen. Sprich die guten Krawatten und die teuren Manschettenknöpfe zu vermeiden, und wer helles Haar hat, soll es unter einer Schirmmütze oder einem Schlapphut verbergen. Dies bezüglich der Herren, da für die Damen keine entsprechenden Anweisungen gegeben wurden (den Haarfärbemitteln sei Dank …). Sie haben jedoch die Anweisung, auf die Frage nach ihrer Beschäftigung zu antworten, sie arbeiten bei irgend einem bekannten Modehaus oder so und seien nach Athen versetzt worden.

Selbst wenn sie bei der Nationalen Widerstandsbewegung mitmachen würden, wäre weniger Heimlichtuerei erforderlich …

(Quellen: Ta Nea)

  1. multiman
    26. Januar 2013, 00:02 | #1

    Wenn die Massen mal auf den Trichter kommen, das Büttelpack ala facebook etc. „kenntlich“ zu machen und ihre Bewegungen gemeinsam zu dokumentieren, gehen denen schnell die Capos aus. Angst frisst Seele auf, wie beim Volk auch.

  2. Konstantin
    26. Januar 2013, 12:10 | #2

    Ich frage mich nur, wie die dazu kommen, Anschläge auf die Troika-Bediensteten zu starten.
    Die Wurzel allen Unglücks liegt bei den Politikern in Griechenland, nicht bei denen die zur „Hilfe“ geholt wurden. Auch wenn die Troika so gut wie alles falsch macht, liegt es immer noch an der Regierung, richtig zu handeln.

  3. Moppel
    26. Januar 2013, 15:33 | #3

    @Konstantin
    Das Skurile an der Empfeglung – sofern es sich nicht gar um eine „Ente“ handelt – ist aber doch, dass es überhaupt keine persönlichen Übergriffe gegen die Bediensteten gab, zumal sie in der Öffentlichkeit praktisch so wie so nicht wahrgenommen werden und einfach nur völlig unspektakulär ihren Job tun.

Kommentare sind geschlossen