Absturz der Immobilienpreise in Griechenland um bis zu 70 Prozent

4. Januar 2013 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 13.363

Obwohl die Immobilienpreise in Griechenland seit Beginn der Krise um bis zu 70 Prozent einbrachen, scheinen potentielle Käufer wie vom Erdboden verschluckt zu sein.

Das ehemalige „Bollwerk“ der Investitionsaktivität ist wie … ein Kartenhaus eingestürzt und fast alle Regionen sind in das „Auge des Wirbelsturms“ geraten. Die Immobilienpreise im Gebiet von Attika verzeichnen seit dem Beginn der Krise einen Absturz um bis zu 70%.

Die teuren Gebiete wurden billiger und für die billigen interessiert sich niemand mehr, da die Käufer sich wegen der überdimensionalen Besteuerung der Immobilie, die sie unrentabel macht und dem Eigentümer inzwischen viele wirtschaftliche Belastungen aufbürdet, von dem Kauf einer Immobilie entfernten. Die interessierten Käufer sind selbst in den illustren Wohngegenden Athens vom Erdboden verschwunden.

Psychiko, Filothei, Kolonaki, Kifisia, Ekali Glyfada bewegen inzwischen die Käufer nicht mehr, während das Phänomen beobachtet wird, dass etliche Eigentümer dieser Gebiete ihre Forderungen auf die Preise gesenkt haben, welche das Finanzamt festsetzt, und trotzdem keinen Käufer anziehen können.

Amtliche Preise bis zu 10.000 €/qm machen Immobilien unerschwinglich

Die zuständigen Beamten der Finanzamts für den Zuständigkeitsbereich Psychiko und der umliegenden Gebiete erklären, die nach dem System der sachwertorientierten Wertermittlung bestimmten Preise erreichen 10.000 Euro pro Quadratmeter, was die Immobilie sowohl für den Kauf als auch hinsichtlich ihrer Unterhaltung unerschwinglich macht. Sogar auch für den heutigen Besitzer, der außer Stande ist, die Steuern und Abzocken zu entrichten, welche das Finanzministerium erhebt.

Einer von zwei in teuren Gegenden lebenden Steuerpflichtigen sind zu Vereinbarungen über die Abzahlung ihrer Verbindlichkeiten in Raten geschritten. Selbst klangvolle Namen der Unternehmergemeinschaft fechten die ihnen auferlegten Steuern an und rufen die Justiz an, um ihr Recht zu finden – nachdem sie jedoch vorher 50% der Steuer entrichtet haben.

Der steile Absturz der Preise der Immobilien in Kombination mit der Erhöhung ihrer Besteuerung gestaltet sie zu einem Produkt, das bis auf weiteres in Ermangelung von Käufern … im Regal verstaubt. Laut Faktoren des Marktes bewegen sich die Verkaufspreise in Gebieten wie Kypseli, Patisia, Kolonos und allgemeiner in den „unterprivilegierten“ Bezirken unterhalb der nach dem System der sachwertorientierten Wertermittlung geltenden Preise. In den teuren Gegen sind die Preise seit dem historischen Höchststand von 2008 um bis zu 50% gesunken.

Die Abweichungen der Preise erschrecken die Verkäufer, während sie die Käufer nicht bewegen. Beispielsweise war laut den Angaben der Gesellschaft RE/MAX New Deal in Kolonaki 2008 eine Eigentumswohnung im 6. Stockwerk 620.000 Euro wert und wird heute für 320.000 Euro angeboten. In Melissia erreichte der Wert einer Maisonetten-Wohnung mit 240 qm 550.000 Euro und ist heute auf 350.000 Euro gepurzelt. Eine Immobilie von 53 Quadratmetern im ersten Stockwerk am Mavili-Platz hat heute einen Wert von 31.000 Euro, gegenüber 88.000 Euro im Jahr 2008. In der Allee Vas. Sofias wird eine Immobilie von 80 qm im 3. Stockwerk heute für 130.000 Euro angeboten, gegenüber 200.000 Euro, wozu anzumerken ist, dass sie 20 Jahre alt ist.

(Quelle: Imerisia)

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  1. 4. Januar 2013, 09:43 | #1

    Das ist die typische Vorgehensweise der Finanzgangster: zuerst geben sie den Staaten Kredite mit aus dem Nichts geschöpften Geld, dann überschulden sie sie, und wenn dann alles am Boden liegt, dann greifen sie beherzt zu.

  2. GR-Gast
    4. Januar 2013, 20:26 | #2

    @Peter Schmitz

    Sehe ich leider auch so und bin trotzdem optimistisch, daß es Griechenland früher oder später schafft wieder „frei“ zu sein!

  3. Ottfried Storz
    5. Januar 2013, 11:40 | #3

    Finanzgangster, die angeblich zugreifen, wenn alles am Boden liegt ?!?!?
    Aufwachen: Es gibt keine Käufer, nicht mal die angeblichen „Finanzgangster“.

  4. Götterbote2012
    5. Januar 2013, 18:38 | #4

    @Ottfried Storz
    Es bedarf erst einmal gar keiner Käufer, es gehört schon den Banken/Investoren oder wird Ihnen gehören, wenn Eigentümer nicht mehr dafür aufkommen können. Die können mit der Gewissheit dass sie immer durchkommen und gerettet werden einfach darauf warten, dass die Zeiten wieder besser werden und sich eben doch Käufer finden. Man wird darauf wieder irgendwelche Investment-Pakete schnüren und den immer noch sehr vielen reichen Menschen auf der Erde diese mit hohen Gewinnversprechen verkaufen. Machen Sie sich da mal keine Sorgen.

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